Tal to­tal

Die zwei­te Hälf­te der Rund­fahrt: Von Bin­gen nach Ko­blenz

Fähre Bingen-RüdesheimWir er­rei­chen Rü­des­heim nach drei Stun­den und ver­las­sen die Fäh­re in Bin­gen ge­gen 12 Uhr. Ei­ne im­po­san­te Schlan­ge von Rad­fah­rern war­tet auf den Kahn, der in Rich­tung Rü­des­heim deut­lich stär­ker fre­quen­tiert ist. Wir ma­chen aus fa­mi­li­ären Grün­den ei­nen Ab­ste­cher auf die Hö­hen über Bin­gen, der uns zwar ins­ge­samt nur 10 zu­sätz­li­che Ki­lo­me­ter be­schert aber über 200 Hö­hen­me­ter. Kaum zwei Stun­den spä­ter sind wir wie­der zu­rück im Tal und he­cheln nach Nor­den.
Burg Maus am Rhein*
Ein Satz für die Fo­to­gra­fen un­ter den Rad­fah­rern. Wenn man auf der Rhein­stre­cke fo­to­gra­fie­ren möch­te, emp­fiehlt es sich, die Son­ne im Au­ge zu be­hal­ten. Da der Rhein zwi­schen Bin­gen und Ko­blenz, von ei­ni­gen spek­ta­ku­lä­ren Schlei­fen ab­ge­se­hen, in Süd-Nord-Rich­tung fließt, fährt man bei gu­tem Wet­ter am Vor­mit­tag auf dem rech­ten (Ost-)Ufer und am Nach­mit­tag auf dem lin­ken. Aber trotz die­ser Maß­nah­me gibt es Ta­ge, an de­nen der Him­mel ein­fach nicht blau wer­den will ...
Sankt Goar*
Hat­te ich mich bei der Rad­tour mit den Kin­dern noch über die Ab­schnit­te auf dem lin­ken Ufer na­he der Lo­re­lei be­klagt, die man auf der Stra­ße fah­ren muss, so tref­fen wir in die­sem Jahr auf ei­ne Bau­stel­le, die den Rad­weg schlie­ßen soll. Da­mit wä­re ei­ne der engs­ten und un­an­ge­nehms­ten Pas­sa­gen auf dem lin­ken Rhei­nu­fer Ge­schich­te. Auf die­ser Tour stört die Bau­stel­le zwar den re­gen Rad­ver­kehr, aber die Aus­sicht auf ei­nen durch­ge­hen­den Rad­weg ver­söhnt!
Fähre Stadt Boppard*
Wir ha­ben die Lo­re­lei zum zwei­ten Mal pas­siert und sind wie­der in Sankt Goar. Hät­ten wir nicht den Ab­ste­cher nach Wei­ler ge­macht, so wä­ren wir si­cher­lich in Ba­cha­rach zur Burg Stahl­eck hin­auf­ge­fah­ren, 16% Stei­gung, wenn ich mich recht er­in­ne­re, um vom Bur­g­hof aus Bil­der zu ma­chen. Denn die­se Burg, die heu­te ei­ne Ju­gend­her­ber­ge ist, nimmt ei­ne traum­haf­te La­ge in ei­nem Rhein­knie ein. Und so kann man in ei­nem Win­kel von et­wa 90° zwei Strom­rich­tun­gen über­bli­cken, was vor al­lem am Abend sehr ro­man­tisch ist.
Marksburg *
Ich hat­te den Ab­ste­cher bei Bin­gen ge­plant, um nicht be­reits ge­gen 16 Uhr in Ko­blenz zu­rück zu sein. Aber Se­bas­ti­an jagt wei­ter­hin mit Tem­po 30 in Rich­tung in Rich­tung Nor­den. Ei­ne Ap­fel­schör­le in St. Goar, ein Bild von der nun voll be­leg­ten Fäh­re «Stadt Boppard» und der Kauf ei­ner Fla­sche Was­ser in Rhens ist al­les, was wir an Pau­sen ak­zep­tie­ren, so­wie die Zeit, die ich brau­che, um das Bild von der Marks­burg zu ma­chen, die sich  ma­le­risch über dem Kirch­turm von Nie­der­spay er­hebt. Ge­gen 16:30 Uhr stop­pen wir die Ta­ge­s­ki­lo­me­ter­zäh­ler am VW-Bus in Ko­blenz.