Ein klei­nes, deut­sches Ski­ge­biet,
das «Höchs­te im All­gäu».

565 Ki­lo­me­ter ent­fernt von Bonn er­war­ten den Ski­fah­rer 44 weit ver­streu­te Pis­ten­ki­lo­me­ter vom Ne­bel­horn bis ins Klein­wal­ser­tal.

Krähe am Nebelhorn

März 2003

Oberst­dorf

Ne­bel­horn, Fell­horn und Kan­zel­wand

Gondel zum NebelhornDies­mal sind wir zu viert un­ter­wegs für ein ver­län­ger­tes Wo­che­n­en­de. In we­ni­ger als fünf Stun­den bringt uns der VW-Bus von Bonn nach Oberst­dorf. Und na­tür­lich ha­ben an ei­nem Sams­tag um halb acht im Ort noch kei­ne Ge­schäf­te auf, um Ma­te­ri­al zu mie­ten. So was gibt es nur in Deutsch­land.
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Der kes­se Jun­ge vom Ser­vice fragt uns: «Wo woh­nen Sie?». «Dra­chen­fels», ant­wor­te ich wahr­heits­ge­mäß. «Nicht zu Hau­se, hier!», fährt er mich schon fast an: «Gä­stehaus Dra­chen­fels», be­ru­hi­ge ich ihn. Hin­ter dem nicht ge­ra­de ort­s­ty­pi­schen Na­men, Abendstimmung am Nebelhornder auf ei­ne Vor­be­sit­ze­rin zu­rück geht, ver­birgt sich ei­ne ein­fa­che aber sehr or­dent­lich ein­ge­rich­te­te, un­weit des Zen­trums ge­le­ge­ne Pen­si­on mit reich­hal­ti­gem und ab­wechs­lungs­rei­chem Früh­stück, das kei­ne Wün­sche of­fen lässt. Wir wer­den hier zwei Näch­te blei­ben und Mon­tag­abend zu­rück fah­ren.
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Mit der Aus­wahl der Pau­la­ner-Stu­ben zum ers­ten Abend­es­sen ha­ben wir we­ni­ger Glück, die Tisch­de­cke hät­te ein Bad nö­tig ge­habt und das eher rus­ti­ka­le Es­sen ver­dient nur die Be­zeich­nung «ess­bar». Da­für fin­den wir tags drauf beim Grie­chen, El Gre­co, ei­ne aus­ge­zeich­ne­te Kü­che vor.
AV-Hütte Edmund Probst Haus*
Es gibt aber noch vie­le an­de­re Ge­schich­ten über mei­ne ers­te Be­geg­nung mit Oberst­dorf zu be­rich­ten, so die Te­le­fon­an­sa­ge der Tou­ris­ten­in­for­ma­ti­on, die sprach­ge­steu­ert zwi­schen zwei oder drei Menü­punk­ten ver­mit­telt, was erst dann funk­tio­niert, wenn man nach ei­nem ge­schei­ter­ten Ver­such ent­nervt und in fre­chem Ton mit der An­la­ge kom­mu­ni­ziert. Dann der ton­nen­schwe­re Ka­ta­log, der au­ßer Wer­bung nur ge­nau ei­ne Sei­te ent­hält, die mich in­ter­es­siert, und für den zu al­lem Über­fluss um ei­nen frei­wil­li­gen Un­kos­ten­bei­trag von € 3.- ge­be­ten wird. Die in­ter­essan­te Sei­te ist ein we­nig de­tail­lier­ter Lift­plan und das Ori­gi­nal su­che ich lei­der ver­geb­lich. Im­mer­hin funk­tio­niert die Zim­mer­ver­mitt­lung.