Aus ge­ge­be­nem An­lass und mit neu­en Ge­schich­ten über ei­ne sen­sa­tio­nel­le Ski­sai­son 2019/20 mel­den sich die Ski­sei­ten zu­rück oh­ne Zu­gangs­be­schrän­kun­gen. Wir ha­ben ei­ni­ge Sei­ten über­ar­bei­tet und ins­be­son­de­re nicht au­to­ri­sier­te, per­so­nen­be­zo­ge­ne Bil­der ent­fernt. Es gibt viel zu er­zäh­len!

Win­ter 2019/20: Ski­fah­ren im Zei­chen der Co­ro­na­vi­rus­kri­se.

Ich stei­ge am 15. März um 16:12 Uhr in Saal­bach zur letz­ten Berg­fahrt in die obe­re Sek­ti­on der Gon­del am Schatt­berg. Da­mit dürf­te ich ei­ner der letz­ten Ski­fah­rer in die­sem Win­ter ge­we­sen sein. Hin­ter mir schlie­ßen die Sper­ren. Noch in der Nacht fah­ren wir nach Hau­se.

Genau ge­nom­men hat­ten wir «nicht den Hauch ei­ner Chan­ce», den Ort oh­ne ei­ne Co­ro­na­vi­rus­in­fek­ti­on zu ver­las­sen - auch oh­ne am klas­si­schen Après-Ski teil­ge­nom­men zu ha­ben. Aber wir sind klug ge­nug, den Emp­feh­lun­gen zu fol­gen und uns in frei­wil­li­ge Qua­ran­tä­ne zu be­ge­ben, die nach auf­zie­hen­den Sym­pto­men und ei­nem po­si­ti­ven Test in ei­ne Ver­pflich­tung über­geht. We­gen der um­ge­hend ver­häng­ten Kon­takt­sper­re und der Schlie­ßung der meis­ten Ge­schäf­te fällt uns die­se «Ab­son­de­rung», ei­ner der üb­len Aus­drücke der «ein­fa­chen Spra­che», aber nicht be­son­ders auf.

Am 4. April en­den mei­ne Auf­la­gen. Vom Ge­sund­heits­amt Bonn mel­det sich nie­mand mehr bei mir. Al­so ge­he ich da­von aus, dass es ab­schlie­ßend bei der Ver­fü­gung bleibt. Ich füh­le mich wohl, set­ze mich aufs Fahr­rad und be­gin­ne bei bes­tem Wet­ter die Rad­sai­son. Nach drei Ta­gen auf zum Teil stei­len We­gen er­klä­re ich Covid-19 als über­stan­den. Mei­ne Frau muss noch ei­ne Wo­che län­ger in Qua­ran­tä­ne blei­ben. Sie gilt im­pli­zit als po­si­tiv und wird, da nicht ge­tes­tet, wohl trotz­dem in kei­ner Sta­tis­tik auf­tau­chen. Aber wir ha­ben die Krank­heit un­be­scha­det über­lebt. Das al­lein zählt!

Wer hät­te ge­dacht, dass wir nach 21 Jah­ren in Fol­ge Zer­matt in die­sem Win­ter nicht mehr be­su­chen kön­nen wür­den. Wir wer­den vom vor­zei­ti­gen Sai­son­en­de in Ös­ter­reich über­rascht. Im Lau­fe der fol­gen­den Ta­ge wird auch Frank­reich die Ski­ge­bie­te schlie­ßen. Hier ist es aber ei­nem re­li­gi­ösen Tref­fen in Mul­hou­se zu­zu­schrei­ben, dass die Re­gi­on Grand-Est, al­so El­sass/Loth­rin­gen, so schwer ver­seucht wird, dass Pa­ti­en­ten in Deutsch­land be­han­delt wer­den müs­sen. Et­wa zeit­gleich mit Ös­ter­reich schließt die Schweiz. Ita­lie­ni­sche Ski­ge­bie­te sind da schon dicht, ins­be­son­de­re das jen­seits des Theo­dul­pas­ses lie­gen­de Breuil-Cer­vi­nia.

Am Tag un­se­rer An­rei­se nach Saal­bach wird ein ers­ter Covid-19 Fall be­kannt. Als wir ab­rei­sen, gibt es in Zell am See ein me­di­zi­ni­sches Zen­trum, in dem Gäs­te aus dem Aus­land auf­ge­nom­men und be­treut wer­den. Die ge­naue Zahl der In­fek­tio­nen ist nicht be­kannt. Sankt An­ton wird zu­sam­men mit dem Paz­naun­tal un­ter Qua­ran­tä­ne ge­stellt, ob­gleich im In­ter­net nicht ei­ne ein­zi­ge Zahl zu In­fi­zier­ten zu fin­den ist. Und hier hat auch die Bun­des­re­gie­rung ver­sagt: Wa­rum wur­den die Après-Ski Tem­pel nicht gleich zu Be­ginn der Kri­se ge­schlos­sen, Herr Kurz? Zur Stra­fe wird wohl auch die Sai­son 2020/21 kom­plett aus­fal­len!

Dass wir am En­de die­ser Ski­sai­son doch noch auf 29 Ta­ge kom­men, ver­dan­ken wir nicht zu­letzt der Ski­sa­fa­ri 2020, ei­ner Ent­de­ckungs­rei­se nach Frank­reich und Ita­li­en. Wir hat­ten schon lan­ge kei­nen neu­en Ski­ge­bie­te mehr ge­se­hen, nicht zu­letzt weil die, die es nach un­se­rer Ein­schät­zung Wert sein wür­den, jen­seits des Col du Lau­ta­ret lie­gen (Bild­ma­te­ri­al OSM BKG. Der Hö­hen­feh­ler am Mat­ter­horn ist be­reits kor­ri­giert.):

Also packen wir den Wa­gen für ei­ne Fahrt von 3 Wo­chen, die un­ter dem Na­men «Ski­sa­fa­ri 2020» in un­se­re Ana­len ein­ge­hen wird, fügt sie doch mit ei­nem Schlag un­se­rer Samm­lung vier neue Ge­bie­te hin­zu. Und wie­der ein­mal sorgt Ku­ros für gu­tes Ski­wet­ter, 22 Ta­ge lang. Ein klei­ner Un­fall an ei­nem ur­al­ten Lift führt letzt­lich da­zu, dass wir nur 20 da­von nut­zen wer­den, al­ler­dings in Fol­ge. Die Schnee­ver­hält­nis­se sind auf der Pis­te über­all gleich gut, bes­ser ge­sagt «sen­sa­tio­nell», so­dass wir sehr lan­ge zu­rück­den­ken müs­sen, um uns an ver­gleich­ba­re zu er­in­nern: Es ist an al­len Ta­gen so kalt, dass wir den Aus­druck «Sulz­schnee» fast aus un­se­rem Wort­schatz ver­lie­ren. Das be­schert uns eis- und stein­freie Pis­ten. Und zwei kur­ze Neu­schnee­ein­la­gen sor­gen da­für, dass die zu­vor ge­sperr­te Pis­te le Tun­nel von l'Al­pe d'Huez ge­öff­net wird und ich er­le­ben kann, wie un­ser voll be­la­de­ner Au­to­ma­tik­wa­gen mit Heck­an­trieb den ver­schnei­ten Col du Vars ge­ra­de­zu hin­auf­prescht.

Die Rei­se be­ginnt am Sonn­tag, den 5. Ja­nu­ar, mit der An­fahrt auf la Clu­saz, ei­nem klei­nen Ski­ge­biet, das wir an zwei Ta­gen prak­tisch kom­plett ab­fah­ren. Be­ein­dru­ckend ge­löst ist die Rück­fahrt in den schon fast mon­dä­nen Ort: Von al­len Po­si­tio­nen aus er­reicht man ei­ne der end­los lan­gen Tal­ab­fahr­ten. Wir ha­ben mit der 4-Ster­ne Un­ter­kunft Oda­lys ei­nen gu­ten Griff ge­tan. Es ist ei­ne von zwei Un­ter­künf­ten der Grup­pe, die ein Ho­tel in­te­grie­ren, sau­ber, mo­dern, freund­lich und ge­fäl­lig ge­baut. (»»La Clu­saz)

Am Abend des 7. Ja­nu­ar tref­fen wir, über den Col des Ar­ra­vis kom­mend, in les Deux Al­pes ein. Die Un­ter­kunft ist ziem­li­cher Schrott, wenn auch ge­räu­mig und sehr gut ge­le­gen am Orts­ein­gang. Nach­dem ich die ver­klemm­ten Schnap­per zwei­er Tü­ren re­pa­riert ha­be, schlie­ßen Klo- und Kü­chen­tür wie­der. Letzt­lich re­ge­le ich auch al­le an­de­ren Pro­ble­me mit der Re­zep­ti­on. So er­le­ben wir bei bes­ten Schnee- und Licht­ver­hält­nis­sen die nach un­se­ren Maß­stä­ben 100 Pis­ten­ki­lo­me­ter als groß­ar­ti­gen Ur­laub. Ei­ni­ge der Pis­ten sind ex­trem steil, we­gen der gu­ten Be­din­gun­gen grei­fen die Kan­ten aber zu­ver­läs­sig. 2013 war noch ein Tag la Gra­ve im Ski­pass ent­hal­ten. Das hat man lei­der mitt­ler­wei­le auf­ge­ge­ben. (»»Les Deux Al­pes)

Von les Deux Al­pes aus be­su­chen wir an zwei Ta­gen l'Al­pe d'Huez. Es ist für mich das span­nends­te Ge­biet die­ser Rei­se. Denn ne­ben der groß­ar­ti­gen Sa­renne-Abfahrt bie­tet es mit der Pis­te le Tun­nel ei­ne wirk­lich be­ein­dru­cken­de, wenn auch nicht über­mä­ßig schwie­ri­ge Bu­ckel­pis­te. Da­zu kom­men zahl­lo­se Pis­ten­ki­lo­me­ter, ei­ni­ge schwie­rig, an­de­re land­schaft­lich sehr reiz­voll. Auch die Be­haup­tung, dass man die größ­ten Hö­hen­un­ter­schie­de der Welt ha­be, ist nicht ganz falsch, gilt aber nur für die, die die Tun­nel fah­ren kön­nen. Zu­dem wird Zer­matt nur um 10 Hö­hen­me­ter über­bo­ten. (»»L'Al­pe d'Huez)

Die ers­ten bei­den Un­ter­künf­te hat­ten wir vor Rei­se­be­ginn ge­bucht, von nun an bu­chen wir «von Ziel zu Ziel». Mit dem der Über­que­rung des Col du Lau­ta­ret be­tre­ten wir das Ge­biet der See­al­pen.

