GPS Na­vi­ga­ti­on

Zur Ge­schwin­dig­keits­mes­sung auf Ski­pis­ten

GPS - Garmin Geko 201Um den GPS Emp­fän­ger Gar­min ge­ko 201, der von Hau­se aus ei­ne ge­norm­te Was­ser­dich­tig­keit be­sitzt, auf ei­ner Ski­pis­te ein­setz­ten zu kön­nen oh­ne ihn zu ver­lie­ren oder zu zer­stö­ren, ha­ben wir ei­ne Ta­sche für ein Mo­bil­te­le­fon mit Sty­ro­por pas­send aus­ge­legt, an der Ober­sei­te auf­ge­schnit­ten und die Schnitt­stel­len mit Ge­we­be­band ver­klei­det. Das Etui wur­de an ei­nem hier­für vor­ge­se­he­nen Band an ei­nem der Trä­ger ei­nes Ruck­sacks et­wa in Hö­he des Kra­gens be­fes­tigt. GPS Emp­fän­ger brau­chen freie Sicht zum Sa­tel­li­ten! Und so ver­wun­dert es nicht, dass die Ge­nau­ig­keit sehr stark von der Ho­ri­zont­frei­heit des Beo­b­ach­tungs­stand­ortes ab­hängt. Da­zu spä­ter mehr.

Ein wei­te­rer Aspekt ist die auf der Pis­te ge­fah­re­ne Ge­schwin­dig­keit. Der von uns be­nutz­te GPS Emp­fän­ger kennt ei­nen Mo­dus zum Spa­ren von Ener­gie. Lei­der hat sich die­ser Mo­dus als für die Be­stim­mung der Ge­schwin­dig­keit völ­lig un­brauch­bar er­wie­sen, da da­bei die an­ge­zeig­te Ma­xi­mal­ge­schwin­dig­keit we­der mit der ge­fühl­ten noch mit der in Grin­del­wald tat­säch­lich ge­fah­re­nen Ge­schwin­dig­keit über­ein­stimm­te. So wies das Gerät bis zu 109 km/h aus, al­ler­dings nicht bei of­fen­sicht­lich schnel­ler Fahrt! Nach dem Um­schal­ten in den Nor­malm­odus wur­den kei­ne Aus­rei­ßer mehr in der Ma­xi­mal­ge­schwin­dig­keit fest­ge­stellt. In Val­tour­nen­che, Zer­matt und Zürs ha­ben wir ver­läss­li­che Wer­te auf lan­gen, frei­en Pis­ten er­mit­telt: 110 km/h für Ski und 100 km/h für das Snow­board. Wir be­to­nen an die­ser Stel­le aber auch, dass un­se­re Rei­se­ge­schwin­dig­keit le­dig­lich bei et­wa 30 km/h liegt. Ho­he Ge­schwin­dig­kei­ten fah­ren wir nur bei zu­ver­läs­sig frei­er Pis­te und (zur ei­ge­nen Si­cher­heit) auf sorg­fäl­tig prä­pa­rier­ten Ab­fahr­ten!
Wir konn­ten fest­stel­len, dass die Tem­po­mess­stre­cke am Han­negg­schuss in Grin­del­wald nur 220 m lang ist, wes­halb sich dort ge­ne­rell kei­ne be­son­ders ho­hen Ge­schwin­dig­kei­ten er­rei­chen las­sen. Man mag uns auch zu­gu­te hal­ten, dass der Ge­schwin­dig­keits­welt­re­kord für Skier bei Tem­po 250 liegt, für Snow­boards bei Tem­po 203, bei­de ge­fah­ren auf dem «ki­lomètre lan­cé» von Les Arcs.

GPS - Garmin Geko 201Nicht nur zur ei­ge­nen Si­cher­heit soll­te man ho­he Ge­schwin­dig­kei­ten be­son­ders ru­hig an­ge­hen, denn be­wegt man das Gerät durch Dre­hen der Schul­ter, so kann dar­aus ei­ne Ge­schwin­dig­keit von zwei bis drei Stun­den­ki­lo­me­tern re­sul­tie­ren, die die ge­fah­re­ne Ge­schwin­dig­keit über­la­gert. Ei­ne hal­be Dre­hung im Stand weist die­sen Wert aus.

Wer sei­nen Emp­fän­ger auf das Spei­chern ho­her Da­ten­ra­ten ein­stellt, der darf sich nicht wun­dern, dass er Bat­te­ri­en «frisst» wie ein Pferd das Heu. Man tut al­so gut dar­an für ei­nen Tag zwei Sät­ze à zwei Bat­te­ri­en vor­zu­hal­ten. An gu­ten Ta­gen kommt man mit ei­nem Satz viel­leicht so­gar hin, aber Bat­te­rie­wech­sel un­ter­wegs ist eher Stan­dard.