Die «Kam­pa­gne 2017» steht im Zei­chen der neuen Lift­ver­bin­dung von Sankt An­ton mit Zürs, dem Tor nach Lech. (Über die Mess­er­geb­nis­se in­for­miert der Ab­schnitt weiter unten.) Die Dis­kus­sion um ge­lo­ge­ne Pis­ten­ki­lo­me­ter hat ihre Spu­ren hin­ter­las­sen und hat, an­ders als in einer Dik­ta­tur, wo man Fak­ten weg­be­feh­len kann, auch das Ein­len­ken bei den Ver­ant­wort­li­chen be­för­dert. Die Zahl der Pis­ten­ki­lo­me­ter ist von 350 auf 305 herab ge­setzt wor­den. Wer Ski­rou­ten nicht scheut und Tann­egg, Rif­fel II, Schind­ler- und Mat­tun­kar fährt, kann tat­säch­lich etwa 270 km nut­zen. Wich­ti­ger als die­se guten Zah­len ist aber die Tat­sache, dass man nun kei­nen Bus­trans­fer mehr be­nö­tigt und nach 5 Mi­nuten Fahr­zeit an der Mit­tel­sta­tion der Tritt­kopf­bahn in Zürs aus­steigt. Dass man ent­weder ein Stück berg­auf lau­fen oder über eine (re­la­tiv ein­fa­che) Ski­rou­te ab­fah­ren muss, wenn man sich nicht in die War­te­schlan­ge zum Tritt­kopf ein­rei­hen will, ist si­cher nur eine vor­über­ge­hen­de Er­schei­nung.

Ver­let­zungs­be­dingt fah­re ich im April 2016 in Zer­matt nicht Ski, aber die­je­ni­gen Mit­glie­der der Fa­mi­lie, die fah­ren, be­schwe­ren sich über den neu­en Hir­li Lift, einen völ­lig über­di­men­sio­nier­ten 7er-Ses­sel. (So be­zeich­nen wir 6er-Ses­sel, in die man seit­wärts ge­gen die Fahrtrich­tung ein­steigt, weil die Kin­der in Grin­del­wald in ei­nem bau­glei­chen Lift be­reits ein­mal zu siebt ge­fah­ren sind.) Ei­ne gru­se­li­ge, stei­le, bei ei­si­gen Ver­hält­nis­sen schwe­re Zu­fahrt von der wei­ßen Per­le, die zu al­lem Über­fluss auch noch ei­ne Fahr­stra­ße kreuzt, und ei­ne un­prak­ti­sche Kin­der­si­che­rung ver­lei­ten mei­nen Schwie­ger­sohn zu dem Satz: «Was soll ei­ne sol­che Kon­struk­ti­on be­wir­ken, wenn es im wei­ten Um­kreis kei­ne kind­ge­rech­te Pis­te gibt?»
Zu­dem wird man Ried auf­ge­ben und da­mit ei­ne der längs­ten und schöns­ten Ab­fahr­ten des Ski­ge­biets. Ei­ne neue Stre­cken­füh­rung, die hin­ter dem frü­he­ren Olym­pia-Stüb­li auf die un­an­sehn­li­che Be­ton­über­bau­ung mün­det, ver­bin­det Pat­rul­lar­ve und Sun­neg­ga, al­ler­dings nicht mehr so schnee­si­cher wie wir das bis­her kann­ten.

«Megè­ve? Ein Ski­ge­biet? Wo liegt denn das?» Mehr als ei­ne gu­te Fra­ge, die wir jetzt de­tail­liert be­ant­wor­ten kön­nen: «Megè­ve ist das größ­te in Deutsch­land un­be­kann­te Ski­ge­biet Frank­reichs, 30 km nord­west­lich von Cha­mo­nix ge­le­gen.» Zu­sam­men mit Saint Ger­vais, Com­bloux, St. Ni­co­las-de-Véro­ce, La Gi­et­taz und dem nur mit dem Au­to er­reich­ba­ren Ge­biet von Les Con­ta­mi­nes/Hau­te­lu­ce wird es un­ter dem Na­men Do­mai­ne Éva­si­on ge­führt. Mit no­mi­nell 420 Pis­ten­ki­lo­me­tern wird es nur noch von Pa­ra­di­ski und den 3 Vallées über­trof­fen. Das muss­ten wir nach­mes­sen!
Aber noch be­vor wir die tat­säch­lich nutz­ba­ren Pis­ten­ki­lo­me­ter ken­nen (240 ge­fah­ren), zie­hen wir das Re­sü­mee: «Ein groß­ar­ti­ger Ski­ur­laub in ei­nem tra­di­ti­ons­rei­chen und aus­ge­dehn­ten Ski­ge­biet, in dem der Mont Blanc das Pa­n­ora­ma be­herrscht.» Frank­reich, wie­der ein­mal ganz, ganz an­ders! Hier un­se­re
Ge­schich­te, die zu­dem als ers­te für die Lek­tü­re per Smart­pho­ne op­ti­miert wur­de.

«Wer hat die längs­te?» ist der nicht ge­ra­de ge­nia­le Ti­tel im SPIEGEL 47/2015, in dem das Blatt die Lü­gen­ge­schich­ten über Pis­ten­län­gen auf­greift, dies­mal mit dem Hin­weis auf ei­ne Per­son, Chri­stoph Schra­he, die an­geb­lich die Län­gen ge­nau ken­ne und die­se aus di­gi­ta­len Kar­ten, Goo­gles Kar­ten­ser­vice usw. so­wie ei­ge­nen Ver­mes­sun­gen nach­ge­rech­net ha­be. Über das Phä­no­men der tat­säch­lich nutz­ba­ren Pis­ten­ki­lo­me­ter ha­ben wir schon vor ei­ni­ger Zeit ge­schrie­ben. Er­staun­li­cher Wei­se be­rech­net auch die­se «un­ab­hän­gi­ge In­stanz» für Saal­bach-Hin­ter­glemm-Fie­ber­brunn Pis­ten­län­gen, die nie­mals stim­men kön­nen, es sei denn, dass dort «Ski­schul­pis­ten­ki­lo­me­ter» be­rech­net wur­den, bei de­nen An­fän­ger oh­ne Mü­he die Di­stan­zen ver­dop­peln.
(Mein Le­ser­brief an den SPIEGEL ging in den Er­eig­nis­sen von Pa­ris un­ter. Das ist ver­ständ­lich. Er en­det fol­ge­rich­tig mit dem Satz: «Wäh­rend der An­schlä­ge auf Char­lie Heb­do war ich in Flai­ne. Heu­te schrei­be ich am Tag nach den An­schlä­gen von Pa­ris. Mein Mit­ge­fühl ist mit den Fran­zo­sen, de­ren über­aus groß­ar­ti­ge Ski­ge­bie­te ich re­gel­mä­ßig be­rei­se.»)
Nun, wir ha­ben die An­ga­ben von Saal­bach nach­ge­prüft. Drei Kam­pa­gnen wa­ren nö­tig, um das seit 2016 um Fie­ber­brunn er­wei­ter­te Ge­biet zu ver­mes­sen. Zwar ver­kürzt ein Sturz un­se­ren Auf­ent­halt im Fe­bru­ar 2016 von 7 auf 5 Ski­ta­ge, aber da ha­ben wir schon prak­tisch al­le Zie­le er­reicht. Am En­de rei­ben wir uns ver­wun­dert die Au­gen und stel­len fest, dass wir 206 km kon­tie­ren kön­nen und nur knapp 10 feh­len dürf­ten, u. a. die Ski­rou­te «Big du­de» und die Tal­ab­fahrt Schön­lei­ten. Hal­ten wir 270 an­ge­ge­be­ne Pis­ten­ki­lo­me­ter an, so wä­ren da­mit 80% fahr­bar - ein sehr gu­ter Wert.
Das Ge­gen­teil ist Sankt Mo­ritz. Auch wenn wir 2010 in die­sem Ge­biet den mit Ab­stand span­nends­ten Ski­ur­laub al­ler Zei­ten ver­bracht ha­ben, der von ei­nem fes­ten Quar­tier aus­ging, muss ich nach Dis­kus­sio­nen im Al­p­in­fo­rum und kri­ti­schem Blick in un­se­re Un­ter­la­gen zu­ge­ben, dass von 350 an­ge­ge­ben Pis­ten­ki­lo­me­tern nur et­wa 40% üb­rig blei­ben, ein Ne­ga­tivre­kord.

