«La Croix du Sud»

Ein Cam­ping­platz in zen­tra­ler La­ge

Son­nen­auf­gang am Pam­pe­lon­ne: Wir wech­seln von Croix-Val­mer auf den Cam­ping­platz la Croix du Sud, Ra­ma­tu­el­le, weil wir auf Fahr­rad­dis­tanz an Saint Tro­pez her­an kom­men wol­len. Den Wa­gen ste­hen zu las­sen ist ein ho­hes Ziel, und vom Strand von Bou­illa­bai­se aus kann man mit den Rä­dern al­len­falls Ca­va­laire er­rei­chen. Und so hal­te ich an ei­nem Tag, an dem ich ei­ne Run­de um die Halb­in­sel zwi­schen Saint Tro­pez und la-Croix-Val­mer dre­hen kann, Aus­schau nach ei­nem bes­se­ren Stand­ort. Da­bei fah­re ich auch den Cam­ping­platz les Tour­nel­les an, der aber so teu­er ist, dass ich den Um­zug hier­hin als Al­ter­na­ti­ve auf­ge­be. Au­ßer­dem ist der Strand von Pam­pe­lon­ne in der Nä­he des Tour­nel­les am Meis­ten von Al­gen ver­seucht.
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Güns­ti­ger ist und liegt da schon der Croix du Sud, auf dem wir ei­nen et­was en­gen Stell­platz fin­den. Mit un­se­rer spar­ta­ni­schen Aus­rüs­tung tref­fen wir bei un­se­ren meist deut­schen Nach­barn auf ak­ti­ves Mit­leid, so dass wir am En­de so­gar noch ei­nen Cam­ping­tisch er­ben, der ei­gent­lich auf dem Müll hät­te en­den sol­len. Und zu knapp be­mes­se­ne Stro­man­schlüs­se wer­den dank freund­li­cher Hil­fe hin­ter dem Ver­tei­ler aus­ge­gli­chen. Im­mer­hin hat der Platz vier Ster­ne und dar­an lässt die Aus­rüs­tung auch kei­nen Zwei­fel. Mit den ex­zel­len­ten Sa­ni­tär­an­la­gen des Se­lec­tion kommt der Platz aber nicht mit.
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Da­für bie­tet der Cam­ping­platz ne­ben ei­nem schön ge­stal­te­ten Schwimm­bad auch noch in­te­res­san­te Ani­ma­ti­on, so ei­nen Kurz­lehr­gang im Tau­chen, der zu ei­nem Un­ter­was­ser­bild von Bas­ti führt. Da­zu gibt es abends am Re­stau­rant Haus­mu­sik zum Es­sen, zi­vi­le Prei­se, ma­le­ri­sche Son­nen­auf­gän­ge und ei­ne deutsch spre­chen­de Re­zep­ti­on (, was ich nur mä­ßig span­nend fin­de, weil mein Sohn fran­zö­sisch ler­nen soll). Der gro­ße Vor­teil ist die La­ge sie­ben Ki­lo­me­ter vor Saint Tro­pez und zwei bis fünf Ki­lo­me­ter ent­fernt von den Strän­den des Pam­pe­lon­ne, je nach­dem ob man am FKK Strand ba­den will oder lie­ber wei­ter im Nor­den, am Ta­hi­ti. Ist es erst ein­mal ge­lun­gen, die trotz des re­gen Ver­kehrs nicht stö­ren­de Stra­ße zu über­que­ren, so hat man ei­nen Rand­strei­fen für das Fahr­rad zur Ver­fü­gung, auf dem man recht be­quem par­al­lel zum Was­ser fah­ren kann. Zum Strnad hin muss man dann ei­ne der Stich­stra­ßen neh­men. Park­platz­pro­ble­me hat man auf die­se Wei­se nicht - und ge­räu­mi­ge Sat­tel­ta­schen tra­gen al­les, was man zum Ba­den braucht.