Das Ski­ge­biet

Die Schwar­ze 20 (heu­te 44) von Ga­schurn

Nova StobaDas Ski­ge­biet Sil­vret­ta No­va (Lift­plan un­ter berg­fex.at) glie­dert sich in zwei Ber­grücken, an de­ren Flan­ken die Pis­ten lie­gen. All­ge­mein gilt, dass die Pis­ten um so schwe­rer zu fah­ren sind, je mehr Ski­fah­rer sich ein­fin­den. An­ders als Saas Fee oder Zer­matt, wo die Er­reich­bar­keit dem Zustrom ein na­tür­li­ches En­de setzt, füllt sich das Ge­biet bis zur Fas­sungs­gren­ze. Und da im­mer neue Lif­te im­mer mehr Per­so­nen pro Stun­de trans­por­tie­ren, fül­len sich vor al­lem die Pis­ten, auf de­nen ein un­ge­stör­tes Voran­kom­men zeit­wei­se fast un­mög­lich ist.
Silvretta Stausee*
Die Pis­ten sind al­le­samt nicht lang, wenn man von der nur sehr sel­ten fahr­ba­ren Tal­ab­fahrt nach Ga­schurn und der meist of­fe­nen Ab­fahrt nach Gor­tipohl ein­mal ab­sieht. Aber sie ha­ben so das ge­wis­se Et­was. Die Ski­rou­ten Ab­hen­ki­na (im ver­grö­ßer­ten Bild un­ter­halb des Va­li­se­ra Hüs­li schwarz dar­ge­stellt) und Zig­jam las­sen kei­ne Lan­ge­wei­le auf­kom­men, be­son­ders dann nicht, wenn die sehr lan­gen Aus­fahr­ten (Zieh­we­ge) ver­eist sind. Und die Schwar­ze 20 ist ei­ne der steils­ten prä­pa­rier­ten Pis­ten, die wir ken­nen 1. Auch sie hat am En­de die für die No­va cha­rak­te­ris­ti­sche Zieh­we­g­aus­fahrt, wo es dem Snow­boar­der kaum ge­lin­gen wird, oh­ne ei­ne Wan­de­rung her­aus­zu­kom­men. Aber die­se Pis­te schafft ver­schärft Freu­de! Schon auf der Ein­fahrt, die sich weit (aber oh­ne die ge­fürch­te­te Qu­er­nei­gung) am Hang ent­lang win­det, geht es mun­ter zu. Und steht man dann ober­halb des ers­ten Ab­han­ges, dann ist es zu spät für ei­nen ge­ord­ne­ten Rück­zug - dann heißt es nur noch: "Viel Feind, viel Ehr'!!!"
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Links: Das Ski­ge­biet ge­se­hen von der blau­en 5, im Hin­ter­grund sieht man den rech­ten der bei­den Berg­hü­gel mit der Berg­sta­ti­on des Ma­dri­sel­la Schlepp­lif­tes. Die­ser stei­le Dop­pel­schlep­per ist mit­ler­wei­le durch ei­nen 6er-Ses­sel mit Wind­hau­be er­setzt wor­den. Oben auf der Berg­sta­ti­on der Va­li­se­ra be­fin­det sich die Wet­ter­ka­me­ra, die man den Win­ter über be­ob­ach­ten kann. Selbst­ver­ständ­lich wird dort auch je­den Mor­gen im Quar­tier der Fern­se­her (ORF 2) ein­ge­schal­tet. Und es be­glückt na­tür­lich das wei­ße Herz, wenn sich die Block­hüt­te Va­li­se­ra Hüs­li in vol­lem Son­nen­schein zeigt.
Da das Ge­biet güns­tig zur Son­ne liegt, hat man an schö­nen Ta­gen bis zum frü­hen Nach­mit­tag auch fast über­all ge­nug da­von. Und das ist auch gut so, denn die Pis­ten sind um Weih­nach­ten zum Teil so ei­sig, dass selbst die blau­en Pis­ten pech­schwarz wer­den kön­nen. Gera­de die Ab­fahrt von der No­va Sto­ba zur Mit­tel­sta­ti­on der Ver­settla-Gon­del wird dann von vie­len gro­ßen Mai­kä­fern be­völ­kert, die auf dem Rücken dort hin­un­ter rut­schen ...

1 Oh, wie war: Ver­glei­che hier­zu die Stel­lung­nah­me der Berg­bah­nen auf ei­ne An­fra­ge. Die Pis­te trägt heu­te die Num­mer 44.