An die­ser Stel­le muss auch er­wähnt wer­den, dass mich die von User Ro­gerWil­co ver­öf­fent­lich­te Ge­schich­te über einen Tag am Son­nen­kopf, den der Arl­berg si­cher in sei­nen Pis­ten­ki­lo­me­tern ein­ge­preist hat, da­zu ver­an­lasst hat, das Ge­samts­ki­ge­biet Arl­berg noch ein­mal un­ter die Lu­pe zu neh­men, mit ei­nem sehr po­si­ti­ven Aus­gang für Sankt An­ton: Am En­de kann ich zu­sam­men mit der «Kam­pa­gne 2017» 263 km zwei­fels­frei nach­wei­sen. Wä­re Warth/Schrö­cken nicht so weit ne­ben dem Soll, wä­re die Bilanz si­cher noch bes­ser aus­ge­fal­len als die, dass tat­säch­lich 90% der of­fi­zi­el­len an­ge­ge­be­nen Pis­ten­ki­lo­me­ter zu­sam­men kom­men. Bes­ten Dank an die­ser Stel­le für die GPX-Datei, die prak­tisch al­les er­schließt, was der Son­nen­kopf zu bie­ten hat.
Aber klar ist auch: Oh­ne die Ski­rou­ten sind es zahl­lo­se Pis­ten­ki­lo­me­ter we­ni­ger, näm­lich 210 oder knapp 70%! Wer wirk­lich läs­sig vie­le Pis­ten fah­ren will, ist in Megè­ve deut­lich bes­ser auf­ge­ho­ben. Nur in den 3 Vallées konn­te ich an 6 Ta­gen mehr «nicht dop­pelt ge­fah­re­ne Pis­ten­ki­lo­me­ter» ein­sam­meln, und das mit dem Snow­board!

Win­ter 2014/15: Wir be­su­chen den Wil­den Kai­ser von Kitz­bü­hel/Kirch­berg aus. Ex­trem stei­le Pis­ten um Wes­ten­dorf und groß­ar­ti­ge Ski­rou­ten run­den ab, was (erst) zu­sam­men mit dem Nach­bar­ge­biet ein groß­ar­ti­ges Bild er­gibt: Der Ski­pass Kitz­bü­he­ler Al­pen. Bei­de Ge­bie­te sind auf­grund ei­nes fai­ren Preis­mo­dells und gu­ter Ski­bus­ver­bin­dun­gen durch­aus sinn­voll und «zu­sam­men­hän­gen­d» be­fahr­bar. Und so ver­mes­sen wir 220 km an 7 Ta­gen; mehr konn­ten wir in Ös­ter­reich nir­gend­wo sonst fah­ren. In die­sem Ur­laub, wie auch in May­r­ho­fen zu­vor, grei­fe ich wie­der zum Snow­board. So er­rei­che ich letzt­lich mein Ziel, ein Jahr Snow­board zu fah­ren.
(Tat­säch­lich frag­te mich je­mand, was ich da­mit mei­ne. «Wie vie­le Ta­ge hat ein Jahr?», ent­geg­ne­te ich.)

Im De­zem­ber be­ginnt die Sai­son oh­ne Schnee in Sankt An­ton, so­dass wir erst­ma­lig einen Ski­tag aus­fal­len las­sen und da­nach je­den Tag nach Ischgl fah­ren. Nach dem schlep­pen­den Start hät­te ich je­den für ver­rückt er­klärt, der mir 31 Ski­ta­ge pro­phe­zeit hät­te.
   Im Ja­nu­ar rei­se ich nach 20 Jah­ren erst­mals wie­der nach Flai­ne. Trotz dün­ner Schnee­de­cke er­le­be ich einen Ur­laub auf Ski­ern, bei dem es dar­um geht, ver­klei­de­ten Eng­län­dern mit schlech­tem Fahr­ver­mö­gen aus dem We­ge zu ge­hen. Mein Sohn ver­wen­det viel Zeit dar­auf, mei­nen Fahr­stil zu ver­bes­sern. Da­nach be­rei­se ich mit mei­ner Frau die Zil­ler­ta­ler Al­pen, die aber im di­rek­ten Ver­gleich mit Kitz­bü­hel/Wil­der Kai­ser trotz ei­ni­ger net­ter Pis­ten nicht über­zeu­gen kön­nen. Wir be­schlie­ßen das Jahr nach al­ter Tra­di­ti­on im Früh­ling in Zer­matt. Traum­haf­te Schnee­ver­hält­nis­se am Stock­horn und die täg­li­che Run­de durch al­le drei Ge­biets­tei­le mit fet­ten Ab­fahr­ten im Sulz­schnee sind Kenn­zeich­nen die­ser Rei­se. Ei­ner jun­gen Da­me, Ma­rie, zei­ge ich am Furgg­sat­tel, wie leicht es sich mit eng ge­führ­ten Ski in tie­fem Schnee fährt. Lei­der ge­lingt es mir trotz di­ver­ser Ver­su­che nicht, mit Ski­ern die Ge­schwin­dig­keit auf über 90 k­m/h zu schrau­ben. Bei 88,6 k­m/h ist Schluss.

Je­de Sport­art und je­des Hob­by kennt «Jahr­hun­der­ter­eig­nis­se»: Die Ski­sa­fa­ri 2013, die mit ei­nem Top-Event en­det, dem Flug mit Air Zer­matt zum Mon­te Ro­sa. Auf die­ser Rei­se fah­ren wir u. a. nach la Gra­ve und durch das Vallée Blan­che von Cha­mo­nix, ei­ne groß­ar­ti­ge, hoch­al­pi­ne Tour durch die Glet­scher­welt des Mont Blanc. Oder die 110 Pis­ten­ki­lo­me­ter, die un­ser Sohn an ei­nem ein­zi­gen Tag in Zer­matt hin­ge­legt hat so­wie die Tem­po 100 Fahrt mit dem Snow­board. Aber all das wird in den Schat­ten ge­stellt von ei­ner Ski-Nacht im Ja­nu­ar 2010 an der Dia­vo­lez­za, Sankt Mo­ritz. Ski fah­ren bei Voll­mond, im Rä­to­ro­ma­ni­schen als Glü­na Plai­na be­zeich­net. Über meh­re­re Stun­den. 900 Hö­hen­me­ter und fünf Pis­ten­ki­lo­me­ter so oft man es un­ter den skur­ri­len Licht­ver­hält­nis­sen aus­hält.

Der Autor Wir be­trach­ten die zahl­rei­chen Bil­der und aus­führ­li­chen Be­rich­te auf die­ser Sei­te als einen Bei­trag zum «Skic­lub Bin­gen 1930 e.V. im In­ter­net». Dort ha­be ich Ski fah­ren ge­lernt, mei­ner Frau zu­lie­be, bin mit dem Club be­reits im ers­ten Jahr nach Frank­reich ge­fah­ren und ha­be vie­le Jah­re spä­ter die fran­zö­si­schen Ski­ge­bie­te wie­der­ent­deckt. Sie er­le­ben bei uns ei­ne Re­naissance! Wer vom Ski fah­ren re­det und die Trois Vallées nicht kennt, spricht, selbst wenn er ehr­lich ist, nur die hal­be Wahr­heit.