Er­grif­fen ste­he ich an der Kas­se in le Mo­nê­tier les Bains. Dass ich es ein­mal über den Col du Lau­ta­ret schaf­fen wür­de, nach Ser­re Che­va­lier, hät­te ich nicht er­war­tet. Und so sind wir denn auch al­lein auf der an­de­ren Sei­te des Pas­ses. Wir hö­ren hier kein Deutsch mehr! Wir er­le­ben 4 wun­der­schö­ne Ta­ge in ei­nem to­tal un­ter­schät­zen, un­er­war­tet an­spruchs­vol­len Ski­ge­biet mit vie­len lan­gen Pis­ten, schö­nem Lo­go, brauch­ba­rer App und mo­der­nen Be­för­de­rungs­an­la­gen an al­len neu­ral­gi­schen Punk­ten. (»»Ser­re Che­va­lier)

«Vars/Ri­soul war die gro­ße Über­ra­schung für mich», spricht mei­ne Frau. Tat­säch­lich hat­te ich es zu­nächst nur als den süd­lichs­ten Punkt der Rei­se aus­ge­wählt, gut 100 km Luft­li­nie von Niz­za ent­fernt. Nen­ne ich die­se Zahl, er­star­ren die Zu­hö­rer vor Ehr­furcht. Aber wer kennt das Ge­biet? So weit im Sü­den kann es doch gar kei­nen gu­ten Schnee ge­ben, wer­den Sie den­ken. Aber das stimmt nicht. Wir tref­fen auf den bes­ten Schnee die­ser Rei­se, er­gänzt um fri­sche 20 cm in der Nacht vor un­se­rer An­rei­se. Da­zu kommt am Col de Crévoux, 2503 m, ein atem­be­rau­ben­der Blick auf den Lac de Ser­re Pon­çon. (»»Vars Ri­soul)

Zwar er­rei­chen wir oh­ne nach­zu­tan­ken von Vars aus am En­de Bonn, 1100 km Fahr­stre­cke, aber die­sen Weg wol­len wir dann doch nicht an ei­nem Tag fah­ren. So bu­chen wir noch 7 Ta­ge in Ce­sa­na To­ri­ne­se, dem Mit­tel­punkt der Ski­schau­kel Mont­ge­nè­vre/Se­stri­ere. Hät­te ich das auch ge­macht, wenn mir klar ge­we­sen wä­re, dass es dort kei­ne Tal­ab­fahr­ten gibt? Wie dem auch sei. Wir ha­ben im Ho­tel Cha­let Ca­sa Ce­sa­na ein ge­räu­mi­ges Zim­mer, ein ein­fa­ches aber stets le­cke­res, durch und durch ita­lie­ni­sches Es­sen, so­wie ein un­glaub­li­ches Preis-/Leis­tungs­ver­hält­nis, das al­ler­bes­te die­ser Rei­se. Da­zu be­treut uns Gi­u­lia, die sich sicht­lich freut, wie­der ein­mal deutsch spre­chen zu kön­nen, aufs Herz­al­ler­liebs­te. Dass in Ita­li­en vie­le Lif­te nur am Wo­che­n­en­de ge­öff­net wer­den, ist das ein­zi­ge Man­ko. Aber es trifft nicht nur uns son­dern auch die Hüt­ten­wir­te. Das Ge­biet selbst haut uns nicht um, al­ler­dings konn­ten wir 162 km Pis­te ver­mes­sen, wo­mit es zu den größ­ten Ski­ge­bie­ten der Al­pen zählt. Ei­ni­ge schwar­ze Pis­ten blei­ben in Erin­ne­rung. (»»Mont­ge­nè­vre/Se­stri­ere)

Un­se­re Rei­se en­det am 27. Ja­nu­ar mit der Rück­fahrt durch den 13 km lan­gen Tun­nel du Fréjus, den wir uns 41 Euro kos­ten las­sen. Bis in die Schweiz, wo wir noch auf der Vig­net­te vom Vor­jahr fah­ren kön­nen, kom­men wei­te­re 26 Euro hin­zu. Mit 950 km ist es die längs­te Ta­ges­etap­pe al­ler un­se­rer Ski­rei­sen. Dass hin­ter uns die Cora­na­vi­rus­wel­le ge­gen das Berg­mas­siv prallt, durch des­sen Tun­nel wir nur ganz knapp ent­kom­men, ist uns zu die­sem Zeit­punkt noch nicht be­wusst.

Win­ter 2018/19: Kli­ma­wan­del haut­nah!?

Zer­matt war schon im­mer ei­ne Des­ti­na­ti­on, die Mei­nun­gen spal­tet. Be­trach­tet man die Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re, kann man fest­stel­len, dass die Quar­tie­re im Ort im­mer mehr auf ei­ne Kli­en­tel zie­len, die in­ter­na­tio­nal ist und über un­be­grenz­te fi­nan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten ver­fügt. Das macht es (auch am Sai­son­en­de) zu­neh­mend schwe­rer, be­zahl­ba­ren Wohn­raum zu fin­den. Da­mit sich die­se oft un­be­hol­fe­nen Ge­stal­ten bes­ser ori­en­tie­ren kön­nen, hat man ei­nen ver­meint­lich «bes­se­ren» Lift­plan ge­stal­tet, der aber viel zu klein ist und zu­dem ei­nen über­trie­ben fet­ten, pro­mi­nen­ten Hin­ter­grund be­sitzt, so­dass man un­an­ge­mes­sen gro­ße Sym­bo­le braucht, um ei­ne hin­rei­chen­de Frei­stel­lung zu er­hal­ten. De fac­to fin­det man sich eher schlech­ter zu­recht. Auf zu en­gem Raum wer­den zu­vie­le In­for­ma­tio­nen dar­ge­stellt, da­zu völ­lig über­flüs­si­ge Pfos­ten am An­fang und En­de der Lif­te. Den Satz un­se­res Kar­to­gra­fie­pro­fes­sors, «Lasst Luft in die Kar­te!», kann man nicht of­fen­sicht­li­cher kon­ter­ka­rie­ren. Ich hal­te ihn, ob­gleich von Kett­ler her­ge­stellt, für den schlech­tes­ten Lift­plan al­ler Ge­bie­te, die ich be­fah­ren ha­be. Et­was mehr Pa­pier und den Duk­tus der Cer­vi­nia-Ver­si­on des­sel­ben Plans ver­wen­dend (oh­ne die dort stö­ren­de und heu­te eben­falls über­flüs­si­ge Dar­stel­lung der Be­schnei­ungs­an­la­gen), hät­te man Pis­ten und Lif­te mit Na­men be­schrif­ten kön­nen. Der frü­her eben­falls un­le­ser­li­che Lift­plan von les Arcs/la Plagne wur­de mitt­ler­wei­le über­ar­bei­tet.

Je­des Ski­ge­biet hat heu­te sei­ne ei­ge­ne App. Zer­matt ver­wen­det auch dort die Pfos­ten am An­fang und En­de der Lif­te, was die Lif­te ir­gend­wie ko­misch aus­se­hen lässt, da sich die Pfos­ten in der 3D-Dar­stel­lung schon bei kleins­ten Än­de­run­gen ver­schie­ben. Ob es klug ist, von ei­ner Po­si­ti­on aus, an der man sich nicht be­fin­det, un­ter den Lif­ten durch­schau­en zu kön­nen, bleibt frag­lich. Die Pis­ten wer­den nach Brei­te dar­ge­stellt, was im we­sent­li­chen ge­lun­gen ist, aber, z. B. am Bec Carré, da­zu führt, dass die Pis­ten in­ein­an­der ver­schwim­men. (Was der Wirk­lich­keit an­de­rer­seits sehr na­he kommt.) Bei pral­lem Son­nen­licht hängt die Brauch­bar­keit der App von der Leis­tungs­fä­hig­keit des je­wei­li­gen Geräts ab. Sehr lan­ge, so die Er­fah­rung, wird der Ak­ku ei­ne in­ten­si­ve Nut­zung nicht durch­hal­ten. Die Stand­ort­su­che per GPS und Nach­rich­ten über die Sper­rung von Pis­ten sind hin­ge­gen hilf­reich.

Für uns ist Zer­matt seit 21 Win­tern das Früh­lings­ski­ge­biet schlecht­hin: «Wo fährt man um die­se Zeit noch Ski?» wer­den wir im­mer wie­der ge­fragt. Aber wie in je­dem Jahr kön­nen wir al­le Ski­ta­ge nut­zen, fah­ren in der neu­en 3S-Bahn zum Klein Mat­ter­horn und hin­un­ter nach Val­tour­nen­che. Die ers­ten Ta­ge sind groß­ar­tig, dann wird es zu warm. Am vor­letz­ten Tag bricht ei­ne Schnal­le am Schuh, so­dass ich neue mie­ten muss, und abends wer­den mei­ne Ski ver­wech­selt, was mir zwei Stun­den mit frem­den Leih­ski be­schert, Völkl Race­tiger SL Pro. Ich flir­te so in­ten­siv mit ih­nen, dass ich an die­sem Tag noch um 17:20 Uhr ei­ne Berg­fahrt an Sun­neg­ga ma­che. Ob sie auch für Tem­po 100 tau­gen, kann ich un­ter den ge­ge­be­nen Um­stän­den nicht klä­ren. Ich be­kom­me mei­ne Ski am En­de wie­der und gön­ne dem Troll, der sie ver­wech­selt hat­te, dass er mei­ne Ab­fahrt­ski durch den schwe­ren Sulz­schnee fah­ren muss­te. Die Race­tiger dre­hen un­ter mei­nem Hin­tern wie ein Bie­nen­volk!

Be­zah­len möch­te man den Ski­pass von Zer­matt nicht, aber die In­ves­ti­tio­nen loh­nen sich. Mit der 3S zum Klein Mat­ter­horn hat man sich und den Gäs­ten ei­nen Ge­fal­len ge­tan. Hat­te ich die Auf­fahrt frü­her we­gen der lan­gen War­te­zei­ten ent­we­der als al­ler­ers­ter an­ge­tre­ten, bei mi­se­ra­bler Sicht oder auch gar nicht, so fah­re ich sie heu­te erst­mals wie je­de an­de­re Gon­del auch. Es ist ei­ne Um­lauf­gon­del im Rang ei­ner Luft­seil­bahn, al­ler­dings oh­ne die dort ver­wen­de­ten Si­che­run­gen: Reißt das 7 km lan­ge Zug­seil, sind al­le Gon­deln un­ter­halb der Bruch­stel­le ver­lo­ren. Im­mer­hin schwan­ken die Ka­bi­nen auch bei star­kem Wind nur sehr we­nig.

