
Es
ist nicht nur die Sonne, die uns in diesem Urlaub verwöhnt, es
sind
auch die Menschen und die traditionell große Gastfreundschaft,
die
uns in den Dolomiten begegnet, auch wenn hier viele jobben, die keine
der
drei wichtigsten Sprachen in diesem Gebiet fließend sprechen.
Berauschend
ist auch die Weite des Gebiets und die Länge, wenn auch nicht
unbedingt
die Steilheit der Pisten. Und das alles wird überragt von Bergen,
die ihres gleichen suchen, aber auch unbedingt die Sonne brauchen, um
die
ihnen eigene Atmosphäre zu schaffen. Hat man solch ein Wetter,
dann
werden Abfahrten wie die vom
Lagazuoi nach
Armentarola
zu
einer echten Offenbarung. Zudem kenne ich kein Skigebiet, das über
so viele Hütten verfügt, wie dieses.
*
Ein besonderer Reiz dieser Gegend geht
von der
Tatsache aus, dass hier neben der Landessprache italinienisch auch noch
hartnäckig
ladinisch gesprochen wird, eine lateinische
Sprache,
die weiter im Westen als
rätoromanisch bezeichnet wird.
Sie
hat hier offiziellen Charakter, wird als Amtssprache anerkannt, in der
Schule gelehrt und vom nationalen Rundfunk (RAI) durch Spartenprogramme
unterstützt.
*
Ich habe schon viele schlechte Unterlagen von diversen
Tourismusverbänden
bekommen, aber die der Dolomiten heben sich äußerst positiv
aus der Masse heraus. Besonders das Heft über die 12 Gebiete der
Dolomiti
Superski Region erschließt zusammen mit der wie immer
ansprechenden
Grafik von
Berann die einzelnen Teile auf anschauliche Weise.
Und
auch der vor Ort erhältliche, handliche Veranstaltungskalender ist
Gold wert.
*
Am Abend tauchen wir bei
Franzensfeste wieder in
den Alltag
ein. Der scharfe Felskeil, der den Eingang zum
Brenner
markiert,
wartet mit schweren Sturmböen und Regen auf. Vor uns liegen 650 km
bis Bingen und hinter uns der Kronplatz und die Dolomiten und eine
Woche mit
großartigen
Skitagen in einem äußerst einfachen aber auch
wunderschönen
Skigebiet.