Dres­den

Ei­ne Städ­te­tour

DresdenDres­den, die Lan­des­haupt­stadt des Frei­staats Sach­sen, ist heu­te, 62 Jah­re nach der voll­stän­di­gen Zer­stö­rung durch bri­ti­sche Bom­ber, in we­sent­li­chen Tei­len wie­der auf­ge­baut. Die Ar­bei­ten be­gan­nen un­mit­tel­bar nach dem Krieg und fan­den, wenn man von den fort­ge­hen­den Ar­bei­ten am Re­si­denz­schloss ein­mal ab­sieht, mit der Ein­wei­hung der Frau­en­kir­che im Jahr 2005 ih­ren vor­läu­fi­gen Ab­schluss.
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Mit Dres­den sind Na­men ver­bun­den wie Au­gust der Star­ke, Kö­nig von Sach­sen und Po­len, der die Stadt als Re­si­denz zur Blü­te führ­te, Gott­fried Sem­per, der ei­nen Flü­gel des Zwin­gers und den be­rühm­ten Opern­bau schuf, Mat­thä­us Da­niel Pöp­pel­mann, Bau­meis­ter Au­gust des Star­ken, der Dres­den nach der Krö­nung Au­gusts zum Kö­nig von Po­len zu ei­ner Welt­stadt um­ge­stal­ten soll­te und für das His­to­ri­sche Grü­ne Ge­wöl­be, die Au­gus­tus­brücke und das Schloss Pill­nitz ver­ant­wort­lich zeich­ne­te. Fer­ner wirk­ten hier Carl Ma­ria von We­ber, von 1817 bis 1826 Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor der Deut­schen Oper in Dres­den, Richard Wa­gner, Cas­par Da­vid Fried­rich, Schil­ler, Goe­the und Kleist. Nicht zu ver­ges­sen Karl May, an den in Ra­de­beul die Vil­la Shat­ter­hand er­in­nert.
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Das Schatz­kam­mer­mu­se­um mit sei­nen Kost­bar­kei­ten aus Gold, Ju­we­len und Por­zel­lan be­fin­det sich im Neu­en Grü­nen Ge­wöl­be der Re­si­denz. Den Na­men be­kam die Kunst­kam­mer we­gen des grü­nen An­strichs der Räum­lich­kei­ten, die sich im Erd­ge­schoss des Gäu­des be­fin­den. Heu­te dient das ers­te Stock­werk als Aus­s­tel­lungs­hal­le. Er­heb­li­che Si­cher­heits­vor­keh­run­gen ver­bun­den mit ei­nem ab­so­lu­ten Fo­to­gra­fier­ver­bot las­sen hier kei­ne Auf­nah­men zu. High­lights sind ei­ne gol­de­ne Ku­gel­lau­fuhr, das Gol­de­ne Kaf­fee­zeug, das Bad der Dia­na und der Hof­staat zu Del­hi, ei­ne in sie­ben Jah­ren aus Gold und Edel­stei­nen ge­fer­tig­te Sze­ne mit 137 Ein­zel­fi­gu­ren. Für das His­to­ri­sche Grü­ne Ge­wöl­be be­nö­tigt man zu­dem spe­zi­el­le zeit­ge­bun­de­ne Ein­tritts­kar­ten, Ein­zel­hei­ten hier­zu fin­det man auf der Sei­te der Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen Dres­den.
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Der Neu­stadt kön­nen wir we­gen der Kür­ze der Zeit nur ei­nen Be­such mit dem Rei­se­bus ab­stat­ten, aber auch dort, so ver­spre­chen die Füh­rer, gibt es Ei­ni­ges zu se­hen, vom ver­gol­de­ten Rei­ter­stand­bild Au­gust des Star­ken bis hin zu ei­nem Künst­ler­vier­tel mit "In-Knei­pen", Pla­ta­nen­al­leen so­wie der Kunst­hof­pas­sa­ge, die fu­tu­ris­tisch an­mu­ten­de Hinter­hö­fe ver­bin­det, je­der un­ter ei­nem ei­ge­nen Mot­to ste­hend. Hier gibt es auch noch ba­ro­cke, an­sehn­lich re­no­vier­te Stra­ßen­zü­ge, die der Bom­ben­nacht nicht zum Op­fer fie­len.