Zermatt - Monte Rosa 20139.-15. März 2013: Die­se Rei­se wird auf im­mer einen Spit­zen­platz un­ter un­se­ren Er­leb­ni­s­ur­lau­ben ein­neh­men. Oh­ne ei­ne Un­ter­kunft ge­bucht zu ha­ben fah­ren mein Sohn und ich in der Nacht nach Frank­reich. Die Zie­le die­ser Rei­se sind La Gra­ve, les Deux Al­pes, l'Alpe d'Huez und das Vallée Blan­che von Cha­mo­nix. Hö­he­punkt ist der Hub­schrau­ber­flug mit Air Zer­matt zum Mon­te Ro­sa. Die Ge­schich­te ver­bin­det die Ein­zel­ge­schich­ten und ge­währt einen Ein­blick in das Aben­teu­er ei­ner Rei­se­bu­chung aus dem Au­to. Unab­ding­bar für das Ge­lin­gen sind Glück mit dem Wet­ter, ei­ne Kre­dit­kar­te und ein Mo­bil­te­le­fon. Hier die Ge­schich­te, die wir der Tat­sa­che ver­dan­ken, dass wir den Wet­ter­be­richt grund­sätz­lich igno­rie­ren. Ein Jahr spä­ter wer­de ich der Sto­ry ei­ne wei­te­re Ku­rio­si­tät hin­zu­fü­gen kön­nen.
Les 3 Vallées - SaulireDie drit­te Ski­wo­che mei­nes Le­bens führ­te mich im April 1994 in das mit wei­tem Ab­stand größ­te zu­sam­men­hän­gen­de Ski­ge­biet der Al­pen, die Trois Vallées. Schon da­mals hat­te ich den Ein­druck, dass es vor al­lem ein Ge­biet mit mit­tel­mä­ßig span­nen­den Pis­ten ist. Die­ser Ein­druck hat sich be­stä­tigt, so wie auch der, dass Mot­ta­ret das ei­gent­li­che Herz die­ser ein­zig­ar­ti­gen Skischau­kel ist. Dass auch gu­te Fah­rer auf ih­re Kos­ten kom­men, liegt nicht zu­letzt an den ge­wal­ti­gen Ent­fer­nun­gen, die man hier an ei­nem Tag zu­rück­le­gen kann. Am längs­ten Tag der Rei­se zeich­net der GPS-Emp­fän­ger feh­ler­be­rei­nigt 62 Pis­ten­ki­lo­me­ter und 12200 Hö­hen­me­ter auf.

version françaiseAprès 14 ans, je suis re­tourné dans le plus grand do­mai­ne skia­ble des Al­pes, les Trois Vallées dans le cœur des Al­pes de Sa­voie. Mon fils a tra­duit l'histoire en français.