Zer­matt nutzt den Ser­vice von Ski­line. La Plagne, Flaine, Sankt An­ton und an­de­re gro­ße Ge­bie­te tun das nicht. Ich fah­re auch gleich wie­der Pis­ten, die falsch er­fasst wer­den, was mir ei­ne län­ge­re Dis­kus­si­on mit den Berg­bah­nen be­schert. Der Aus­gang ist ak­tu­ell noch of­fen. Der Schrift­ver­kehr wird am En­de Sei­ten fül­len - im­mer­hin nimmt man mei­ne fun­dier­ten, gut be­leg­ten Ein­wän­de ernst. Mal ehr­lich: Wer braucht ei­nen Leis­tungs­mes­ser, der auf Teil­stre­cken ekla­tant ver­sagt? Zu­dem ge­lingt es den Be­trei­bern im­mer noch nicht, Lift­na­men, wie den des Bec Carré, kor­rekt mit Ak­zent zu schrei­ben.

Da­von ab­ge­se­hen ist es wie­der mal ein groß­ar­ti­ger Ski­ur­laub. We­gen der vie­len Ein­hei­mi­schen aus dem Tal spre­che ich oft fran­zö­sisch. Die gro­ße Ent­täu­schung ist der letz­te Tag: Ich fah­re sehr schnel­le Ab­fahr­ten auf zwei ver­schie­de­nen Tras­sen am Furgg­sat­tel, kann aber kei­ne Stei­ge­rung ge­gen­über den an­de­ren Ta­gen er­ken­nen und schaue da­her nicht auf den GPS-Emp­fän­ger. Am Abend le­se ich den Track aus und stel­le fest, dass ich zwei­mal Tem­po 97 ge­fah­ren bin. Viel­leicht nimmt man die ho­he Ge­schwin­dig­keit nach 10 Ta­gen nicht mehr wahr. Da­mit dar­aus am En­de Tem­po 100 wird, be­darf es ei­ner ge­wis­sen Re­chen­kunst. Das stellt mich nicht wirk­lich zu­frie­den, aber im­mer­hin ver­lau­fen die 30 Ski­ta­ge die­ser Sai­son un­fall­frei. Die Ka­the­dra­le von Pa­ris hat da we­ni­ger Glück. De­ren Dach­stuhl brennt wäh­rend un­se­res Ur­laubs kom­plett aus.

Wie­der ein­mal ist Sankt An­ton der Rein­fall der Sai­son. Hat­ten wir we­ni­ge Jah­re zu­vor vor Weih­nach­ten noch je­den Tag nach Ischgl fah­ren müs­sen, um über­haupt Schnee zu ha­ben, so ha­ben wir in die­sem Jahr zu­viel da­von. Kommt die­ser Schnee aus ho­hen Wol­ken (ja) und gibt es kei­nen Sturm (nein), ist das gut zu er­tra­gen. So bläst der Wind das Ski­ge­biet auf ein­zel­ne Teil­ski­ge­bie­te zu­sam­men, die un­ter­ein­an­der nicht ver­bun­den sind. Die Über­gän­ge blei­ben meist ge­schlos­sen oder dro­hen mit mög­li­cher Schlie­ßung, so­dass mein Sohn und ich zwar bis nach Lech kom­men, so­gar bis Schrö­cken, aber dann ist auch schnell wie­der Schluss. Au­ßer ei­ner sehr schö­nen Ski­rou­te in Zürs und der Pis­te ent­lang der Mad­loch­bahn kommt kei­ne Er­gän­zung des von uns er­ho­be­nen Lift­plans zu­stan­de. Scha­de.

Wenn man ei­nen der wich­tigs­ten Über­gän­ge, den Ar­len­mäh­der 6er, an dem un­ser Sohn ei­ne Stun­de an­ste­hen muss­te, für meh­re­re Ta­ge nicht in Be­trieb nimmt, muss man halt ei­ne Ski­bus­ver­bin­dung von St. Chri­stoph zur Al­pe Rauz or­ga­ni­sie­ren. Da­zu sind die Be­trei­ber aber of­fen­sicht­lich nicht be­reit. Un­ser Sohn: «Mein Ur­laub ist zu wert­voll, um mir das bie­ten zu las­sen!» Auch ich rücke im­mer mehr von Sankt An­ton ab.

Was uns trös­tet? Wir ha­ben ein großes Ap­par­te­ment bei Ma­rio Matts El­tern in Flirsch, wo wir 2003 schon ein­mal zu Gast wa­ren. Sie sind trotz der über­großen Er­fol­ge al­ler drei Söh­ne un­kom­pli­ziert und herz­lich ge­blie­ben. Un­ser Sohn amü­siert sich zu­dem im Tief­schnee, wo­zu er sich ent­spre­chend brei­te Ski mie­tet. Und mei­ne Frau, die nur zwei Ta­ge fährt, sagt den klu­gen Satz: «Ich fah­re noch nach Zer­matt. Da will ich mir in die­sem Schnee nicht die Kno­chen bre­chen.»

Am letz­ten Tag muss der Ski­bus auf die Au­to­bahn aus­wei­chen, weil die Bun­des­s­tra­ße we­gen La­wi­nen­ge­fahr ge­sperrt ist. Trotz­dem und trotz schlech­ter Sicht sind die­je­ni­gen Pis­ten, die be­fahr­bar sind, voll mit Ski­fah­rern. In Ischgl wä­re das Ge­biet un­ter ver­gleich­ba­ren Um­stän­den kom­plett leer! Bis 11 Uhr fah­ren wir hel­den­haft, dann wird es so warm, dass der Schnee zu Was­ser wird. Nach ei­ner Pau­se in der Ro­del­alm neh­men wir ei­nen letz­ten An­lauf. Völ­lig durch­nässt ge­ben wir ge­gen 13 Uhr auf. Der Schnee wird brett­hart und ge­fähr­lich. Es reicht!

Ich hat­te Ski­line die Fra­ge ge­stellt, warum Sankt An­ton de­ren Ser­vice nicht be­reit­stellt: «Sie tun das halt nicht!» Ich glau­be eher, dass sie das nicht kön­nen. Viel­leicht, weil das Ski­ge­biet das nicht her­gibt. Lif­te oh­ne Zu­gangs­sper­ren, wie Rif­fel I und II am Rendl oder auf Al­bo­na oder ganz ein­fach Stre­cken­füh­run­gen und neu­tral­gi­sche Punk­te, die we­gen lan­ger War­te­zei­ten an Lif­ten kei­ne gro­ßen Zah­len er­war­ten las­sen, dürf­ten die Grün­de da­für sein.

Nen­daz zum Zwei­ten. Ein Jahr nach un­se­rem letz­ten Ski­ur­laub dort bu­chen wir wie­der im sel­ben Haus und bei der­sel­ben Agen­tur. Das Haus ver­fügt über Au­ßen­park­plät­ze, was we­gen der pre­kä­ren Si­tua­ti­on an Stell­plät­zen im Ort für ei­nen VW-Bus wich­tig wer­den kann. Was nützt ein Ga­ra­gen­platz, der ei­ne 1,90er Ein­fahrt­hö­he hat? Am En­de neh­men wir dann doch die Li­mou­si­ne, was mir ei­ne Denk­sport­auf­ga­be in Punk­to Ein­par­ken in ei­ner ul­traen­gen Tief­ga­ra­ge be­schert.

Dass man hier in der Schweiz ist und nicht in Frank­reich, er­schließt sich nicht ein­mal auf den zwei­ten Blick. Hier spricht prak­tisch nie­mand deutsch. Wir ha­ben ei­ne sehr schö­ne und ge­räu­mi­ge Un­ter­kunft und neh­men die 15 Mi­nu­ten Lauf­weg zur Bahn in Kauf. Der Blick aus den Fens­tern über das Rhô­ne­tal ist wie­der ein­mal groß­ar­tig!

Das Wet­ter ist bes­ser als die Vor­her­sa­ge. Wir ha­ben sechs schö­ne Ski­ta­ge. An ei­nem Mor­gen, an dem mei­ne Frau spä­ter star­tet, kann ich auf (zu­vor) prä­pa­rier­ter Pis­te in 15 cm Neu­schnee mei­ne Run­den dre­hen. Der Hub­schrau­ber der Air Zer­matt fliegt in der Tou­ren­ab­fahrt Col des Gen­tia­nes-Tor­tin nicht für uns, die «Bob­bahn» ist wie­der of­fen und ich fah­re mei­ne Lieb­lings­tou­ren­ab­fahrt Lac des Vaux-La Tzou­maz.

Les Arcs/la Plagne: Seit Ja­nu­ar 2007 hat­te mei­ne Frau das Dop­pel­ski­ge­biet nicht mehr be­sucht. Weil wir früh sind und die Stre­cke kür­zer ist, fah­ren wir über Anne­cy. Vor Al­bert­ville tref­fen wir an ei­nem Kreis­ver­kehr auf die «Gelb­wes­ten», les «gi­lets jau­nes», die uns al­ler­dings nicht an der Wei­ter­fahrt hin­dern, son­dern nur ei­ne Spen­den­büch­se vor die Wind­schutz­schei­be hal­ten. Aus­nahms­wei­se be­grü­ße ich die An­we­sen­heit der fran­zö­si­schen Po­li­zei.

Ich hat­te im Rah­men von Sport­fahr­ten des Ski­club Un­ter­tau­nus be­reits zwei wei­te­re Rei­sen un­ter­nom­men und das Ge­biet fast voll­stän­dig ver­mes­sen. So kom­men auf die­ser Rei­se nur noch we­ni­ge Pis­ten­ki­lo­me­ter und zwei neue Ses­sel­lif­te hin­zu, die aber le­dig­lich die Fahr­zei­ten ver­kür­zen. Die ers­ten bei­den Ta­ge brin­gen über 40 cm Neu­schnee, die das Ge­biet auch drin­gend braucht. Wäh­rend die Ostal­pen im Schnee er­sti­cken, sah es bis da­hin im Wes­ten eher mau aus.

