Un­ter dem Akronym GPS (Glo­bal Po­si­tio­ning Sys­tem) ver­steht man die Be­stim­mung der ak­tu­el­len Po­si­ti­on im Raum durch Aus­wer­tung von Si­gna­len, die von spe­zi­ell zu die­sem Zweck ge­bau­ten Sa­tel­li­ten aus­ge­sandt wer­den. Hand­li­che GPS Emp­fän­ger er­lau­ben es heu­te, mit ge­rin­gem Auf­wand und oh­ne tiefe­res ma­the­ma­ti­sches Ver­ständ­nis ei­ge­ne, nicht­amt­li­che Ver­mes­sun­gen durch­zu­füh­ren.
Die fol­gen­den Sei­ten be­schrei­ben die Nut­zung der GPS Tech­nik zur Be­stim­mung von Pis­ten­län­gen, der Aus­wer­tung mit­tels Soft­wa­re und der Prä­sen­ta­ti­on im HTML- und KML-For­mat.
GPS all­ge­mein: Ein­satz, Emp­fän­ger, Koor­di­na­ten, Ge­nau­ig­kei­ten
GPS - Garmin Geko 201 Be­vor man sich an die Auf­ga­be macht, ein Ski­ge­biet mit­tels GPS Emp­fän­ger zu ver­mes­sen, soll­te man sich die Fra­ge stel­len, wel­che Ge­nau­ig­kei­ten sich mit GPS Gerä­ten er­zie­len las­sen, die in Form und Grö­ße mit Mo­bil­te­le­fo­nen kon­kur­rie­ren kön­nen. Wie be­fes­tigt man das Gerät un­ter den ge­ge­be­nen Um­stän­den so si­cher, dass es auch bei schnel­ler Fahrt und spek­ta­ku­lä­ren Stür­zen nicht bis zum nächs­ten Früh­jahr im tie­fen Schnee ver­sinkt.
Un­se­re ers­ten Er­fah­run­gen mit der Ver­mes­sung des Ski­ge­biets von Zer­matt  ha­ben er­staun­li­che Er­geb­nis­se zu Ta­ge ge­för­dert, al­len vor­an der Be­weis der ge­ne­rel­len Tau­lich­keit - nicht nur hin­sicht­lich der Be­stim­mung der La­ge son­dern auch der Hö­he und, wenn man den Emp­fän­ger kor­rekt kon­fi­gu­riert, auch im Hin­blick auf die ge­mes­se­ne Ma­xi­mal­ge­schwin­dig­keit. All die­se Fra­gen wer­den auf den tech­ni­schen Sei­ten be­leuch­tet.

Mitt­ler­wei­le gibt es auch ers­te Er­fah­run­gen zur Strom­ver­sor­gung per Na­ben­dy­na­mo in Kom­bi­na­ti­on mit dem E-Werk von Busch+Mül­ler. Zu­sam­men mit dem Puf­ferak­ku, den man se­pa­rat er­wer­ben muss, konn­te ich 2 Ho­lux GPSport 245 und ei­nen Gar­min Da­ko­ta 20, der oh­ne Puf­ferak­ku gar nicht läuft, zu­ver­läs­sig gleich­zei­tig be­trei­ben. Es gibt ei­ne als USB-Werk be­zeich­ne­te Ver­sion, in die ein klei­ner Puf­ferak­ku in­te­griert ist, die aber nicht an die Leis­tung das E-Werks her­an kommt. An die­ser Stel­le ein großes Lob an den Her­stel­ler, der kei­ne Phra­sen drischt son­dern auf der Sei­te über das USB-Werk ei­ne sehr ge­naue Dar­stel­lung des­sen gibt, was der Kun­de er­war­ten kann. Die Kom­bi­na­ti­on USB-Werk und se­pa­ra­ter Puf­ferak­ku wird nicht un­ter­stützt.

GNavigia: GPS Na­vigati­ons­da­ten inter­ak­tiv aus­wer­ten
GPS Tracks
Ich hat­te das Pro­gramm GNavigia, ge­spro­chen «Na­vi'gia», ein­zig und al­lein zu dem Zweck ent­wi­ckelt, Mi­cro­soft .NET und ei­ni­ge sei­ner et­wa 8000 Klas­sen ken­nen­zu­ler­nen und mit und an ei­ner ein­fa­chen Appli­ka­ti­on Din­ge aus­zu­pro­bie­ren, die man als Pro­gram­mie­rer ken­nen soll­te, zu de­nen man an ei­nem aus­ge­füll­ten Ar­beits­tag aber nicht kommt. Be­gon­nen im April 2006 ist dar­aus im Lau­fe der Zeit ein Pro­gramm ent­stan­den, das GPX und KML-Datei­en le­sen und Tracks, Track- und Weg­punk­te in ei­ner ty­pi­schen Mehr­fens­ter­um­ge­bung (MDI) ver­wal­ten kann. Das we­sent­li­che Kenn­zei­chen aber ist die Ob­jekt­bil­dung, die es er­laubt, so kom­ple­xe Zu­sam­men­hän­ge aus­zu­wer­ten wie die Tras­sen­füh­rung in ei­nem Ski­ge­biet. Das Er­geb­nis lie­fert letzt­lich den Lift­plan, des­sen Dar­stel­lung in Goo­gle Earth und die Be­rech­nung des «tanupi­ki1-Wer­tes». Ein­zel­hei­ten er­läu­tert die durch­aus se­ri­öse, wenn auch nicht im­mer biererns­te Do­ku­men­ta­ti­on. Le­sen Sie sie un­be­dingt vor dem Down­load!

Landkarte GNavigia kann Land­kar­ten auf der Ba­sis von OSM-Daten dru­cken.  Zu­dem gibt es ei­ne Be­schrei­bung, wie man Hin­ter­grund- und Hö­hen­da­ten off­li­ne nut­zen kann, in­dem man ei­ne ei­ge­ne Da­ten­bank auf dem Rech­ner auf­baut. Ei­ne Ver­sion, die di­rekt auf die Ser­ver des OpenStreetMap-Pro­jekts zu­grei­fen kann und an­sehn­li­che Bil­der lie­fert, wie die Dar­stel­lung der Rad­tour zum Nord­kapp zeigt, gibt es mitt­ler­wei­le auch. Zwar geht das nur, wenn der Be­nut­zer min­des­tens 500 MB Zwi­schen­spei­cher (Ca­che) zu­lässt, aber das dürf­te heu­te kein Ar­gu­ment mehr sein. Ei­ne da­mit er­stell­te Kar­te des Ski­ver­bunds sieht dann auch schon ganz an­ders aus.

Das Fo­to zeigt die Kar­te des Ski­ver­bun­des Pa­ra­di­ski und das Gerät, mit dem die Da­ten 2007 auf­ge­zeich­net wur­den. Durch die Hö­hen­li­ni­en gut zu er­ken­nen: Das Tal, das die bei­den Ge­bie­te von­ein­an­der trennt und der Va­noi­se Ex­press, der es über­spannt.

1 tanupi­ki: tatsäch­lich nutz­ba­re Pistenkilo­me­ter.