Les 3 Vallées - SaulireNach der aus­führ­li­chen Be­schrei­bung, den vie­len neu­en Bil­dern, der um­fang­rei­chen Do­ku­men­ta­ti­on per GPS so­wie der Über­set­zung ins Fran­zö­si­sche woll­te ich die Drei Tä­ler ru­hen las­sen. Aber da ich im Ja­nu­ar nicht al­le Pis­ten ver­mes­sen konn­te, fah­ren wir über Weih­nach­ten 2008 als Fa­mi­lie ins Herz der 3 Vallées, nach Méri­bel-Mot­ta­ret: «Wie kannst Du nur schrei­ben, dass das ein ein­fa­ches Ski­ge­biet sei!?», be­klagt sich mei­ne Frau. Aber nach ei­nem Jahr auf zum Teil schwe­ren Pis­ten fällt auch ih­re Ein­schät­zung auf­grund der Rei­se nun et­was an­ders aus.
Im Ja­nu­ar 2013 bin ich wie­der mit dem Skic­lub Bin­gen dort: 84 km (14000 Hö­hen­me­ter) am längs­ten Tag und 72,5 km im Durch­schnitt sind die Kenn­zah­len die­ser 6 Ta­ge. 2014 ste­he ich an der Stel­le, an der Mi­cha­el Schu­ma­cher ei­ne Wo­che zu­vor ver­un­glückt war; aber mein Au­gen­merk gilt dem Grand Cou­loir mit sei­nen max. 80% Ge­fäl­le.
4 Vallées
Man­chem Ski- und Snow­board­fah­rer gel­ten die 4 Vallées als das schwers­te Ski­ge­biet der Al­pen. Wer ein­mal durch den stei­len Pfei­ler rechts der Gon­del vom Mont Fort ab­ge­fah­ren ist, der hat ei­ne Vor­stel­lung da­von, was da­mit ge­meint ist. Es ist zu­gleich das ein­zi­ge große Ski­ge­biet, in dem we­sent­li­che Ver­bin­dungs­stre­cken aus­schließ­lich Ski­rou­ten sind, ei­ni­ge be­ein­dru­ckend schwie­rig. Die­se Ab­schnit­te sind na­tur­be­las­sen und nicht be­schneibar. Da­her le­ben das Ge­biet und sei­ne Ge­schich­ten von fri­schem Schnee.
L'Alpe d'Huez
1997: Ein Ski­ge­biet von au­ßer­ge­wöhn­li­chem Reiz zu ei­ner Zeit mit au­ßer­ge­wöhn­lich we­nig Schnee: L'Al­pe d'Huez. Vie­len bes­ser be­kannt als häu­fi­ge Ber­gan­kunft der Tour de Fran­ce, hat die­ser Or­t  doch noch et­was mehr Flair als die ge­wöhn­li­che fran­zö­si­sche Ski­sta­ti­on, auch wenn er sich äu­ßer­lich kaum un­ter­schei­det. Mit den Ab­fahr­ten Le Tun­nel und Gla­cier de Sa­ren­ne kann der Ort so­wohl in Punk­to Schwie­rig­keit als auch Län­ge mit den schwers­ten und längs­ten Pis­ten der Al­pen mit­hal­ten.
2013: Die Tun­nel ist ge­schlos­sen, die Sa­ren­ne ge­öff­net. Wir ha­ben nur einen Tag Zeit und fah­ren au­ßer der Sa­ren­ne die wich­tigs­ten schwar­zen Pis­ten bis hin­un­ter nach Vau­ja­ny. Der Aus­gangs­punkt, Pic Blanc, ist zwar ein Berg von eher ge­rin­gem op­ti­schen Reiz, doch un­be­strit­te­nes High­light für gu­te Fah­rer.
Sankt An­ton am Arl­berg GPS
Win­ter­ur­laub in Sankt An­ton am Arl­berg. Es ist ein teu­e­res Ver­gnü­gen in ei­nem der tra­di­ti­ons­reichs­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen dem Win­ter­sport zu frö­nen. Auch ein eher mä­ßi­ges Ver­hält­nis von Preis und Leis­tung hin­sicht­lich Ver­pfle­gung auf der Hüt­te und Un­ter­kunft im Ort kann den Run auf ei­nes der be­kann­tes­ten und für ge­üb­te Ski­fah­rer auf­re­gens­ten Ge­bie­te der Al­pen kaum schmä­lern. Es ist zu­dem deut­lich un­ter­halt­sa­mer, wenn Sie in «Stan­ton» eng­lisch spre­chen.
Wei­te­re Ein­stie­ge in die Ge­schich­te er­lau­ben ei­ne Bil­der­ga­le­rie und die mit­tels GPS be­stimm­ten Goo­gle-Earth Da­ten des heu­te prak­tisch kom­plett ver­mes­se­nen Ge­samts­ki­ge­biets. Zu­dem gibt es einen Kurz­be­richt über das klei­ne Ski­ge­biet Pett­neu, das zur­zeit aber nicht in Be­trieb ist. Wie an­ge­kün­digt wur­de die Lift­ver­bin­dung mit Lech in der Sai­son 2016/17 re­a­li­siert.
Les Arcs GPS
Les ArcsEn­de Ja­nu­ar 2007: Wir sind zu­rück aus dem viel­leicht schöns­ten Ski­ur­laub der letz­ten Jah­re und wis­sen nicht so recht, wo­von wir mehr fas­zi­niert sind, der gi­gan­to­ma­ni­schen Grö­ße der durch den Va­noi­se Ex­press so ein­drucks­voll ver­bun­de­nen Ski­ge­bie­te Les Arcs und la Plagne oder der herz­li­chen Freund­lich­keit und Hilfs­be­reit­schaft un­se­rer fran­zö­si­schen Gast­ge­ber im Her­zen von Sa­voy­en. Dass der Pa­ra­di­ski-Pass ei­ner der teu­ers­ten der Al­pen ist, ver­gisst man, so­bald man die ers­ten Pis­ten­ki­lo­me­ter un­ter die Bret­ter ge­nom­men hat. Der­art ab­wechs­lungs­reich prä­sen­tiert sich kaum ein Ski­ver­bund - und kaum ein an­de­rer kann in Zei­ten großen Schnee­man­gels ei­ne sol­che Zahl an gut fahr­ba­ren Pis­ten an­bie­ten.
Breuil-Cer­vi­nia GPS
Breuil-CerviniaApril 2007: Man könn­te das ita­lie­ni­sche Breuil-Cer­vi­nia dem Ski­ge­biet von Zer­matt zu­schla­gen, aber der Ge­samts­ki­pass ist ex­trem teu­er und bie­tet ver­sier­ten Fah­rern kei­nen Zu­ge­winn. Zu­dem gibt es kei­ne Er­mä­ßi­gung für Kin­der und Ju­gend­li­che, wenn man einen Tag nach­bucht! Aber als wirk­lich un­er­träg­lich emp­fin­den wir die ita­lie­ni­sche Po­li­zei, die uns er­mahnt, lang­sam zu fah­ren, ob­gleich die Pis­te ge­ni­al prä­pa­riert, but­ter­weich, gut über­schau­bar und völ­lig leer ist! Zu­ge­ge­ben, Tem­po 110 ist nicht je­der­manns Sa­che. Aber am En­de bleibt die Fra­ge, ob 148 CHF Zu­schlag für vier Per­so­nen an­ge­mes­sen ist für et­was, was man nur zwei frü­he Stun­den lang nut­zen und zu­dem auf schwei­zer Sei­te um­sonst ha­ben kann. Po­li­zei­schutz brau­chen wir je­den­falls nicht!
Cha­mo­nix und das Vallée Blan­che
ChamonixWir hat­ten Cha­mo­nix viel­leicht des­halb bis­her kei­nes Blickes ge­wür­digt, weil wir das Ski­ge­biet we­gen sei­ner Zer­split­te­rung nicht wirk­lich ernst neh­men konn­ten. Da­für er­schi­en es uns zu klein, zu weit ent­fernt und zu teu­er zu sein. Aber bei gu­ten Ski­fah­rern, und da vor al­lem un­ter den Ex­per­ten, er­freu­en sich das Vallée Blan­che und die schier end­lo­sen Hän­ge über Ar­gen­tiè­re völ­lig zu Recht großer Be­liebt­heit. Und der Skiort selbst ist ein­fach groß­ar­tig; kein an­de­rer in den Al­pen ist so bo­den­stän­dig und so mon­dän zu­gleich!
Crans-Mon­ta­na
Crans-MontanaWie oft sind wir auf dem Weg nach Zer­matt schon an die­sem Ski­ge­biet vor­bei ge­fah­ren, oh­ne dass wir uns da­zu hät­ten durch­rin­gen kön­nen, hier einen Tag zu fah­ren. Aber die Verab­re­dung un­se­rer Toch­ter mit ei­ner Schul­ka­me­ra­din bringt uns dann doch für einen viel zu hei­ßen Tag Mit­te März in das große, fran­zö­sisch spre­chen­de Ski­ge­biet von Crans-Mon­ta­na, das voll­stän­dig nach Sü­den ori­en­tiert ist - mit al­len Vor- und Nach­tei­len.
Les Deux Al­pes
Ur­sprüng­lich ein Teil der Ge­schich­te über l'Al­pe d'Huez, hat­te ich Les Deux Al­pes ei­ne ei­ge­ne Sei­te ge­wid­met, die nun ak­tu­ell und kom­plett mo­der­ni­siert ist. Letzt­lich war es nur ein Ta­ges­aus­flug, im Preis des Ski­pas­ses in­be­grif­fen, der zu die­ser Ge­schich­te führ­te. Leich­te, ei­si­ge Pis­ten auf großer Hö­he und schwe­re Tal­ab­fahr­ten kenn­zeich­nen das Ge­biet, das ei­ne Ver­bin­dung mit la Gra­ve hat, des­sen Ski­rou­ten es al­ler­dings in sich ha­ben, wie wir selbst er­fah­ren konn­ten! Ein Be­such in Les 2 Al­pes im Zu­ge der Ski­sa­fa­ri 2013.
Do­lo­mi­ti Su­perski
Dolomiti Superski«Wo gilt der Ski­pass Do­lo­mi­ti Su­perski über­all?», fragt mich ein Gast in un­se­rem Quar­tier in la Vil­la. «So­weit das Au­ge reicht!», ant­wor­te ich. Und tat­säch­lich kann man in den Do­lo­mi­ten 1220 Pis­ten­ki­lo­me­ter und 450 Auf­stiegs­hil­fen nut­zen, von Ca­va­le­se im Wes­ten bis zu den Drei Zin­nen im Os­ten, von Brun­eck im Nor­den bis San Mar­ti­no di Ca­stroz­za im Sü­den. Aber weit mehr als die tech­ni­schen Da­ten be­ein­druckt die land­schaft­li­che Grö­ße die­ses üp­pig er­schlos­se­nen Ski­ge­biets, ge­prägt von blau­em Him­mel, brau­nem Fels und weißem Schnee.
Espace Kil­ly (Val d'Isère/Lac de Tig­nes) GPS
