Die Bretagne

Es beginnt mit einer Sonnenfinsternis

11. August 1999: Hätte man sie so gesehen, man hätte sie doch nicht so fotografieren können, die einzige Sonnenfinsternis, die für über 100 lange Jahre von Frankreich und Deutschland aus beobachtet werden konnte.
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Zuletzt noch ein Link - auch aus Gründen des Copyrights - für alle Sternenfreunde:
www.sternwarte.de
von hier gelangt man auch auf die Seite der Franzosen, die außer diesem Bild auch die Landkarte beigesteuert haben!

Unser Urlaub beginnt zufällig am Abend des 10. August '99. Am Morgen des 11. fahren wir auf der Autobahn von Metz nach Châlons. Dort sind wir bereits mitten im Streifen des Kernschattens. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der Wettervorhersage, dass man die Finsternis „am besten im Westen“ sehen könne, wird das Wetter immer schlechter, je weiter wir uns Paris nähern. Bei Reims biegen wir in Richtung Laon ab, wo wir schließlich auf einer Raststätte die letzte Viertelstunde der Finsternis beobachten. Aber: 5 min vor der Eklipse ziehen die Wolken den Vorhang zu. Immerhin wird es für etwa 2 min stockfinster!

Kernschatten*
Die Uhrzeiten sind in UTM angegebenen, daher sind zwei Stunden hinzu zu addieren, um die Ortszeit zu erhalten. Das Bild zeigt den Streifen des Kernschattens, in dessen Mitte wir uns im Moment der Finsternis auch wirklich befinden. Und durch die Wolkenschleier kann man das Ereignis auch ohne Schutzbrille (Marke Eigenbau, natürlich dabei) beobachten, fast bis zum Höhepunkt.
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Die Dunkelheit zieht über uns hinweg und hinterlässt die Erde so gut und so schlecht wie zuvor. Kein Weltuntergang und keine Naturkatastrophe, vielleicht einige Staus mehr auf den Autobahnen. Wir fahren von Laon über Land in Richtung Paris. Das ist auch gut so, denn die Autoschlange am Péage endet nicht am nächsten Kreisverkehr, sondern zieht sich etwa 10 km ins Land hinein. Das Polizeiaufgebot ist enorm. An jedem Kreisverkehr und an jeder größeren Einfahrt ist die Polizei mit mehreren Fahrzeugen präsent.