Der­weil ich mir be­reits am ers­ten Tag in den an den Knö­cheln zu en­gen Ski­schu­hen die Fuß­ge­len­ke ka­putt fah­re, ver­zich­tet mei­ne Frau dan­kend auf den an sich groß­ar­ti­gen «Schnee aus ho­hen Wol­ken». Statt zu la­men­tie­ren grei­fe ich am zwei­ten Tag, wie­der al­lein un­ter­wegs, zum Snow­board, das ich seit Jah­ren für solch ei­nen Fall von Ski­ge­biet Les Arcs - Mont Blanc vom Comborcière zu Ski­ge­biet schlep­pe. In den wei­chen Schu­hen tut mir nichts mehr weh und mit ei­nem Ver­län­ge­rungs­tag am Sams­tag schrau­be ich die Zahl der Ta­ge auf dem Board auf 372 hoch. Im­mer­hin kann mei­ne Frau auf die­se Wei­se noch fünf son­ni­ge Ski­ta­ge ge­nie­ßen. Vier da­von ver­brin­gen wir in Les Arcs. Hö­he­punkt die­ser Rei­se ist die Ab­fahrt von der Ai­guil­le Rou­ge bis Vil­la­ro­ger, 2.000 Hö­hen­me­ter in ei­nem Zug, mit mo­de­ra­ter War­te­zeit an der fast im­mer über­lau­fe­nen Luft­seil­bahn.

Les Arcs - Ladestation am Comborcière Ei­ni­ge der Lif­te wur­den mo­der­ni­siert. Ins­be­son­de­re der In­ver­sen­se, der be­son­ders lang­sam war, so­wie die Rück­kehr von der Tal­sta­ti­on des Com­bor­ciè­re nach Arc 2000. Man hat den Pré Saint Esprit nicht nur mit Hau­ben ver­se­hen, die sich in fei­nem Dun­kel­blau ge­gen den Schnee ab­he­ben, man hat ihn auch so weit in Rich­tung Col de la Chal ge­baut, dass man den Ar­ca­bul­le er­reicht und da­mit nur noch zwei Lif­te braucht, um vom äu­ßers­ten En­de der Sta­tion bis zum Va­noise Ex­press ab­zu­fah­ren. Nimmt man die Wald­ab­fahrt und ei­ne kur­ze Lauf­stre­cke zum Pré Saint Esprit in Kauf, ist Vil­la­ro­ger bis auf vier Lif­te an den Über­gang nach la Plagne her­an­ge­rückt.

An der Berg­sta­ti­on des Com­bor­ciè­re hat man ei­nen of­fe­nen Rast­platz an­ge­legt, von dem aus man ei­nen un­ver­ge­ss­li­chen Blick auf den Mont Blanc ge­nießt. Für die jün­ge­re Ge­ne­ra­ti­on ist ei­ne La­de­sta­ti­on für meh­re­re Smart­pho­nes und Ta­blets in­te­griert, ab­schließ­bar, so­dass man die ro­te Ab­fahrt neh­men und das Gerät spä­ter wie­der ab­ho­len kann. Von der Nord­flan­ke der Berg­ket­te, von Arc 1600, ist der Aus­sichts­punkt nicht zu er­rei­chen. Wer nichts Drin­gen­de­res vor hat, soll­te un­be­dingt ei­nen Ab­ste­cher über die Pis­te Mont Blanc ma­chen, die we­gen ih­rer Brei­te, des Pa­n­ora­mas und der Stre­cken­füh­rung durch den Wald in Erin­ne­rung bleibt.

Wir bu­chen über INTER CHALET mit der Re­si­denz Front de Nei­ge, Oda­lys Va­can­ces, ei­ne ge­ho­be­ne Klas­se und ein Ap­par­te­ment für 4-6 Per­so­nen, das zu zweit üp­pig Platz bie­tet. Das Haus ver­fügt über ein Schwimm­bad und liegt un­mit­tel­bar an der Pis­te. Zu­dem kön­nen wir, was sel­ten ist, ei­ne Nacht ver­län­gern, was die ver­lo­re­nen ers­ten bei­den Ta­ge ver­ges­sen macht. Wir es­sen in Plagne So­leil und Vil­la­ge zu Abend und ha­ben für un­se­ren Ge­schmack ein bes­se­res Es­sen als in Ös­ter­reich, zah­len am En­de da­für aber auch nicht viel mehr. Die At­mo­sphä­re ist in al­len Restaus aus­ge­spro­chen freund­lich und an­ge­nehm. Oft wird man per SMS an sei­ne Re­ser­vie­rung er­in­nert. Auch in der Ne­ben­sai­son ist es mu­tig, oh­ne Re­ser­vie­rung los­zu­zie­hen.


Was uns in den vor­aus­ge­hen­den Jah­ren be­weg­te, ist un­ter An­ek­do­ten & Hi­stör­chen do­ku­men­tiert.

Je­de Sport­art und je­des Hob­by kennt «Jahr­hun­der­ter­eig­nis­se»: Die Ski­sa­fa­ri 2013, die mit ei­nem Top-Event en­det, dem Flug mit Air Zer­matt zum Mon­te Ro­sa. Auf die­ser Rei­se fah­ren wir u. a. nach la Gra­ve, dem mit 200 m Pis­te schein­bar kleins­ten Ski­ge­biet der Al­pen, und durch das Vallée Blan­che von Cha­mo­nix, ei­ne groß­ar­ti­ge, hoch­al­pi­ne Tour durch die Glet­scher­welt des Mont Blanc. Dann die Ski­sa­fa­ri 2020, die uns zum al­ler­ers­ten Mal in die See­al­pen führt, u. a. nach Ser­re Che­va­lier und das sehr weit süd­lich ge­le­ge­ne Vars/Ri­soul. Oder die 120 Pis­ten­ki­lo­me­ter vom April 2017, die ich mir gut­schrei­ben konn­te, so­wie die 110 Pis­ten­ki­lo­me­ter, die un­ser Sohn in Zer­matt hin­ge­legt hat, in­klu­si­ve Ski­rou­ten und Bu­ckel­pis­ten. Im Win­ter 2018 er­reicht er Platz 2 der Bes­ten­lis­te mit 166 km und knapp 27.000 Hö­hen­me­tern. Da­zu passt die Tem­po 100 Fahrt mit dem Snow­board, auch wenn sie nun schon län­ger zu­rück­liegt.

Aber all das wird in den Schat­ten ge­stellt von ei­ner Ski-Nacht im Ja­nu­ar 2010 an der Dia­vo­lez­za, Sankt Mo­ritz. Ski fah­ren bei Voll­mond, im Rä­to­ro­ma­ni­schen als Glü­na Plai­na be­zeich­net. Über meh­re­re Stun­den. 900 Hö­hen­me­ter und fünf Pis­ten­ki­lo­me­ter so oft man es un­ter den skur­ri­len Licht­ver­hält­nis­sen aus­hält.

Ski­club Bin­gen

Der Autor Wir be­trach­ten die zahl­rei­chen Bil­der und aus­führ­li­chen Be­rich­te auf die­ser Sei­te als ei­nen Bei­trag zum «Skic­lub Bin­gen 1930 e.V. im In­ter­net». Dort ha­be ich Ski fah­ren ge­lernt, mei­ner Frau zu­lie­be, bin mit dem Club be­reits im ers­ten Jahr nach Frank­reich ge­fah­ren und ha­be vie­le Jah­re spä­ter die fran­zö­si­schen Ski­ge­bie­te wie­der­ent­deckt. Sie er­le­ben bei uns ei­ne Re­naissance! Wer vom Ski­fah­ren re­det und die Trois Vallées nicht kennt, spricht, selbst wenn er ehr­lich ist, nur die hal­be Wahr­heit.

Ski­sa­fa­ri 2013

Zermatt - Monte Rosa 20139.-15. März 2013: Die­se Rei­se wird auf im­mer ei­nen Spit­zen­platz un­ter un­se­ren Er­leb­ni­s­ur­lau­ben ein­neh­men. Oh­ne ei­ne Un­ter­kunft ge­bucht zu ha­ben fah­ren mein Sohn und ich in der Nacht nach Frank­reich. Die Zie­le die­ser Rei­se sind La Gra­ve, les Deux Al­pes, l'Al­pe d'Huez und das Vallée Blan­che von Cha­mo­nix. Hö­he­punkt ist der Hub­schrau­ber­flug mit Air Zer­matt zum Mon­te Ro­sa. Die Ge­schich­te ver­bin­det die Ein­zel­ge­schich­ten und ge­währt ei­nen Ein­blick in das Aben­teu­er ei­ner Rei­se­bu­chung aus dem Au­to. Unab­ding­bar für das Ge­lin­gen sind Glück mit dem Wet­ter und ei­ne Kre­dit­kar­te. Hier die Ge­schich­te, die wir der Tat­sa­che ver­dan­ken, dass wir den Wet­ter­be­richt grund­sätz­lich igno­rie­ren. Ein Jahr spä­ter wer­de ich der Sto­ry ei­ne wei­te­re Ku­rio­si­tät hin­zu­fü­gen kön­nen.

Ski­sa­fa­ri 2020

5.-27. Ja­nu­ar 2020: Es ist die längs­te al­ler un­se­rer Ski­rei­sen. 20 Ta­ge lang fah­ren wir oh­ne Un­ter­bre­chung Ski. Wir star­ten in Bonn und steu­ern la Clu­saz, les 2 Al­pes, l'Al­pe d'Huez, Ser­re Che­va­lier, Vars/Ri­soul und Mont­ge­nè­vre/Se­stri­ere an. Wir über­win­den da­bei die Päs­se Ar­ra­vis, Lau­ta­ret, Mont­ge­nè­vre und fah­ren den größ­ten Teil des Col de Vars im Schnee hin­auf. Jen­seits des Lau­ta­ret trifft man nicht mehr auf Lands­leu­te.
Sen­sa­tio­nel­le Schnee­ver­hält­nis­se und bes­tes Wet­ter be­glei­ten uns. In la Clu­saz und in Vars ge­nie­ßen wir traum­haf­te Pa­n­ora­men. Der Lac de Ser­re Pon­çon ist zum Grei­fen na­he. Wir ha­ben ihn im Som­mer im­mer wie­der be­sucht, sei es mit dem Rad oder auf der Rück­fahrt von der Côte d'Azur. Trotz des vor­zei­ti­gen En­des durch ei­ne (leich­te) Ver­let­zung gilt die Rei­se als durch und durch ge­lun­gen!