l'espace killyUn­ter der Be­zeich­nung l'espace kil­ly hat sich ei­nes der schöns­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen ge­bil­det, bes­ser be­kannt un­ter den Na­men Val d'Isè­re und Lac de Tig­nes. Mit 300 km prä­pa­rier­ten Pis­ten und ei­nem ge­wal­ti­gen An­ge­bot an Lift­an­la­gen be­zeich­net sich das Ge­biet nicht ganz zu un­recht als «le plus bel es­pace de ski du mon­de». Zwei wirk­lich groß­ar­ti­ge Ur­lau­be sind Grund­la­ge die­ser Ge­schich­te, je­weils or­ga­ni­siert vom Skic­lub Bin­gen. Un­ver­ges­sen bleibt der Rück­rei­se­tag der ers­ten Rei­se mit ei­ner über­lan­gen Heim­fahrt durch die Nacht.
Flai­ne GPS
Flaine 2015Ein prä­mi­er­ter Ort aus der Re­tor­te mit ei­nem durch­aus an­sehn­li­chen Ski­ge­biet: Flai­ne, Grand Mas­sif. 20 Jah­re nach mei­nem ers­ten Be­such bin ich wie­der dort. Trotz schlech­ter Schnee­ver­hält­nis­se prä­gen lan­ge Ski­ta­ge und ein von der Son­ne be­ton­tes Pa­n­ora­ma die Fahrt. Vie­le Ge­nuss­pis­ten, lan­ge Ab­fahr­ten und ein eher mä­ßi­ges mitt­le­res Fahr­ver­mö­gen sind ty­pisch für das Ge­biet. Ei­ne be­son­de­re Be­ge­ben­heit hat­te die Rei­se 1995 un­ver­ge­ss­lich ge­macht: Der ers­te Tag auf dem Snow­board, dem wei­te­re 365 Ta­ge fol­gen soll­ten.
Flims/Laa­x/Fa­le­ra
Flims Laax Falera
Da­rum ist es am Rhein so schön: Die Or­te Flims, Laax und Fa­le­ra stel­len den Zu­gang zur ei­nem Ski­ge­biet be­reit, das sich über ei­ne Flä­che von 140 km² er­streckt und vor al­lem von sei­ner Land­schaft
ge­prägt ist. Über­sicht­lich struk­tu­riert, von ei­ner über­schau­ba­ren An­zahl von Lift­an­la­gen er­schlos­sen und mit vie­len at­trak­ti­ven Pis­ten aus­ge­stat­tet, so prä­sen­tiert sich das Ge­biet zwi­schen Vorab und Cas­sons (wo wir erst­mals in frei­er Na­tur Stein­bö­cke se­hen), do­mi­niert von der Sta­ti­on am Crap Sogn Gi­on mit sei­ner Half­pi­pe.
Flum­ser­berg
Das klei­ne Ski­ge­biet Flum­ser­berg, un­weit von Zü­rich ge­le­gen, ist eher et­was für Fa­mi­li­en und An­fän­ger. Nach Neuschnee kann man zwar auch hier ei­ni­ge in­ter­essan­te Ab­fahr­ten ma­chen, aber die Aus­wahl ist stark be­grenzt.
Bei nur 50 Pis­ten­ki­lo­me­tern der un­te­ren Schwie­rig­keits­gra­de ist das auch nicht wei­ter ver­wun­der­lich. Zu­dem ist das Ge­biet bei gu­tem Wet­ter schnell über­lau­fen.
Ga­li­bier-Tha­bor (Val­loi­re/Val­mei­ni­er)
Für fran­zö­si­sche Ver­hält­nis­se ist das in et­wa mit Ischgl oder Ser­faus/Fiss/La­dis ver­gleich­ba­re Ski­ge­biet Ga­li­bier-Tha­bor eher klein ge­ra­ten. Aber sei­ne sanft ge­neig­ten Hän­ge las­sen erah­nen, dass hier bei Neuschnee kei­ne Lan­ge­wei­le auf­kom­men wird. Sei­ne freund­li­chen Be­woh­ner, sei­ne süd­li­che La­ge und sei­ne Skischau­kel über drei Ber­grücken trös­ten ein we­nig über die feh­len­de Grö­ße hin­weg. Und es ist ein recht güns­ti­ges Ge­biet in ei­ner Zeit, in der an­de­re Ge­bie­te Haupt­sai­son ha­ben und ent­we­der un­er­schwing­lich teu­er oder über­lau­fen sind. Frank­reich ein­mal ganz an­ders.
La Gra­ve
Wür­den Sie al­len Erns­tes in ein Ski­ge­biet fah­ren, in dem Sie mit fol­gen­den Wor­ten emp­fan­gen wer­den: «Es gibt ei­ne Brücke, die zum Ort zu­rück führt. Wie Sie die­se Brücke er­rei­chen, ist ganz al­lein Ihr Pro­blem!» Da­zu kommt ei­ne ein­zi­ge blaue Pis­te ir­gend­wo in 3200 m Hö­he. Zu­dem gibt es einen Lift­plan, der nur den Lift und sehr grob die Ab­fahr­ten zeigt. Wenn Sie das für ver­rückt hal­ten, ha­ben Sie das Ski­ge­biet von la Gra­ve nicht ver­stan­den. Dass man oben durch fri­schen Pul­ver­schnee pflügt um sich dann wei­ter un­ten im lich­ten Lär­chen­wald fest­zu­fah­ren, ist hier nor­mal.
Grin­del­wald/Wen­gen/Mür­ren GPS
Bei Tem­po 77 k­m/h schnappt die Ra­dar­fal­le zu; fast hät­te es mir das Snow­board un­ter den Fü­ßen zer­ris­sen. Vier Jah­re spä­ter wer­de ich dann 78,91 km/h er­rei­chen auf dem «ki­lomètre lan­cé» am Han­negg­schuss! Auf­takt zu ei­ner Rei­he von per­sön­li­chen Re­kord­ver­su­chen, die dann we­ni­ge Wo­chen spä­ter in Zer­matt zu Tem­po 100 füh­ren.
Grin­del­wald bie­tet aber noch mehr. Zwar liegt sein Wahr­zei­chen, die be­rüch­tig­te Ei­ger­nord­wand, im­mer im Schat­ten, doch braucht das ein­ma­li­ge Pa­n­ora­ma kei­nen Ver­gleich zu scheu­en. Mit der in Tei­len äu­ßerst stei­len FIS Sla­lom­pis­te und der ras­si­gen Lau­ber­hor­n­ab­fahrt ver­fügt das Ge­biet zu­dem über Renn­pis­ten, die man li­ve er­le­ben kann. Wenn man dann noch mit­ten im Ski­ge­biet auf ei­ner Hüt­te wohnt, kom­men wei­te­re High­lights hin­zu. Un­ser Ser­vice: Pis­ten­län­gen aus GPS-Mes­sun­gen.
Hin­ter­tu­xer Glet­scher
Ei­ne Rei­se von Glet­scher zu Glet­scher führt uns En­de No­vem­ber 1999 u. a. nach Hin­ter­tux. Schon bei der Quar­tier­su­che hat man uns an­ge­kün­digt, dass dies der schöns­te Glet­scher Ös­ter­reichs sei. Und so zeigt sich die­ser dann auch von sei­ner al­ler­bes­ten Sei­te.
Weit hin­ten im Tal ge­le­gen und bei gu­ter Schnee­de­cke durch­aus ver­zicht­bar, bie­tet er in der Über­gangs­zeit ech­tes Schnee­ver­gnü­gen.
Isch­gl/Samnaun GPS
De­zem­ber 2014: Das hat Ku­ros, der be­kannt­lich für gu­tes Ski­wet­ter sorgt, kühn ar­ran­giert: Als woll­te er sa­gen: «Schau Dir das Ski­ge­biet noch ein­mal in Ru­he an!», lässt er es nir­gend­wo sonst schnei­en, nur hier. So fah­ren wir täg­lich von Sankt An­ton, wo wir woh­nen, nach Isch­gl/Samnaun, das zu Recht als das größ­te, zu­sam­men­hän­gen­de Après-Ski-Gebiet der Al­pen gilt. Kein Ge­biet po­la­ri­siert so wie die­ses. Ex­trem schön ge­le­gen auf großer Hö­he, in­tel­li­gent an­ge­legt mit schwe­ren Pis­ten, meist ge­müt­li­chen Hüt­ten und von mo­d­erns­ten Lift­an­la­gen er­schlos­sen, wä­re Ischgl ein Muss für je­den ver­sier­ten Fah­rer. Aber die Gäs­te fal­len eben­so auf durch ex­tre­men Al­ko­hol­kon­sum auf der Pis­te, durch Ego­is­mus, Rück­sichts­lo­sig­keit und teil­wei­se er­bärm­li­ches Fahr­ver­mö­gen, wes­halb sich das Ge­biet mit auf­zie­hen­den Wol­ken rasch leert. So be­su­che ich Ischgl 2012 und 2013 al­lein aus ver­mes­sungs­tech­ni­schen Grün­den, mit über­ra­schen­dem Er­geb­nis und, ne­ben­bei, fast voll­stän­di­ger Kar­tie­rung, die wir ein Jahr spä­ter noch ge­ring­fü­gig er­gän­zen kön­nen.
Kitz­bü­hel/Kirch­berg GPS
Kitzbühel 3SMärz 2015: Um uns die Ver­bes­se­run­gen im Ski­ge­biet von Kitz­bü­hel an­zu­se­hen, fah­ren wir nach 10 Jah­ren er­neut dort­hin. Da­mals wur­de des­sen Be­kannt­heit al­len­falls von der er­bärm­li­chen Lang­sam­keit ei­ni­ger völ­lig ver­al­te­ter Lif­te über­trof­fen. Ei­ner ul­tra­mo­der­nen An­la­ge stan­den Zu­brin­ger­lif­te ge­gen­über, die es un­mög­lich mach­ten, das An­ge­bot des Ge­biets an ei­nem Tag voll zu nut­zen. In die­sem Jahr sind prak­tisch al­le Pis­ten ge­öff­net und die Schnee­la­ge dar­auf, nicht da­ne­ben, ist so, dass man auch die Ski­rou­ten be­fah­ren kann.
Wir neh­men den All Star Ski­pass und se­hen so an vier Ta­gen die­ses zu­sam­men mit dem Wil­den Kai­ser un­be­streit­bar große Re­vier. Da die Tal­ab­fahr­ten am Kitz­bü­he­ler Horn ge­sperrt sind, ver­zich­ten wir auf einen Be­such dort. Lä­ge mehr Schnee ne­ben den Pis­ten, lä­ge der Reiz vor al­lem in den Ne­ben­stre­cken.
Bad Klein­kirch­heim (mit Tur­ra­cher Hö­he)
Bad KleinkirchheimNein, es ist kein Witz. Ski­ur­laub in Bad Klein­kirch­heim. Un­ter den ganz großen Ski­ge­bie­ten der Al­pen wird man die­ses wohl ver­geb­lich su­chen. Und hät­ten wir den Auf­ent­halt vor Ort nicht bei ei­ner Tom­bo­la ge­won­nen, dann wä­ren wir si­cher­lich nicht 900 km ge­fah­ren, um in Kärn­ten Ski­ur­laub zu ma­chen. Im We­sent­li­chen pro­fi­tiert man hier von vier lan­gen Tal­ab­fahr­ten, die je­weils et­wa 1000 Hö­hen­me­ter über­win­den. Ins­be­son­de­re mit­tel­mä­ßi­ge Fah­rer dürf­ten hier früh im Jahr ih­ren Spaß ha­ben.
Klos­ter­s/Da­vos
