Denia und Umgebung

Gute essen, gut wandern

Tàrbena - Casa PinetNach dem Mittagessen im Casa Pinet suchen wir oberhalb von Tàrbena auf der kleinen Straße nach Castell de Castells einen Fuß- und Wanderweg, der uns einen interessanten Einblick in die Felsenlandschaft nicht weit von Benidorm liefert. Bei gutem Wetter kann man auf ein Plateau hinaufsteigen, das den Blick auf die Küste und die Hochhäuser freigibt. Bei einer Distanz von 20 Kilometern muss die Luft allerdings klar sein, um Bilder machen zu können.
*
Es verwundert nicht, wenn man hört, dass man in Denia selbstverständlich bei Aldi (Süd?) einkaufen kann. Man kann aber auch wegen der moderaten Preise einfach auf die eigene Küchenführung verzichten und in den «Kneipen» Denia - Hinterlandvor Ort essen gehen. Die einfachen Restaurants, mögen sie auch von außen nicht viel hermachen, bieten zumeist eine Art Stammessen, das dann ein einfaches aber üppig bestücktes 3-Gänge-Menü umfasst und inklusive Getränk (und darunter darf man ohne Übertreibung eine halbe Flasche Wein verstehen) etwa das kostet, was man hierzulande für ein normales Schnitzel ausgibt. Ohne Frage kann man dann immer noch zwischen Fisch und Fleisch wählen.
*
Das Poligono ist unser Treffpunkt zu Mittag, wenn wir uns verfehlen. Es liegt im Industriegebiet und verköstigt Handwerker und Arbeiter. Siesta gehört zum guten Ton in Spanien, auch wenn es mittlerweile Bestrebungen geben soll, dieser müßigen Mittagsbeschäftigung gesetzlich ein Ende zu bereiten. Ob der Durchsetzbarkeit habe ich so meine Zweifel. Es stört natürlich auch nicht, wenn die Mittagspause sehr lang ist und man dafür am Abend bis 21 Uhr einkaufen kann. Zudem passt das zur eigenen Pausenplanung, wenn man diese Gewohnheit der Spanier übernimmt. Wir sind im Oktober unterwegs und übersehen dabei vielleicht auch, dass die Temperaturen einen Monat zuvor noch bei 40°C liegen. Ohne Klimaanlage kann man kaum schlafen.
*
Es gibt noch eine Reihe weiterer guter Restaurants, die wir in den wenigen Tagen unseres Aufenthalts hier kennenlernen, so das Café Cristina oder das Veita de Posa, eine frühere Postkutschenstation, wo wir jeweils zu Abend essen. Wie immer bestätigt sich, dass die besten Restaurants nicht in Strandnähe liegen, zumindest nicht die preiswerten.