3 Vallées - Ka­pi­tel I

Les 3 Vallées - SaulireDie drit­te Ski­wo­che mei­nes Le­bens führ­te mich im April 1994 in das mit wei­tem Ab­stand größ­te zu­sam­men­hän­gen­de Ski­ge­biet der Al­pen, die Trois Vallées. Schon da­mals hat­te ich den Ein­druck, dass es vor al­lem ein Ge­biet mit mit­tel­mä­ßig span­nen­den Pis­ten ist. Die­ser Ein­druck hat sich be­stä­tigt, so wie auch der, dass Mot­ta­ret das ei­gent­li­che Herz die­ser ein­zig­ar­ti­gen Ski­schau­kel ist. Dass auch gu­te Fah­rer auf ih­re Kos­ten kom­men, liegt nicht zu­letzt an den ge­wal­ti­gen Ent­fer­nun­gen, die man hier an ei­nem Tag zu­rück­le­gen kann. Am längs­ten Tag der Rei­se zeich­net der GPS-Emp­fän­ger feh­ler­be­rei­nigt 62 Pis­ten­ki­lo­me­ter und 12200 Hö­hen­me­ter auf.

version françaiseAprès 14 ans, je suis re­tourné dans le plus grand do­mai­ne skia­ble des Al­pes, les Trois Vallées dans le cœur des Al­pes de Sa­voie. Mon fils a tra­duit l'hi­stoire en français.

3 Vallées - Ka­pi­tel II GPS

Les 3 Vallées - SaulireNach der aus­führ­li­chen Be­schrei­bung, den vie­len neu­en Bil­dern, der um­fang­rei­chen Do­ku­men­ta­ti­on per GPS so­wie der Über­set­zung ins Fran­zö­si­sche woll­te ich die Drei Tä­ler ru­hen las­sen. Aber da ich im Ja­nu­ar nicht al­le Pis­ten ver­mes­sen konn­te, fah­ren wir über Weih­nach­ten 2008 als Fa­mi­lie ins Herz der 3 Vallées, nach Méri­bel-Mot­ta­ret: «Wie kannst Du nur schrei­ben, dass das ein ein­fa­ches Ski­ge­biet sei!?», be­klagt sich mei­ne Frau. Aber nach ei­nem Jahr auf zum Teil schwe­ren Pis­ten fällt auch ih­re Ein­schät­zung auf­grund der Rei­se nun et­was an­ders aus.

Im Ja­nu­ar 2013 bin ich wie­der mit dem Ski­club Bin­gen dort: 84 km (14000 Hö­hen­me­ter) am längs­ten Tag und 72,5 km im Durch­schnitt sind die Kenn­zah­len die­ser 6 Ta­ge. 2014 ste­he ich dann an der Stel­le, an der Mi­cha­el Schu­ma­cher ei­ne Wo­che zu­vor ver­un­glückt war. Ein un­schein­ba­rer Pis­ten­ab­schnitt auf mei­nem Weg zum Grand Cou­loir mit sei­nen max. 80% Ge­fäl­le.

4 Vallées

Man­chem Ski- und Snow­board­fah­rer gel­ten die 4 Vallées als das schwers­te Ski­ge­biet der Al­pen. Wer ein­mal durch den stei­len Pfei­ler rechts der Gon­del vom Mont Fort ab­ge­fah­ren ist, der hat ei­ne Vor­stel­lung da­von, was da­mit ge­meint ist. Es ist zu­gleich das ein­zi­ge gro­ße Ski­ge­biet, in dem we­sent­li­che Ver­bin­dungs­stre­cken aus­schließ­lich Ski­rou­ten sind, ei­ni­ge be­ein­dru­ckend schwie­rig. Die­se Ab­schnit­te sind na­tur­be­las­sen und nicht be­schneibar. Da­her le­ben das Ge­biet und sei­ne Ge­schich­ten von fri­schem Schnee.

L'Al­pe d'Huez

1997: Ein Ski­ge­biet von au­ßer­ge­wöhn­li­chem Reiz zu ei­ner Zeit mit au­ßer­ge­wöhn­lich we­nig Schnee: L'Al­pe d'Huez. Vie­len bes­ser be­kannt als häu­fi­ge Berg­an­kunft der Tour de Fran­ce, hat die­ser Ort doch noch et­was mehr Flair als die ge­wöhn­li­che fran­zö­si­sche Ski­sta­ti­on, auch wenn er sich äu­ßer­lich kaum un­ter­schei­det. Mit den Ab­fahr­ten Le Tun­nel und Gla­cier de Sa­ren­ne kann der Ort so­wohl in Punk­to Schwie­rig­keit als auch Län­ge mit den schwers­ten und längs­ten Ab­fahr­ten der Al­pen mit­hal­ten.
2013: Die Tun­nel ist ge­schlos­sen, die Sa­ren­ne ge­öff­net. Wir ha­ben nur ei­nen Tag Zeit, ver­mes­sen die Sa­ren­ne und fah­ren die wich­tigs­ten schwar­zen Pis­ten bis hin­un­ter nach Vau­ja­ny. Der Aus­gangs­punkt, Pic Blanc, ist zwar ein Berg von eher ge­rin­gem op­ti­schen Reiz, doch un­be­strit­te­nes High­light für ge­üb­te Fah­rer.

Sankt An­ton am Arl­berg GPS

Win­ter­ur­laub in Sankt An­ton am Arl­berg. Es ist ein teu­e­res Ver­gnü­gen in ei­nem der tra­di­ti­ons­reichs­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen dem Win­ter­sport zu frö­nen. Auch ein eher mä­ßi­ges Ver­hält­nisvon Preis und Leis­tung hin­sicht­lich Ver­pfle­gung auf der Hüt­te und Un­ter­kunft im Ort kann den Run auf ei­nes der be­kann­tes­ten und für ge­üb­te Ski­fah­rer auf­re­gens­ten Ge­bie­te der Al­pen kaum schmä­lern. Es ist zu­dem deut­lich un­ter­halt­sa­mer, wenn Sie in «Stan­ton» eng­lisch spre­chen.

Wei­te­re Ein­stie­ge in die Ge­schich­te er­lau­ben ei­ne Bil­der­ga­le­rie und die mit­tels GPS be­stimm­ten Goo­gle-Earth Da­ten des heu­te prak­tisch kom­plett ver­mes­se­nen Ge­samts­ki­ge­biets. Zu­dem gibt es ei­nen Kurz­be­richt über das klei­ne Ski­ge­biet Pett­neu, das zur­zeit aber nicht in Be­trieb ist. Wie an­ge­kün­digt wur­de die Lift­ver­bin­dung mit Lech in der Sai­son 2016/17 rea­li­siert.

Les Arcs GPS

Les ArcsEn­de Ja­nu­ar 2007: Wir sind zu­rück aus dem viel­leicht schöns­ten Ski­ur­laub der letz­ten Jah­re und wis­sen nicht so recht, wo­von wir mehr fas­zi­niert sind, der gi­gan­to­ma­ni­schen Grö­ße der durch den Va­noise Ex­press so ein­drucks­voll ver­bun­de­nen Ski­ge­bie­te Les Arcs und la Plagne oder der Freund­lich­keit und Hilfs­be­reit­schaft un­se­rer fran­zö­si­schen Gast­ge­ber im Her­zen von Sa­voy­en.

2019 neh­men wir er­neut den sehr teu­ren Pa­ra­di­ski-Pass, denn der­art ab­wechs­lungs­reich prä­sen­tiert sich kaum ein Ski­ver­bund. Wir er­mit­teln über 300 Pis­ten­ki­lo­me­ter und be­stä­ti­gen, dass dies das zweit­größ­te zu­sam­men­hän­gen­de Ski­ge­biet der Al­pen ist! Und auch ga­stro­no­misch kom­men wir in Plagne Vil­la­ge voll auf un­se­re Kos­ten.

Breuil-Cer­vi­nia GPS

Breuil-Cervinia - Polizei auf der PisteApril 2007: Das Mat­ter­horn aus ei­ner nichts­sa­gen­den Per­spek­ti­ve. Man könn­te das ita­lie­ni­sche Breuil-Cer­vi­nia dem Ski­ge­biet von Zer­matt zu­schla­gen, aber der Ge­samts­ki­pass ist ex­trem teu­er und bie­tet ver­sier­ten Fah­rern kei­nen Zu­ge­winn. Zu­dem gibt es kei­ne Er­mä­ßi­gung für Kin­der und Ju­gend­li­che, wenn man ei­nen Tag nach­bucht! Aber als wirk­lich un­er­träg­lich emp­fin­den wir die ita­lie­ni­sche Po­li­zei, die uns er­mahnt, lang­sam zu fah­ren, ob­gleich die Pis­te ge­ni­al prä­pa­riert, but­ter­weich, gut über­schau­bar und völ­lig leer ist! Zu­ge­ge­ben, Tem­po 100 ist nicht je­der­manns Sa­che. Aber am En­de bleibt die Fra­ge, ob 148 CHF Zu­schlag für vier Per­so­nen an­ge­mes­sen ist für et­was, was man nur zwei frü­he Stun­den lang nut­zen und zu­dem auf schwei­zer Sei­te um­sonst ha­ben kann. Po­li­zei­schutz brau­chen wir je­den­falls nicht!

Cha­mo­nix und das Vallée Blan­che

ChamonixWir hat­ten Cha­mo­nix viel­leicht des­halb bis­her kei­nes Blickes ge­wür­digt, weil wir das Ski­ge­biet we­gen sei­ner Zer­split­te­rung nicht wirk­lich ernst neh­men konn­ten. Da­für er­schi­en es uns zu klein, zu weit ent­fernt und zu teu­er zu sein. Aber bei gu­ten Ski­fah­rern, und da vor al­lem un­ter den Ex­per­ten, er­freu­en sich das Vallée Blan­che und die schier end­lo­sen Hän­ge über Ar­gen­tiè­re völ­lig zu Recht gro­ßer Be­liebt­heit. Und der Skiort selbst ist ein­fach groß­ar­tig; kein an­de­rer in den Al­pen ist so bo­den­stän­dig und so mon­dän zu­gleich!

Chur (mit Bram­brüesch)

ChamonixWir hat­ten Chur mit dem Ziel ge­wählt, ei­nen Stand­ort für Fahr­ten nach F­lims/Laax, Len­zer­hei­de/Aro­sa und Klos­ters/Da­vos zu ha­ben. Am En­de rea­li­sie­ren wir das auch und fah­ren an 10 Ski­ta­gen ein­mal nach Bram­brüesch, je zwei­mal nach Klos­ters und Laax und fünf Ta­ge nach Len­zer­hei­de. Ich hat­te beim Bu­chen auf ei­nen ei­ge­nen Stell­platz ge­ach­tet, was sich we­gen der Park­platz­be­wirt­schaf­tung bis in die Vor­städ­te als un­ver­zicht­bar her­aus­stel­len soll. Ei­ne Rah­men­ge­schich­te.