Nie zu­vor hat­te ich in ei­nem Ski­ge­biet vom Lift­per­so­nal ei­ne un­ver­schäm­te­re Be­mer­kung ge­hört als auf Stre­la: «Brin­gen Sie sich ei­ne Schau­fel mit und prä­pa­rie­ren Sie die Lift­spur doch selbst!»
Da­mals, 2000, war das In­ter­net noch jung und so ein Ein­trag hat­te Wir­kung. Die Di­rek­ti­on der Da­vo­ser Berg­bah­nen ent­schul­dig­te sich glaub­haft per Te­le­fon und schick­te zwei Frei­kar­ten hin­ter­her, die wir En­de 2001 zu ei­nem wei­te­ren Be­such nut­zen konn­ten. Stre­la war zu die­sem Zeit­punkt be­reits aus dem Ver­bund der Berg­bah­nen aus­ge­schie­den, trotz­dem ar­ran­gier­te man hilfs­be­reit die Über­tra­gung der Frei­fahr­ten. Die Spu­ren von Stre­la sind heu­te aus dem Lift­plan ge­tilgt...
So bleibt am En­de nur an­zu­mer­ken, dass selbst ei­ni­ge Lauf­stre­cken fürs Snow­board das Bild von ei­nem an sich sehr freund­li­chen, schö­nen und ab­wechs­lungs­rei­chen Ski­ge­biet kaum noch trü­ben.
Lech/Zürs GPS
LechDe­zem­ber 2001: Bei der Lei­ca Geo­sys­tems tref­fe ich auf Fe­lix, der mir er­zählt, dass er schon mit Marc Gi­rar­del­li zum Ski fah­ren ge­we­sen sei: «Der fährt wie auf Schie­nen!». Aber auch Fe­lix fährt nicht schlecht - und so weiß ich nicht, wie ich nach zwei har­ten Ta­gen ab­seits der Pis­ten aus dem Au­to stei­gen soll. Denn pral­le Son­ne bei Tem­pe­ra­tu­ren um -10°C er­lau­ben uns, den Arl­berg so zu er­le­ben, wie er am Bes­ten ist, als großes Tief­schnee­re­vier. Er­leb­nis­se aus spä­te­ren Jah­ren run­den das Bild ab.
Len­zer­hei­de
Lenzerheide - Rothorn RestaurantWenn man den An­ga­ben im ADAC-SkiAt­las trau­en darf, dann be­sitzt Len­zer­hei­de ei­nes der an­spruchs­volls­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen. 
Ver­wun­dert reibt sich der Neu­an­kömm­ling die Au­gen. Denn nicht ei­ne ein­zi­ge Pis­te im gan­zen Ge­biet bleibt als be­son­ders aus­ge­fal­len in Erin­ne­rung. 
Dass man sich den­noch mit dem Ge­biet an­freun­den kann, liegt dar­an, dass sich das Ski fah­ren an den Hän­gen ei­nes schö­nen Hochtals ab­spielt. Die Über­sicht­lich­keit des Ge­bie­tes, die lan­gen und brei­ten Pis­ten und die wun­der­ba­re Fern­sicht vom Ro­t­horn sind At­trak­tio­nen für Fa­mi­li­en und Ge­nuss­s­ki­fah­rer.
Vie­le Jah­re spä­ter wird mir ein auf­merk­sa­mer Schwei­zer be­stä­ti­gen, dass die Zah­len zu schwar­zen/ro­ten/blau­en Pis­ten im Ski-Atlas ver­tauscht wa­ren!
MegeveJa­nu­ar 2016: Wie konn­te es nur so lan­ge dau­ern, bis wir auf die Idee ka­men, nach Megè­ve zu fah­ren? Do­mai­ne Éva­si­on ist das mit Ab­stand größ­te un­ter den in Deutsch­land prak­tisch un­be­kann­ten fran­zö­si­schen Ski­ge­bie­ten. Dass das in Frank­reich an­ders ist, hört man spä­tes­tens auf den gleich­mä­ßig prä­pa­rier­ten, brei­ten Pis­ten und abends in den Re­stau­rants, wo die Spra­che weit­ge­hend die un­se­res Gast­lan­des ist. An Wo­che­n­en­den be­stim­men Gen­fer SUVs den Ort, der auf 1100 m Hö­he liegt, zen­tral zu al­len drei Teil­ge­bie­ten. Ein ge­wach­se­ner, im Zen­trum fast kit­schi­ger Ort mit Bustrans­fer zwi­schen den Lif­ten als Ge­gen­ent­wurf zu den großen Ski­sta­tio­nen. Die­ser Lu­xus hat un­be­streit­bar sei­nen Preis.
Sankt Mo­ritz - Cor­vi­glia/Cor­vatsch Dia­vo­lez­za/La­galb
St. MoritzDo­ris, die­se Zei­len sind für Dich. Du hast Zer­matt zer­ris­sen: «Sankt Mo­ritz, das ist der Knül­ler!», hast Du be­haup­tet.
Nun las­sen wir nichts auf un­ser Lieb­lings­ski­ge­biet kom­men, aber wir sind auch fair ge­nug, die Aus­sa­ge zu über­prü­fen. Und so pa­cken wir En­de Ja­nu­ar 2010 den Wa­gen für ei­ne si­cher­lich längst über­fäl­li­ge Ex­pe­di­ti­on nach St. Mo­ritz, die uns an sechs traum­haft schö­nen und ex­trem er­leb­nis­rei­chen Ski­ta­gen so fas­zi­niert, dass wir be­reit sind, das Ge­biet auf ei­ne Stu­fe zu he­ben mit den schöns­ten Ski­ge­bie­ten, die wir ken­nen. Der Ver­gleich mit Zer­matt hin­kt al­ler­dings, denn die Ski­ge­bie­te sind so un­ter­schied­lich, dass man sie kaum mit­ein­an­der ver­glei­chen kann. Je­des Ski­ge­biet hat halt sei­ne op­ti­ma­le Zeit ...
Ober­gur­gl/Hoch­gurgl
Obergurgl/HochgurglDas Ski­ge­biet von Ober- und Hoch­gur­gel ent­wi­ckelt sei­nen be­son­de­ren Reiz durch die große Hö­he, auf der es liegt, durch das Pa­n­ora­ma mit Blick auf zahl­rei­che 3000er und durch sei­ne mo­der­nen Be­för­de­rungs­an­la­gen. Die große Hö­he bringt im Früh­jahr aber auch ei­si­ge Pis­ten mit sich, so­dass sich der Snow­board­fah­rer erst ge­gen Mit­tag wohl fühlt, wenn die Ober­flä­che an­taut. Zu­dem gibt es auf An­fra­ge ge­gen Zu­schlag einen Ski­pass, mit dem man einen Tag in Söl­den fah­ren kann. Hier Bil­der ei­nes Ta­ges­aus­flugs.
Oberst­dorf
Oberst­dorf ist das nächst­ge­le­ge­ne, ernst zu neh­men­de Ski­ge­biet von Bonn aus ge­se­hen, 565 km oder fünf Stun­den ent­fernt. Ei­ner un­se­rer Mit­strei­ter hat den Na­men «Ne­bel­krä­hen­horn» ge­prägt, be­vor die­ses Bild am Ne­bel­horn auf­ge­nom­men wur­de.
Das Ski­ge­biet weist 44 Pis­ten­ki­lo­me­ter auf, die auch dann nicht mehr wer­den, wenn man sie in Me­tern an­gibt. Für zwei bis drei Ta­ge ist es ab­wechs­lungs­reich ge­nug, und blu­ti­ge An­fän­ger be­geg­nen ech­ten Her­aus­for­de­run­gen.
la Plagne GPS
la PlagneWer kennt sie nicht, die Hoch­haus­kul­tur der fran­zö­si­schen Ski­ge­bie­te, bes­tens ver­tre­ten durch la Plagne, der In­be­griff schlecht­hin. Aber es gibt auch fast ro­man­ti­sche Eck­chen, wie das Zen­trum von Bel­le Plagne. Plagne So­leil liegt ir­gend­wo da­zwi­schen.  Da­für über­zie­hen aber­mil­lio­nen Ge­nuss­pis­ten die eher sanft ge­neig­ten Hän­ge. Wer die Kos­ten von fast 50 Eu­ro nicht scheut, er­wirbt den Pa­ra­di­ski-Pass. Zu­sam­men mit Les Arcs lie­gen ei­nem gleich zwei über­große Ski­ge­bie­te «zu Fü­ßen». Das Ver­hal­ten auf den Pis­ten ist rück­sichts­voll, das mitt­le­re Fahr­ver­mö­gen be­fin­det sich auf nied­ri­gem Ni­veau. Aber man täu­sche sich nicht: Nach ei­ner Nacht mit er­heb­li­chen Neuschnee­fäl­len ist auch hier nur einen Tag spä­ter je­der Qua­drat­zen­ti­me­ter um­ge­pflügt!
Les Por­tes du So­leil GPS
Die spek­ta­ku­lä­re Nacht­auf­nah­me des Zen­trums von Avo­r­iaz aus dem Jahr 1996 ist das letz­te, was an die Rei­se von da­mals er­in­nert. Im Ja­nu­ar 2012 er­kun­den wir das ein­zig­ar­ti­ge, grenz­über­schrei­ten­de Ge­biet der Por­tes du So­leil von Châtel aus. Berühmt ist die Pis­te Cha­va­net­te (Mur Suis­se), die als ei­ne der steils­ten und schwers­ten Pis­ten der Al­pen gilt, was wir aber nicht be­stä­ti­gen kön­nen, auch wenn wir vor Ort die ob­li­ga­tio­ri­sche Hub­schrau­ber­ret­tung fo­to­gra­fie­ren. Do­ris, auch die­se Ge­schich­te ist für Dich ge­schrie­ben ...
Re­schen­pass
Am ReschenpassEi­ne Fahrt der Jahr­gangs­stu­fe 11 des Hardt­berg-Gym­na­si­ums Bonn, an der un­se­re Toch­ter teil­ge­nom­men hat, ist Aus­gangs­punkt für die fol­gen­de, kur­ze Ge­schich­te über die Rei­se an sich und das Ski­ge­biet von Nau­ders und Pfunds im Be­son­de­ren, das grenz­über­schrei­tend am Re­schen­pass liegt. Mit ei­nem Bein fährt man in Ös­ter­reich, mit dem an­de­ren in Ita­li­en. Ihr Bru­der folgt ihr ei­ni­ge Jah­re spä­ter nach und bringt wei­te­re Bil­der so­wie GPS-Da­ten mit nach Hau­se.
Be­richt und Fo­tos: Frau­ke Kor­ten, di­gi­ta­le Fo­tos: Se­bas­tian Kor­ten.
Saas Fee
Die Ent­de­ckung des Jah­res 1999: Saas Fee. Ein­ge­schlos­sen von 4000 m ho­hen Ber­gen liegt die­ser Ort auf 1600 m Hö­he. Wer na­he am Tal­schluß wohnt, der kann i. d. R. bis zum Haus ab­fah­ren. In drei Him­mels­rich­tun­gen lie­gen die Pis­ten; für je­de Ta­ges­zeit gibt es ei­ne op­ti­ma­le Ab­fahrt. Und der Bür­ger­meis­ter hat Gämse aus­ge­setzt, die am Spiel­bo­den in die Gon­deln schau­en! Von der An­fahrt und den Prei­sen her ist das Ge­biet mit Zer­matt zu ver­glei­chen, hin­sicht­lich Fahr­spaß bleibt es aber weit da­hin­ter zu­rück.
