Aus­rüs­tung und Be­la­dung

Rad, Sat­tel­ta­schen und Aus­rüs­tung

In Ar­beit

Vor­wort

Radtourenplanung, beladenes Rad Da ich mitt­ler­wei­le seit ei­ner Krebser­kran­kung mehr Rad­tou­ren ge­fah­ren ha­be, als ich mir An­fang 2024 hät­te träu­men las­sen, ha­be ich mich ent­schlos­sen, die mit der Aus­rüs­tung be­fass­ten Be­mer­kun­gen der Rei­se­be­rich­te an die­ser Stel­le zu­sam­men­zu­fas­sen. Auf den Rei­sen Pa­ris 2024, Pa­ris 2025 und Rund um die Wal­lo­nie 2026 ka­men prak­tisch im­mer die­sel­ben Ge­gen­stän­de zum Ein­satz.

Ich wer­de nicht mü­de zu be­to­nen, dass ich die Ver­tei­lung der Las­ten auf Vor­der- und Hin­ter­ach­se für un­er­läss­lich hal­te. Nur hin­ten be­pack­te Rä­der nei­gen zum Auf­kip­pen, wenn man sie stei­le Ab­schnitt hoch­schie­ben muss. Das Fahr­ver­hal­ten ist «ner­vös». Da­für wer­de ich von den Jün­gern des «Bi­ke­packings» be­lä­chelt, de­ren «Ar­schra­ke­ten» mir wie­der­um selt­sam an­mu­ten. Na­tür­lich fah­ren sie «tu­be­less» und be­vor­zugt «Gra­vel», al­les Din­ge, die auf Eng­lisch deut­lich wich­ti­ger klin­gen als «Rad­tour mit Ge­päck», «schlauch­los» und «Schot­ter».

Be­la­dung und Ge­wicht

Radtourenplanung, Grafik der Verteilung der Ausrüstungsgegenstände Be­reits 1984 hat­te ich für die Rad­tour zum Nord­kap ei­ne Gra­fik er­stellt, um die Be­la­de­lis­te zu vi­sua­li­sie­ren. Viel­leicht mag man mich für ei­nen Pe­dan­ten hal­ten, aber wäh­rend ei­ner lan­gen Rad­tour ge­hört es für mich un­ab­ding­bar da­zu, Ord­nung zu hal­ten und stets zu wis­sen, wo sich Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de be­fin­den, um sie schnell zur Hand zu ha­ben, ins­be­son­de­re die, die nicht re­gel­mä­ßig ge­braucht wer­den.

Da­mals gab es kei­ne Lis­te zum Ab­ha­ken des In­ven­tars, auch wenn ich das heu­te für wich­tig hal­te. Die­se Lis­te schaut man vor der Ab­fahrt durch und stopft al­les in die Sat­tel­ta­schen. Sie sagt nor­ma­ler­wei­se nichts dar­über aus, wo sich ein be­stimm­ter Ge­gen­stand be­fin­det. Da­her ha­be ich die Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de in der ak­tu­el­len Lis­te nach Pack­ta­schen grup­piert.

Zu­dem gibt es Din­ge, die aus ir­gend­ei­nem Grund zwar im­mer wie­der in den Über­le­gun­gen auf­tau­chen, es am En­de aber nicht in die Ta­schen schaf­fen, ent­we­der weil sie zu schwer sind, zu sper­rig oder ein­fach zu exo­tisch. Sie sind in der Lis­te be­reits ab­ge­hakt. So be­hält man sie auf dem Schirm für spä­te­re Tou­ren. Da­zu ge­hört bei mir ei­ne Four-Third Sys­tem­ka­me­ra, de­ren Zoom ei­nen Brenn­wei­ten­be­reich von 28-280 mm Klei­bil­d­ä­qui­va­lent um­fasst und die ein­fach viel bes­se­re Bil­der macht als je­des Smart­phone. We­gen ih­res Ge­wichts ha­be ich sie bis­her zu Hau­se ge­las­sen.

