Ski­ge­biet Sankt An­ton

Das Ski­ge­biet Gam­pen/Ka­pall

GampenDie Pis­ten um den Ka­pall die­nen wohl eher der Ver­tei­lung der Ski­fah­rer auf ein grö­ße­res Ge­biet, als dass sie auf­re­gen­de, neue Pis­ten auf­wei­sen. Da­ran än­dert auch die Be­kannt­heit des Kan­da­har­ren­nens nichts, das vom Gal­zig zum Ka­pall ge­wech­selt hat. An­de­rer­seits sind die stei­len und oft ver­eis­ten Pis­ten ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung und auch der Sla­lom­hang hat so sei­ne Rei­ze, wenn er glatt prä­pa­riert ist, wie Ste­fan Raab bei sei­nem «Schlag den Raab» Ski­ren­nen zu spü­ren be­kom­men hat.
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Ei­ne der we­sent­li­chen Neue­run­gen der letz­ten Jah­re ist die In­be­trieb­nah­me der Nas­se­rein­bahn, ei­ner 8er-Gon­del zum Gam­pen, die zu­sam­men mit ei­nem 6er-Ses­sel die al­te Stand­seil­bahn zum Ka­pall er­setzt und trotz lan­ger Schlan­gen für kur­ze War­te­zei­ten sorgt. Auch die Ski­bus­se ha­ben sich der neu­en Si­tua­ti­on an­ge­passt: Von Flirsch und Pett­neu aus fah­ren ei­ni­ge Bus­se nur noch zur Nas­se­rein­bahn. Wer zur Gal­zig­bahn will, der muss um­stei­gen.
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Wir ha­ben es aber auch schon er­lebt, dass die Nas­se­rein­bahn die ein­zi­gen of­fe­nen Pis­ten er­schließt. Bei Sturm und star­kem Schnee­fall sind schon früh Schindler­grat, St. Chri­stoph und Ar­len­mäh­der­lift ge­schlos­sen und man war auf die Ach­se Gam­pen/Feld­herrn­hü­gel­lift an­ge­wie­sen, wenn man über­haupt fah­ren woll­te. Nach wie vor lie­be ich «Schnee aus ho­hen Wol­ken», was aber auch hei­ßen kann, dass man nur ei­ne ein­zi­ge Pis­te fah­ren kann - und das ist dann we­gen der ge­schütz­ten La­ge und der ge­rin­gen Wind­em­pfind­lich­keit die Ab­fahrt vom Gam­pen nach Nas­se­rein.
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Viel­leicht wür­de ich zum Ka­pall sel­ten hoch­fah­ren, aber es gibt ei­nen Grund, warum man es den­noch tun soll­te. Denn von hier oben gibt es ei­ne in­ter­essan­te Va­ri­an­te, ei­ne Art «Nor­mal­weg», der am En­de des obe­ren Drit­tels in das Mat­tun­kar hin­ein führt. Man er­reicht den Ein­stieg ent­we­der über ei­nen Zieh­weg oder über ei­ne aben­teu­er­lich stei­le, selbs­t­er­nann­te Ski­rou­te, in­dem man den 6er-Ses­sel am Ka­pall nach links aus­stei­gend ver­lässt ein­fach senk­recht den Berg hin­un­ter­fährt.