Saal­bach-Hin­ter­glemm, Leo­gang, Fie­ber­brunn
Saalbach-Hinterglemm Sein Ruf als Après-Ski­ge­biet ist dem von Ischgl na­he­zu gleich. Von Kuf­stein aus er­reicht man den Ski­cir­cus Saal­bach-Hin­ter­glemm über Leo­gang, das ei­ne Skischau­kel mit dem un­gleich grö­ße­ren Ge­biet un­ter­hält, nach knapp ei­ner Stun­de Fahrt. Über­zeugt von der Viel­falt des Ge­biets in­ves­tie­ren wir einen zwei­ten Tag und wer­den da­für mit gu­tem Wet­ter be­lohnt. Da­durch öff­net sich der Blick auf die­ses kom­pak­te aber weit­läu­fi­ge Ski­ge­biet, an dem vor al­lem fort­ge­schrit­te­ne Fah­rer ih­re Freu­de ha­ben dürf­ten, ein  Ein­druck, den ein wei­te­rer Ur­laub 2011 zu be­stä­ti­gen scheint. 2016 ver­voll­stän­di­gen wir die Ver­mes­sung: Die u. a. von un­se­ren Kin­dern er­gänz­ten Da­ten um­fas­sen jetzt auch Fie­ber­brunn.
Ser­faus-Fiss-Ladis
Wer ein an­spre­chen­des Fa­mi­li­ens­ki­ge­biet sucht, auf Pis­ten­ki­lo­me­ter nicht ver­zich­ten will und maut­frei an­rei­sen möch­te, der kann sei­nen Blick auf Ser­faus-Fiss-Ladis rich­ten. Aber Vor­sicht: Dass Kin­der ab dem vollen­de­te­ten 15. Le­bens­jahr be­reits die vol­le Ge­bühr für den Ski­pass be­zah­len, führt da­zu, dass un­se­re Ver­gleichs­fa­mi­lie 41 Eu­ro mehr be­zahlt als in Zer­matt, mit dem es als Al­pins­ki­ge­biet aber in kei­ner Hin­sicht kon­kur­rie­ren kann. Da­für dürf­ten sich hier be­son­ders die Klei­nen wohl füh­len, an­ge­sichts der großen Zahl von Al­ters­ge­nos­sen...
Sil­vret­ta No­va
Die Sil­vret­ta No­va ist un­trenn­bar mit den Na­men Ga­schurn, Par­te­nen, Gor­ti­pol und Schruns ver­bun­den. Von hier aus er­kun­det man das für den ge­mä­ßigt an­spruchs­vol­len Ski­fah­rer hin­rei­chen­de Ge­biet. Hier gibt es ei­ne der steils­ten prä­pa­rier­ten Pis­ten, aber auch die größ­te Hüt­te und die hef­tigs­te Stern­bar der Al­pen.
Wenn man die Trois Vallées als ein astro­no­mi­sches Ski­ge­biet be­zeich­net, so muss man die­ses aus dem süd­west­deut­schen Raum gut er­reich­ba­re und des­halb lei­der oft über­füll­te Ge­biet als ein ga­stro­no­mi­sches be­zeich­nen. In ein­schlä­gi­gen Fo­ren häu­fen sich in letz­ter Zeit Mel­dun­gen, dass der Ser­vice auf den Hüt­ten sehr an Qua­li­tät ein­ge­büßt ha­be, was wir aber zur­zeit nicht nach­prü­fen wol­len. Da­her gilt bis auf Wei­te­res: Wer ger­ne gut isst und gut fährt, der ist hier rich­tig.
Söl­den
SöldenDas Ski­ge­biet von Söl­den im Ötz­tal glie­dert sich in zwei Tei­le, von de­nen ei­ner in ei­nem Glet­schers­ki­ge­biet aus­läuft. Gi­gi­joch (mit Tie­fen­bach- und Ret­ten­bach­fer­ner) und Gais­lach­ko­gel hei­ßen die Ge­bie­te, die sich durch ex­trem lan­ge Tal­ab­fahr­ten aus­zeich­nen. Von den höchs­ten Hö­hen ge­nießt man bei gu­tem Wet­ter die Fern­sicht über den süd­li­chen Al­pen­kamm, u. a. auf die Wild­spit­ze. Zu­dem gibt es auf An­fra­ge ge­gen einen Zu­schlag einen Ski­pass, mit dem man, wenn man das weiß, einen Tag in Ober-/Hoch­gurgl fah­ren kann. Le­sen Sie den Rei­se­be­richt.
Sport­welt Ama­dé
Mit über 300 Pis­ten­ki­lo­me­tern ist die S­port­welt Ama­dé ei­nes der größ­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen. Wer ein­mal die Skischau­kel zwi­schen Flach­au und Al­pen­dorf ge­fah­ren ist, lernt die Wei­te des Ge­bie­tes ken­nen. Fly­ing Mo­zart, Six Pack und Ach­ter Jet hei­ßen die Lif­te hier. Und ob­gleich man sich auf Hö­hen un­ter 2000 m be­wegt, gibt es den­noch meist reich­lich Schnee. Mitt­ler­wei­le ist der Gül­tig­keits­be­reich des Ski­pass nach An­ga­ben der Be­trei­ber auf fast 900 weit ver­streu­te Pis­ten­ki­lo­me­ter an­ge­wach­sen. Man tut gut dar­an, mo­to­ri­siert zu sein.
Stu­bai­er Glet­scher
Som­merski? Nein, das ma­chen wir nicht! Aber Ski fah­ren ge­gen En­de No­vem­ber er­for­dert ei­ne be­son­de­re Stra­te­gie, weil die klas­si­schen Ski­ge­bie­te noch kei­nen Schnee ha­ben. Al­so darf man ge­trost ei­ne Aus­nah­me ma­chen, vor al­lem, weil die Glet­scher nicht so dumpf sein müs­sen, wie ihr Ruf. Für uns ist es zu­gleich die Hoch­zeits­rei­se.
Wer sich für den durch­aus an­spruchs­vol­len Stu­bai­er Glet­scher in­ter­es­siert, der fin­det hier einen aus­führ­li­chen Rei­se­be­richt.
Warth/Schrö­cken
Das klei­ne, hin­ter mei­nen Er­war­tun­gen zu­rück­blei­ben­de Ski­ge­biet von Warth/Schrö­cken ist seit dem Win­ter 2013/14 durch ei­ne Um­lauf­gon­del mit Lech ver­bun­den. Da­durch dürf­te vor al­lem das Ski­ge­biet am Hoch­tann­berg­pass er­heb­lich an At­trak­ti­vi­tät ge­won­nen ha­ben, aber auch Gäs­te aus Lech und Sankt An­ton ge­win­nen bei die­ser Ver­bin­dung Raum. Die Zu­fahr­ten nach Warth und Schrö­cken sind nicht we­ni­ger auf­wän­dig als die in die be­rühm­ten Schwes­ter­or­te - und so dürf­te es wohl kaum zu ei­nem Run auf die Fe­ri­en­or­te kom­men, als neue Zu­we­gung zum Arl­berg. Ein Ta­ges­aus­flug von Sankt An­ton aus er­zählt die Ge­schich­te.
Wei­ßes Hoch­land
Das Wei­ße Hoch­land ist dem ge­neig­ten Ski­fah­rer, der ger­ne die Schweiz auf­sucht, si­cher­lich ein Be­griff. Aber wel­chen Na­men kennt man da schon? Les Dia­ble­rets (hier ein Blick über das Rhô­ne­tal hin­weg), Wi­spi­le oder Was­sern­grat? Vi­el­leicht ist ja Gstaad ein Be­griff für den Win­ter­sport der Schö­nen und Rei­chen? Oder kennt man so­gar Zwei­sim­men, den klei­nen Ort am En­de die­ses Ge­biets, das oh­ne je­de schwar­ze Pis­te et­wa 250 Pis­ten­ki­lo­me­ter aus­weist? Es hat mich beim ers­ten Be­such nicht über­zeu­gen kön­nen.
Ski­welt Wil­der Kai­ser GPS
März 2005: Al­lein un­ter­wegs star­re ich un­gläu­big auf das Deck­blatt des Lift­plans: «Aus­ge­zeich­net als bes­tes in­ter­na­tio­na­les Ski­ge­biet!». Las­sen wir die Kir­che im Dorf oder auch Bri­xen im T(h)ale. Im März 2015 fah­re ich mit mei­ner Frau er­neut in das Ge­biet, weil es zu­sam­men mit Kitz­bü­hel ein wirk­lich großes Are­al be­reit stellt; al­ler­dings woh­nen wir in Kirch­berg.
Ob die Ski­bus­se im Be­reich Söll/S­chef­fau/Ell­mau dies­mal zahl­rei­cher fah­ren, ha­ben wir nicht ge­prüft. Al­ler­dings gibt es ei­ne sehr gu­te Ver­bin­dung von Wörgl nach Kitz­bü­hel, die die Or­te auf der Sei­te von Bri­xen be­dient und mit der wir an ei­nem Tag nach Kirch­berg zu­rück­fah­ren. Oh­ne Bus­se ist es nicht mög­lich, ins Ski­ge­biet ein­zu­stei­gen. Selbst die Rück­fahrt via Ki-West en­det im Nir­gend­wo. Und auch die Zen­tren von Bri­xen, Wes­ten­dorf, Hopf­gar­ten, Söll und Schef­fau sind nur über Bus­se an das Ski­ge­biet an­ge­schlos­sen.
Zer­matt GPS
«Wenn wir einen Ru­he­tag ma­chen wol­len, fah­ren wir Ski am Klein Mat­ter­horn!». Mit die­sen Wor­ten stei­gen wir in die letz­te Gon­del des Ta­ges zur Ro­ten Na­se, dem Zu­gang zum Stock­horn. Hier er­war­ten uns 1000 Hö­hen­me­ter Bu­ckel­pis­te und, an Os­tern, der bes­te Schnee der Al­pen, da­zu mit Blick auf Mon­te Ro­sa und das groß­ar­ti­ge Mat­ter­horn. Seit De­zem­ber 2006 rea­li­siert die Bahn von Fur­ri zum Rif­fel­berg die Ver­bi­nung Mat­ter­horn-Gor­ner­grat. Um 9 Uhr Speed-ski­ing am Pla­teau Ro­sa, um 10 Uhr in den Bu­ckeln des Stock­horns! Un­ser Auf­ruf: «Ret­tet das Stock­horn!» ist of­fen­sicht­lich nicht un­ge­hört ver­hallt. Ein Schlepp­lift er­setzt die al­te Gon­del. Kein an­de­res uns be­kann­tes Ski­ge­biet der Al­pen, von Cha­mo­nix und den 4 Vallées ein­mal ab­ge­se­hen, bie­tet solch ein Re­vier! Da­zu kom­men wun­der­schö­ne Ski­rou­ten am Ro­t­horn und spek­ta­ku­lä­re an Schwarz­see, al­len vor­an die un­te­re Aro­leid. Un­se­re Ski­ta­ge auf schwei­zer Sei­te sind prall, der teue­re Zu­schlag für Cer­vi­nia ist prak­tisch über­flüs­sig. Fol­gen Sie uns!