Radtourenplanung, Liste der Ausrüstungsgegenstände Mein Fahr­rad ist ein FX 800 von der Fahr­rad­ma­nu­fak­tur, aus­ge­stat­tet mit hy­drau­li­schen Ma­gu­ra Fel­gen­brem­sen, ei­nem SON-28 Na­ben­dy­na­mo, ei­nem Forums­la­der mit in­te­grier­ter Po­wer­bank und ei­nem Ge­päck­trä­ger (Low­ri­der) vor­ne. Die Sat­tel­ta­schen sind von Ort­lieb, sie sind mit ih­rer Si­gnal­far­be gut sicht­bar und nach über 30 Jah­ren im­mer noch fast was­ser­dicht.

Nach 30.000 km gab es ei­nen Rah­men­bruch. Der Rah­men wur­de we­gen der 10-jäh­ri­gen Ga­ran­tie aber noch kos­ten­los durch das­sel­be Mo­dell er­setzt, wenn auch erst nach vie­len Mo­na­ten. Die Licht­an­la­ge ist Stan­dard, sie wird vom Dy­na­mo mit Strom ver­sorgt. In die­ser Zeit «ruht» der Gleich­rich­ter.

Ich fah­re im­mer noch mit Schlauch und Rei­fen, 622x47, Schwal­be Ma­ra­thon, die auf der Lauf­flä­che mit ei­ner ex­tra La­ge ge­gen Scher­ben und Dor­nen ver­se­hen sind. Ich fah­re sie mit 4 bar oder 60 psi. Sol­che Rei­fen hät­te ich 1984 ger­ne ge­habt. Und trotz­dem bin ich da­mals auch auf Schot­ter­pis­ten un­ter­wegs ge­we­sen, mit Jeans und oh­ne Funk­ti­ons­wä­sche. Die Män­tel von Schwal­be ha­ben mich über 80.000 km be­glei­tet. Nur ein ein­zi­ges Mal muss­te ich fli­cken, dann aber lei­der drei­mal hin­ter­ein­an­der. Wenn ich Schot­ter­pis­ten fah­re, ach­te ich auf Kak­teen (Côte d'Azur) und Brom­beer­sträu­cher, de­ren Dor­nen auch die bes­ten Rei­fen zer­stö­ren kön­nen.

Als be­son­de­re Aus­stat­tung füh­re ich ei­nen Laut­spre­cher mit, ei­ne Uhr mit sehr prä­zi­sem GPS-Emp­fän­ger und ei­nen Cam­ping­stuhl, ul­ti­ma­ti­ver Lu­xus. Der Cam­ping­stuhl ist klein, re­la­tiv fle­xi­bel und passt bei mir ge­nau längs auf den hin­te­ren Ge­päck­trä­ger un­ter die Zel­trol­le, wo er nicht ge­quetscht wird. Aus die­sem Grund si­che­re ich ihn ge­gen das Heraus­rut­schen nach hin­ten. An Re­gen­ta­gen wan­dert er in die Sat­tel­ta­sche mit dem Schlaf­sack.

Zu­letzt noch das Ge­wicht der Be­la­dung. Da­rin ist ei­ne ers­te Aus­stat­tung mit Ver­pfle­gung be­reits ent­hal­ten.

3.800 g Bekleidung. 3.200 g Gaskocher, Kartusche, Topf, Kaffee. 4.920 g Verpflegung. 4.080 g Schlafsack, Ersatzschuhe. 2.990 g Lenkertasche. 2.710 g Zeltrolle. 500 g Campingstuhl. -------- 22.200 g Zwischensumme I. 170 g Butterdose. 230 g Handtuch. 2.200 g Trinkflaschen gefüllt. -------- 25.000 g Zwischensumme II. 500 g Brauchwasser zur Kühlung. 300 g Gleichrichter, Telefon. 200 g Lautsprecher JBL GO 4. -------- 26.000 g ========

Wäh­rend der Fahrt kom­men ggf. wei­te­re Nah­rungs­mit­tel hin­zu.