La Clu­saz

Ob­gleich wir nur zwei Ta­ge im Ski­ge­biet von la Clu­saz un­ter­wegs sind, fah­ren wir es prak­tisch kom­plett ab. Nur ei­ni­ge we­ni­ge Pis­ten und Lif­te blei­ben un­ge­nutzt. Im Ge­biet Bal­me ma­chen wir zum ers­ten Mal aus­gie­big Mit­tags­rast auf ei­ner fran­zö­si­schen Hüt­te. Wir er­freu­en uns an der or­dent­li­chen Qua­li­tät und den an­ge­mes­se­nen Prei­sen. Für ei­ne Wo­che wür­de man den Ski­pass Ar­ra­vis bu­chen, der ein et­wa dop­pelt so großes Are­al ab­deckt. Hier al­so un­se­re Ge­schich­te über den Ge­biets­teil la Clu­saz/Ma­ni­god.

Crans-Mon­ta­na

Crans-Montana Wie oft sind wir auf dem Weg nach Zer­matt schon an die­sem Ski­ge­biet vor­bei ge­fah­ren, oh­ne dass wir uns da­zu hät­ten durch­rin­gen kön­nen, hier ei­nen Tag zu fah­ren. Aber die Verab­re­dung un­se­rer Toch­ter mit ei­ner Schul­ka­me­ra­din bringt uns dann doch für ei­nen viel zu hei­ßen Tag Mit­te März in das gro­ße, fran­zö­sisch spre­chen­de Ski­ge­biet von Crans-Mon­ta­na, das voll­stän­dig nach Sü­den ori­en­tiert ist - mit al­len Vor- und Nach­tei­len.

Les Deux Al­pes

Ur­sprüng­lich ein Teil der Ge­schich­te über l'Al­pe d'Huez, hat­te ich Les Deux Al­pes ei­ne ei­ge­ne Sei­te ge­wid­met, die nun ak­tu­ell und kom­plett mo­der­ni­siert ist. Letzt­lich war es nur ein Ta­ges­aus­flug, im Preis des Ski­pas­ses in­be­grif­fen, der zu die­ser Ge­schich­te führ­te. Leich­te, ei­si­ge Pis­ten auf gro­ßer Hö­he und schwe­re Tal­ab­fahr­ten kenn­zeich­nen das Ge­biet, das ei­ne Ver­bin­dung mit la Gra­ve hat, des­sen Ski­rou­ten es al­ler­dings in sich ha­ben, wie wir selbst er­fah­ren konn­ten! Ein Be­such in Les 2 Al­pes im Zu­ge der Ski­sa­fa­ri 2013.

Do­lo­mi­ti Su­perski

Dolomiti Superski«Wo gilt der Ski­pass Do­lo­mi­ti Su­perski über­all?», fragt mich ein Gast in un­se­rem Quar­tier in la Vil­la. «So­weit das Au­ge reicht!», ant­wor­te ich. Und tat­säch­lich kann man in den Do­lo­mi­ten 1220 Pis­ten­ki­lo­me­ter und 450 Auf­stiegs­hil­fen nut­zen, von Ca­va­le­se im Wes­ten bis zu den Drei Zin­nen im Os­ten, von Brun­eck im Nor­den bis San Mar­ti­no di Ca­stroz­za im Sü­den. Aber weit mehr als die tech­ni­schen Da­ten be­ein­druckt die land­schaft­li­che Grö­ße die­ses üp­pig er­schlos­se­nen Ski­ge­biets, ge­prägt von blau­em Him­mel, brau­nem Fels und weißem Schnee.

Espace Kil­ly (Val d'Isè­re/Lac de Tig­nes) GPS

l'espace killyUn­ter der Be­zeich­nung l'es­pace kil­ly hat sich ein Ski­ge­biet ge­bil­det, das bes­ser be­kannt ist un­ter den Na­men Val d'Isè­re und Lac de Tig­nes. Von 300 an­ge­ge­be­nen Ki­lo­me­tern konn­ten wir 183 auf­zeich­nen, was die tat­säch­li­che Län­ge gut be­schreibt. Mit mo­der­nen Lift­an­la­gen und in­ter­essan­ter To­po­gra­fie be­zeich­net sich das Ge­biet nicht ganz zu un­recht als «le plus bel es­pace de ski du mon­de». Zwei wirk­lich groß­ar­ti­ge Ur­lau­be sind Grund­la­ge die­ser Ge­schich­te, je­weils or­ga­ni­siert vom Ski­club Bin­gen. Un­ver­ges­sen bleibt die ers­te Rei­se mit ei­ner 900 km lan­gen Heim­fahrt durch die Nacht.

Flaine GPS

Flaine 2015Ein prä­mi­er­ter Ort aus der Re­tor­te mit ei­nem durch­aus an­sehn­li­chen Ski­ge­biet: Flaine, Grand Mas­sif. 20 Jah­re nach mei­nem ers­ten Be­such bin ich wie­der dort. Trotz schlech­ter Schnee­ver­hält­nis­se prä­gen lan­ge Ski­ta­ge und ein von der Son­ne be­ton­tes Pa­no­ra­ma die Fahrt. Vie­le Ge­nuss­pis­ten, lan­ge Ab­fahr­ten und ein eher mä­ßi­ges mitt­le­res Fahr­ver­mö­gen sind ty­pisch für das Ge­biet. Ei­ne be­son­de­re Be­ge­ben­heit hat­te die Rei­se 1995 un­ver­ge­ss­lich ge­macht: Der ers­te Tag auf dem Snow­board, dem wei­te­re 371 Ta­ge fol­gen soll­ten. 2018 fah­ren und ver­mes­sen wir die «Cas­ca­des», die längs­te Pis­te der Al­pen.

Flims/Laax/Fa­le­ra

Flims Laax Falera Da­rum ist es am Rhein so schön: Die Or­te Flims, Laax und Fa­le­ra stel­len den Zu­gang zur ei­nem Ski­ge­biet be­reit, das sich über ei­ne Flä­che von 140 km² er­streckt und vor al­lem von sei­ner Land­schaft ge­prägt ist. Über­sicht­lich struk­tu­riert, von ei­ner über­schau­ba­ren An­zahl von Lift­an­la­gen er­schlos­sen und mit vie­len at­trak­ti­ven Pis­ten aus­ge­stat­tet, so prä­sen­tiert sich das Ge­biet zwi­schen Vorab und Cas­sons (wo wir erst­mals in frei­er Na­tur Stein­bö­cke se­hen), do­mi­niert von der Sta­tion am Crap Sogn Gi­on mit sei­ner Half­pi­pe.

Flum­ser­berg

Das klei­ne Ski­ge­biet Flum­ser­berg, un­weit von Zü­rich ge­le­gen, ist eher et­was für Fa­mi­li­en und An­fän­ger. Nach Neu­schnee kann man zwar auch hier ei­ni­ge in­te­res­san­te Ab­fahr­ten ma­chen, aber die Aus­wahl ist stark be­grenzt. Bei nur 50 Pis­ten­ki­lo­me­tern der un­te­ren Schwie­rig­keits­gra­de ist das auch nicht wei­ter ver­wun­der­lich. Zu­dem ist das Ge­biet bei gu­tem Wet­ter schnell über­lau­fen.

Ga­li­bier-Tha­bor (Val­loi­re/Val­mei­ni­er)

Für fran­zö­si­sche Ver­hält­nis­se ist das in et­wa mit Ischgl oder Ser­faus/Fiss/La­dis ver­gleich­ba­re Ski­ge­biet Ga­li­bier-Tha­bor eher klein ge­ra­ten. Aber sei­ne sanft ge­neig­ten Hän­ge las­sen er­ah­nen, dass hier bei Neu­schnee kei­ne Lan­ge­wei­le auf­kom­men wird. Sei­ne freund­li­chen Be­woh­ner, sei­ne süd­li­che La­ge und sei­ne Ski­schau­kel über drei Berg­rüc­ken trös­ten ein we­nig über die feh­len­de Grö­ße hin­weg. Und es ist ein recht güns­ti­ges Ge­biet in ei­ner Zeit, in der an­de­re Ge­bie­te Haupt­sai­son ha­ben und ent­we­der un­er­schwing­lich teu­er oder über­lau­fen sind. Frank­reich ein­mal ganz an­ders.

La Gra­ve

La GraveWür­den Sie al­len Erns­tes in ein Ski­ge­biet fah­ren, in dem Sie mit fol­gen­den Wor­ten emp­fan­gen wer­den: «Es gibt ei­ne Brücke, die zum Ort zu­rück führt. Wie Sie die­se Brücke er­rei­chen, ist ganz al­lein Ihr Pro­blem!» Da­zu kommt ei­ne ein­zi­ge blaue Pis­te ir­gend­wo in 3200 m Hö­he. Zu­dem gibt es ei­nen Lift­plan, der nur den Lift und sehr grob die Ab­fahr­ten zeigt. Wenn Sie das für ver­rückt hal­ten, ha­ben Sie das Ski­ge­biet von la Gra­ve nicht ver­stan­den. Dass man oben durch fri­schen Pul­ver­schnee pflügt um sich dann wei­ter un­ten im lich­ten Lär­chen­wald fest­zu­fah­ren, ist hier nor­mal.

Grin­del­wald/Wen­gen/Mür­ren GPS

Bei Tem­po 77 km/h schnappt die Ra­dar­fal­le zu; fast hät­te es mir das Snow­board un­ter den Fü­ßen zer­ris­sen. Vier Jah­re spä­ter wer­de ich dann 78,91 km/h er­rei­chen auf dem «ki­lo­mè­tre lan­cé» am Han­negg­schuss! Auf­takt zu ei­ner Rei­he von per­sön­li­chen Re­kord­ver­su­chen, die we­ni­ge Wo­chen spä­ter in Zer­matt zu Tem­po 100 füh­ren.

Grin­del­wald bie­tet aber noch mehr. Zwar liegt sein Wahr­zei­chen, die be­rüch­tig­te Ei­ger­nord­wand, im­mer im Schat­ten, doch braucht das ein­ma­li­ge Pa­no­ra­ma kei­nen Ver­gleich zu scheu­en. Mit der in Tei­len äu­ßerst stei­len FIS Sla­lom­pis­te und der ras­si­gen Lau­ber­horn­ab­fahrt ver­fügt das Ge­biet zu­dem über Renn­pis­ten, die man li­ve er­le­ben kann. Wenn man dann noch mit­ten im Ski­ge­biet auf ei­ner Hüt­te wohnt, kom­men wei­te­re High­lights hin­zu. Un­ser Ser­vice: Pis­ten­län­gen aus GPS-Mes­sun­gen.