version française Zer­matt fait pen­ser à skier et la tra­di­ti­on de l'alpi­nis­me. Pen­dant les va­can­ces de Pâques, Zer­matt nous pré­sen­te le meil­leur nei­ge que les al­pes peu­ve­nt nous offrir et ce sont les «off-slo­pe» pis­tes qui ren­dent Zer­matt si in­téressant. Ma fil­le a tra­duit l'hi­stoire en français.

english versionZer­matt is a syn­onym for ski­ing and tra­di­ti­on in moun­te­nee­ring. Du­ring eas­ter hol­li­days, Zer­matt pro­ba­b­ly of­fers the best snow of the al­ps and mar­vel­lous «off-slo­pe» ski­ing.

Zer­matt - He­lis­ki­ing am Mon­te Ro­sa
Zermatt - Heliskiing Monte RosaEs ist ei­ne Ge­schich­te für sich mit ei­nem ganz ei­ge­nen Cha­rak­ter und die Ab­fahrt ge­hört nur be­dingt zum Lift- und Pis­ten­plan von Zer­matt, auch wenn die Spur des Hub­schrau­ber­flugs über­aus ein­drucks­voll das hal­be Ski­ge­biet um­fasst. Auf dem Flug­platz, dem He­li­port der Air Zer­matt, herrscht an die­sem schö­nen Mor­gen re­ges Trei­ben. Au­ßer den Ski­fah­rern, die auf den Mon­te Ro­sa ge­bracht wer­den wol­len, sind auch noch zahl­rei­che Pas­sa­gie­re auf Rund­flü­ge ge­bucht. Wir se­hen Zer­matt ein­mal von ei­ner ganz an­de­ren Sei­te.
Su­pers­ki­pass Zil­ler­tal
Nach un­se­rem viel ver­spre­chen­den aber auch lan­ge zu­rück­lie­gen­den Be­such auf dem groß­ar­ti­gen Hin­ter­tu­xer Glet­scher im Jah­re 1999 hat­te ich mir fest vor­ge­nom­men, die ver­schie­de­nen Ski­ge­bie­te des Zil­ler­ta­les ab­zu­fah­ren. Im Ja­nu­ar 2006 wä­re es fast so­weit ge­we­sen, dann aber ver­bat sich un­ser Sohn wei­te­re Teil­ge­bie­te zu be­su­chen, nach­dem ihm ein Tag in Hoch­zil­ler­tal/Hoch­fü­gen ge­reicht hat­te, weil lang­wei­lig, über­füllt und von An­fän­gern ge­prägt. So dau­ert es wei­te­re neun Jah­re, bis ich mich zu ei­nem Be­such in May­r­ho­fen ent­schei­den kann, in des­sen Ver­lauf wir die Ta­ge gleich­mä­ßig zwi­schen Pen­ken und Ger­los auf­tei­len. Da wir in die­sem Win­ter ei­ni­ge sehr stei­le Pis­ten fah­ren, ist uns der Hy­pe um die Ha­ra­ki­ri nicht ge­heu­er.

Zei­che­n­er­klä­rung:

GPS Aus GPS Da­ten be­rech­ne­te Pis­ten­län­gen in ta­bel­la­ri­scher Form ver­füg­bar
Aus GPS Da­ten be­rech­ne­te Goo­gle-Earth Da­ten ver­füg­bar
Text nach er­neu­tem Be­such über­ar­bei­tet