Der Rhein

Die Faszination eines großen Flusses

Nebel am RheinDer Rhein ist ein deutscher Mythos. Seine Größe hat Dichter und Denker angeregt, Kaiserreich und Nazideutschland haben ihn für Propagandazwecke missbraucht, seine engen Schluchten südlich von Koblenz haben Reisende in ihren Bann gezogen und die Industrie hat auf seine Qualitäten als Transportweg und Lifereant von Kühlwasser für atomare und konventionelle Kraftwerke Wert gelegt. Entstanden in Jahrmillionen durch eigene Kraft und die tektonische Absenkung des Rheintalgrabens, liegt er heute etwa 6000 m unterhalb seines früheren Niveaus. Weniger spektakulär erscheinen da die heutigen Dimensionen. Die obere Rheinterrasse, also die Höhe der Ville, wird vom neuen Posttower bereits überragt.
Petersberg am frühen Morgen*
Am Morgen ist der Rhein aber etwas ganz anderes als ein Mythos. Er ist einfach schön. Ob in Nebel gehüllt oder in das Gegenlicht einer gleißenden Sonne getaucht, der Spaziergänger wird diesen besonderen Anblick genießen. Der Steuerzahler hat den Gebäudekomplex zunächst mit über 200.000.000 DM restaurieren lassen, damit er Staatsgästen als angemessenes Domizil diene, dann zogen die Initiatoren dieser traumhaften Geldverschwendung nach Berlin. Das Gästehaus des Bundes wurde zu einem Hotel umfunktioniert, dessen Ruf aber nie wieder an alte Zeiten anknüpfen konnte, auch wenn Michael Schumacher hier standesgemäß geheiratet hat.
Petersberg am Abend*
Links: Der Petersberg am Abend über der Kulisse von Königswinter. Der Ort gilt als Mekka der Kegelvereine und aus den Kneipen dringt schon am Nachmittag diese eigentümliche Musik, die besser sofort verboten würde. Leider will man diese Musik nun auch noch durch Quoten schützen, so wie man die «Quotenfrau» lange Jahre in die Domäne der Männer eingeschleust hat. Ich unterstütze das Unterfangen nicht, weil ich glaube, dass man ohne die nötige Menge Alkohol nicht in der Lage ist, dieses Gesäusel zu ertragen. Und dabei sind wir doch gerade dabei, den Alkoholkonsum der Jugendlichen zu reduzieren.