Hin­ter­tu­xer Glet­scher

Ei­ne Rei­se von Glet­scher zu Glet­scher führt uns En­de No­vem­ber 1999 u. a. nach Hin­ter­tux. Schon bei der Quar­tier­su­che hat man uns an­ge­kün­digt, dass dies der schöns­te Glet­scher Ös­ter­reichs sei. Und so zeigt sich die­ser dann auch von sei­ner al­ler­bes­ten Sei­te. Weit hin­ten im Tal ge­le­gen und bei gu­ter Schnee­de­cke durch­aus ver­zicht­bar, bie­tet er in der Über­gangs­zeit ech­tes Schnee­ver­gnü­gen.

Ischgl/Samnaun GPS

De­zem­ber 2014: Das hat Ku­ros, der be­kannt­lich für gu­tes Ski­wet­ter sorgt, kühn ar­ran­giert: Als woll­te er sa­gen: «Schau Dir das Ski­ge­biet noch ein­mal in Ru­he an!», lässt er es nir­gend­wo sonst schnei­en, nur hier. So fah­ren wir täg­lich von Sankt An­ton, wo wir woh­nen, nach Ischgl/Samnaun, das zu Recht als das größ­te, zu­sam­men­hän­gen­de Après-Ski-Gebiet der Al­pen gilt. Kein Ge­biet po­la­ri­siert so wie die­ses. Ex­trem schön ge­le­gen auf gro­ßer Hö­he, in­tel­li­gent an­ge­legt mit schwe­ren Pis­ten, meist ge­müt­li­chen Hüt­ten und von mo­d­erns­ten Lift­an­la­gen er­schlos­sen, wä­re Ischgl ein Muss für je­den ver­sier­ten Fah­rer. Aber die Gäs­te fal­len eben­so auf durch ex­tre­men Al­ko­hol­kon­sum auf der Pis­te, durch Ego­is­mus, Rück­sichts­lo­sig­keit und teil­wei­se er­bärm­li­ches Fahr­ver­mö­gen, wes­halb sich das Ge­biet mit auf­zie­hen­den Wol­ken rasch leert. So be­su­che ich Ischgl 2012 und 2013 al­lein aus ver­mes­sungs­tech­ni­schen Grün­den, mit über­ra­schen­dem Er­geb­nis und, ne­ben­bei, fast voll­stän­di­ger Kar­tie­rung, die wir ein Jahr spä­ter noch ge­ring­fü­gig er­gän­zen kön­nen.

Kitz­bü­hel/Kirch­berg GPS

Kitzbühel 3SMärz 2015: Um uns die Ver­bes­se­run­gen im Ski­ge­biet von Kitz­bü­hel an­zu­se­hen, fah­ren wir nach 10 Jah­ren er­neut dort­hin. Da­mals wur­de des­sen Be­kannt­heit al­len­falls von der er­bärm­li­chen Lang­sam­keit ei­ni­ger völ­lig ver­al­te­ter Lif­te über­trof­fen. Ei­ner ul­tra­mo­der­nen An­la­ge stan­den Zu­brin­ger­lif­te ge­gen­über, die es un­mög­lich mach­ten, das An­ge­bot des Ge­biets an ei­nem Tag voll zu nut­zen. In die­sem Jahr sind prak­tisch al­le Pis­ten ge­öff­net und die Schnee­la­ge dar­auf, nicht da­ne­ben, ist so, dass man auch die Ski­rou­ten be­fah­ren kann.

Wir neh­men den All Star Ski­pass und se­hen so an vier Ta­gen die­ses zu­sam­men mit dem Wil­den Kai­ser un­be­streit­bar gro­ße Re­vier. Da die Tal­ab­fahr­ten am Kitz­bü­he­ler Horn ge­sperrt sind, ver­zich­ten wir auf ei­nen Be­such dort. Lä­ge mehr Schnee ne­ben den Pis­ten, lä­ge der Reiz vor al­lem in den Ne­ben­stre­cken.

Bad Klein­kirch­heim (mit Tur­ra­cher Hö­he)

Bad KleinkirchheimNein, es ist kein Witz. Ski­ur­laub in Bad Klein­kirch­heim. Un­ter den ganz gro­ßen Ski­ge­bie­ten der Al­pen wird man die­ses wohl ver­geb­lich su­chen. Und hät­ten wir den Auf­ent­halt vor Ort nicht bei ei­ner Tom­bo­la ge­won­nen, dann wä­ren wir si­cher­lich nicht 900 km ge­fah­ren, um in Kärn­ten Ski­ur­laub zu ma­chen. Im We­sent­li­chen pro­fi­tiert man hier von vier lan­gen Tal­ab­fahr­ten, die je­weils et­wa 1000 Hö­hen­me­ter über­win­den. Ins­be­son­de­re mit­tel­mä­ßi­ge Fah­rer dürf­ten hier früh im Jahr ih­ren Spaß ha­ben.

Klos­ters/Da­vos

Nie zu­vor hat­te ich in ei­nem Ski­ge­biet vom Lift­per­so­nal ei­ne un­ver­schäm­te­re Be­mer­kung ge­hört als auf Stre­la: «Brin­gen Sie sich ei­ne Schau­fel mit und prä­pa­rie­ren Sie die Lift­spur doch selbst!»

Da­mals, 2000, war das In­ter­net noch jung und so ein Ein­trag hat­te Wir­kung. Die Di­rek­ti­on der Da­vo­ser Berg­bah­nen ent­schul­dig­te sich glaub­haft per Te­le­fon und schick­te zwei Frei­kar­ten hin­ter­her, die wir En­de 2001 zu ei­nem wei­te­ren Be­such nut­zen konn­ten. Stre­la war zu die­sem Zeit­punkt be­reits aus dem Ver­bund der Berg­bah­nen aus­ge­schie­den, trotz­dem ar­ran­gier­te man hilfs­be­reit die Über­tra­gung der Frei­fahr­ten ...

Die­ser fai­ren Ges­te zol­len wir Re­spekt und be­su­chen Klos­ters/Da­vos 15 Jah­re spä­ter er­neut, dies­mal von Chur aus. Wir wer­den es nicht be­reu­en, zu­mal sich die Ab­fahrt nach Küb­lis zwar bo­ckig aber be­fahr­bar gibt: Mit 14,3 km Län­ge ver­teilt auf 2030 Hö­hen­me­ter ist sie ex­akt so lang wie Klein Mat­ter­horn-Zer­matt!

Lech/Zürs GPS

LechDe­zem­ber 2001: Bei der Lei­ca Geo­sys­tems tref­fe ich auf Fe­lix, der mir er­zählt, dass er schon mit Marc Gi­rar­del­li zum Ski fah­ren ge­we­sen sei: «Der fährt wie auf Schie­nen!». Aber auch Fe­lix fährt nicht schlecht - und so weiß ich nicht, wie ich nach zwei har­ten Ta­gen ab­seits der Pis­ten aus dem Au­to stei­gen soll. Denn pral­le Son­ne bei Tem­pe­ra­tu­ren um -10°C er­lau­ben uns, den Arl­berg so zu er­le­ben, wie er am Bes­ten ist, als großes Tief­schnee­re­vier. Er­leb­nis­se aus spä­te­ren Jah­ren run­den das Bild ab.

Len­zer­hei­de/Aro­sa

Lenzerheide - Rothorn RestaurantNach mei­nen ers­ten Ta­ges­be­su­chen hat­te ich ge­schrie­ben: «Wenn man den An­ga­ben im ADAC-SkiAt­las trau­en darf, dann be­sitzt Len­zer­hei­de ei­nes der an­spruchs­volls­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen. Ver­wun­dert reibt sich der Neu­an­kömm­ling die Au­gen. Denn nicht ei­ne ein­zi­ge Pis­te im gan­zen Ge­biet bleibt als be­son­ders aus­ge­fal­len in Erin­ne­rung.» Vie­le Jah­re spä­ter be­stä­tigt mir ein auf­merk­sa­mer Schwei­zer, dass die Zah­len zu schwar­zen, ro­ten und blau­en Pis­ten im Ski-Atlas ver­tauscht wa­ren.

Seit 2002 hat sich viel ver­än­dert! Das Wich­tigs­te ist die Ver­bin­dung mit Aro­sa über die Ur­den­bahn, ei­ne Luft­seil­bahn für 150 Per­so­nen, die sehr ef­fi­zi­ent und mit bis zu 45 km/h die­se groß­ar­ti­ge Ver­bin­dung her­stellt. Da es nur noch ei­nen Ski­pass gibt, gibt es hier auch nur ei­ne ein­zi­ge Ge­schich­te über zwei zu­vor weit von­ein­an­der ent­fern­ten Ski­ge­bie­ten.

Me­gè­ve/Do­mai­ne Éva­si­on GPS

MegeveJa­nu­ar 2016: Wie konn­te es nur so lan­ge dau­ern, bis wir auf die Idee ka­men, nach Me­gè­ve zu fah­ren? Do­mai­ne Éva­si­on ist das mit Ab­stand größ­te un­ter den in Deutsch­land prak­tisch un­be­kann­ten fran­zö­si­schen Ski­ge­bie­ten. Dass das in Frank­reich an­ders ist, hört man spä­tes­tens auf den gleich­mä­ßig prä­pa­rier­ten, brei­ten Pis­ten und abends in den Re­stau­rants, wo die Spra­che weit­ge­hend die un­se­res Gast­lan­des ist. An Wo­che­n­en­den be­stim­men Gen­fer SUVs den Ort, der auf 1100 m Hö­he liegt, zen­tral zu al­len drei Teil­ge­bie­ten. Ein ge­wach­se­ner, im Zen­trum fast kit­schi­ger Ort mit Bustrans­fer zwi­schen den Lif­ten als Ge­gen­ent­wurf zu den gro­ßen Ski­sta­tio­nen. Die­ser Lu­xus hat un­be­streit­bar sei­nen Preis.

Mont­ge­nè­vre/Se­stri­ere

Die Ski­sta­ti­on Se­stri­ere, die ei­nes der olym­pi­schen Dör­fer der Win­ter­spie­le von Tu­rin, 2006, be­her­berg­te, wirkt ge­gen­über den an­de­ren Tal­or­ten des Ski­ge­biets eher fu­tu­ris­tisch und künst­lich. Der Ort liegt auf über 2000 m Hö­he und lässt nur noch we­nig «Luft nach oben». Den­noch kom­men Ab­fahr­ten um 1000 Hö­hen­me­ter zu­sam­men. Mont­ge­nè­vre, 1850 m hoch ge­le­gen, teilt das Schick­sal, er­reicht aber nur 2560 m am höchs­ten Punkt, dem Ro­cher de l'Ai­gle. Die Or­te bie­ten Skipäs­se, die ganz auf fren­zö­si­scher oder ita­lie­ni­scher Sei­te blei­ben. Ein Rei­se­be­richt aus dem Jahr 2020.

Sankt Mo­ritz

St. MoritzDo­ris, die­se Zei­len sind für Dich. Du hast Zer­matt zer­ris­sen: «Sankt Mo­ritz, das ist der Knül­ler!», hast Du be­haup­tet.

Nun las­sen wir nichts auf un­ser Lieb­lings­ski­ge­biet kom­men, aber wir sind auch fair ge­nug, die Aus­sa­ge zu über­prü­fen. Und so pa­cken wir En­de Ja­nu­ar 2010 den Wa­gen für ei­ne si­cher­lich längst über­fäl­li­ge Ex­pe­di­ti­on nach St. Mo­ritz, die uns an sechs traum­haft schö­nen und ex­trem er­leb­nis­rei­chen Ski­ta­gen so fas­zi­niert, dass wir be­reit sind, das Ge­biet auf ei­ne Stu­fe zu he­ben mit den schöns­ten Ski­ge­bie­ten, die wir ken­nen. Auch wenn die Zahl der Pis­ten­ki­lo­me­ter an Cor­vi­glia, Cor­vatsch, Dia­vo­lez­za und La­galb von Ba­ron Münch­hau­sen stam­men könn­ten: Land­schaft, Ein­drücke und Events sind ein­fach groß­ar­tig!

Ober­gurgl/Hoch­gurgl

Obergurgl/HochgurglDas Ski­ge­biet von Ober- und Hoch­gur­gel ent­wi­ckelt sei­nen be­son­de­ren Reiz durch die gro­ße Hö­he, auf der es liegt, durch das Pa­no­ra­ma mit Blick auf zahl­rei­che 3000er und durch sei­ne mo­der­nen Be­för­de­rungs­an­la­gen. Die gro­ße Hö­he bringt im Früh­jahr aber auch ei­si­ge Pis­ten mit sich, so­dass sich der Snow­board­fah­rer erst ge­gen Mit­tag wohl fühlt, wenn die Ober­flä­che an­taut. Zu­dem gibt es auf An­fra­ge ge­gen Zu­schlag ei­nen Ski­pass, mit dem man ei­nen Tag in Söl­den fah­ren kann. Hier Bil­der ei­nes Ta­ges­aus­flugs.

Oberst­dorf

Oberst­dorf ist das nächst­ge­le­ge­ne, ernst zu neh­men­de Ski­ge­biet von Bonn aus ge­se­hen, 565 km oder fünf Stun­den ent­fernt. Ei­ner un­se­rer Mit­strei­ter hat den Na­men «Ne­bel­krä­hen­horn» ge­prägt, be­vor die­ses Bild am Ne­bel­horn auf­ge­nom­men wur­de. Das Ski­ge­biet weist 44 Pis­ten­ki­lo­me­ter auf, die auch dann nicht mehr wer­den, wenn man sie in Me­tern an­gibt. Für zwei bis drei Ta­ge ist es ab­wechs­lungs­reich ge­nug, und An­fän­ger be­geg­nen ech­ten Her­aus­for­de­run­gen.

la Plagne GPS

la PlagneWer kennt sie nicht, die Hoch­haus­kul­tur der fran­zö­si­schen Ski­ge­bie­te, bes­tens ver­tre­ten durch la Plagne, der In­be­griff schlecht­hin. Aber es gibt auch fast ro­man­ti­sche Eck­chen, wie das Zen­trum von Bel­le Plagne. Plagne So­leil liegt ir­gend­wo da­zwi­schen.  Da­für über­zie­hen aber­mil­lio­nen Ge­nuss­pis­ten die eher sanft ge­neig­ten Hän­ge. Wer die Kos­ten von fast 50 Euro nicht scheut, er­wirbt den Pa­ra­di­ski-Pass. Zu­sam­men mit Les Arcs lie­gen ei­nem gleich zwei über­große Ski­ge­bie­te «zu Fü­ßen». Das Ver­hal­ten auf den Pis­ten ist rück­sichts­voll, das mitt­le­re Fahr­ver­mö­gen be­fin­det sich auf nied­ri­gem Ni­veau. Aber man täu­sche sich nicht: Nach ei­ner Nacht mit er­heb­li­chen Neuschnee­fäl­len ist auch hier nur ei­nen Tag spä­ter je­der Qua­drat­zen­ti­me­ter um­ge­pflügt!

Les Por­tes du So­leil GPS

Die spek­ta­ku­lä­re Nacht­auf­nah­me des Zen­trums von Avo­r­iaz aus dem Jahr 1996 ist das letz­te, was an die Rei­se von da­mals er­in­nert. Im Ja­nu­ar 2012 er­kun­den wir das ein­zig­ar­ti­ge, grenz­über­schrei­ten­de Ge­biet der Por­tes du So­leil von Châtel aus. Berühmt ist die Pis­te Cha­va­net­te (Mur Suis­se), die als ei­ne der steils­ten und schwers­ten Pis­ten der Al­pen gilt, was wir aber nicht be­stä­ti­gen kön­nen, auch wenn wir vor Ort die ob­li­ga­tio­ri­sche Hub­schrau­ber­ret­tung fo­to­gra­fie­ren. Do­ris, auch die­se Ge­schich­te ist für Dich ge­schrie­ben ...

Re­schen­pass

Am ReschenpassEi­ne Fahrt der Jahr­gangs­stu­fe 11 des Hardt­berg-Gym­na­si­ums Bonn, an der un­se­re Toch­ter teil­ge­nom­men hat, ist Aus­gangs­punkt für die fol­gen­de, kur­ze Ge­schich­te über die Rei­se an sich und das Ski­ge­biet von Nau­ders und Pfunds im Be­son­de­ren, das grenz­über­schrei­tend am Re­schen­pass liegt. Mit ei­nem Bein fährt man in Ös­ter­reich, mit dem an­de­ren in Ita­li­en. Ihr Bru­der folgt ihr ei­ni­ge Jah­re spä­ter nach und bringt wei­te­re Bil­der so­wie GPS-Daten mit nach Hau­se.

Be­richt und Fo­tos: Frau­ke Kor­ten, di­gi­ta­le Fo­tos: Se­bas­ti­an Kor­ten.

Saas Fee

Die Ent­de­ckung des Jah­res 1999: Saas Fee. Ein­ge­schlos­sen von 4000 m ho­hen Ber­gen liegt die­ser Ort auf 1600 m Hö­he. Wer na­he am Tal­schluß wohnt, der kann i. d. R. bis zum Haus ab­fah­ren. In drei Him­mels­rich­tun­gen lie­gen die Pis­ten; für je­de Ta­ges­zeit gibt es ei­ne op­ti­ma­le Ab­fahrt. Und der Bür­ger­meis­ter hat Gämse aus­ge­setzt, die am Spiel­bo­den in die Gon­deln schau­en! Von der An­fahrt und den Prei­sen her ist das Ge­biet mit Zer­matt zu ver­glei­chen, hin­sicht­lich Fahr­spaß bleibt es aber weit da­hin­ter zu­rück.

Saal­bach-Hin­ter­glemm, Leo­gang, Fie­ber­brunn

Saalbach-Hinterglemm Sein Ruf als Après-Ski­ge­biet ist dem von Ischgl na­he­zu gleich. Von Kuf­stein aus er­reicht man den Ski­cir­cus Saal­bach-Hin­ter­glemm über Leo­gang, das ei­ne Ski­schau­kel mit dem un­gleich grö­ße­ren Ge­biet un­ter­hält, nach knapp ei­ner Stun­de Fahrt. Über­zeugt von der Viel­falt des Ge­biets in­ves­tie­ren wir ei­nen zwei­ten Tag und wer­den da­für mit gu­tem Wet­ter be­lohnt. Da­durch öff­net sich der Blick auf die­ses kom­pak­te aber weit­läu­fi­ge Ski­ge­biet, an dem vor al­lem fort­ge­schrit­te­ne Fah­rer ih­re Freu­de ha­ben dürf­ten, ein  Ein­druck, den ein wei­te­rer Ur­laub 2011 zu be­stä­ti­gen scheint. 2016 ver­voll­stän­di­gen wir die Ver­mes­sung: Die u. a. von un­se­ren Kin­dern er­gänz­ten Da­ten um­fas­sen jetzt auch Fie­ber­brunn.

Ser­faus-Fiss-Ladis

Wer ein an­spre­chen­des Fa­mi­li­ens­ki­ge­biet sucht, auf Pis­ten­ki­lo­me­ter nicht ver­zich­ten will und maut­frei an­rei­sen möch­te, der kann sei­nen Blick auf Ser­faus-Fiss-Ladis rich­ten. Aber Vor­sicht: Dass Kin­der ab dem vollen­de­te­ten 15. Le­bens­jahr be­reits die vol­le Ge­bühr für den Ski­pass be­zah­len muss­ten, führ­te da­zu, dass un­se­re Ver­gleichs­fa­mi­lie im Win­ter 2004/05 41 Euro mehr be­zahl­te als in Zer­matt, mit dem es als Al­pins­ki­ge­biet aber in kei­ner Hin­sicht kon­kur­rie­ren kann. Viel­leicht ist heu­te ja al­les an­ders, aber da­mals ha­ben wir das Ge­biet we­gen des für Fa­mi­li­en schlech­ten Preis-/Leis­tungs­ver­hält­nis­ses von un­se­rer Lis­te ge­stri­chen.

Ser­re Che­va­lier

Der Col du Lau­ta­ret ist nicht nur ei­ne Was­ser­schei­de zwi­schen Rhô­ne und Du­ran­ce. Er mar­kiert auch den Über­gang in die See­al­pen. Ich zi­tie­re den ADAC-Ski­at­las von 2005: «... im Win­ter, wenn die Wol­ken­spi­ra­len des Ge­nua- und des Ba­lea­ren­tiefs über die See­al­pen strei­chen, schneit es in den Hö­hen­la­gen mit­un­ter sehr hef­tig, und die wei­ße Pracht bleibt in der vom Föhn weit­ge­hend ver­schon­ten Ecke der Al­pen lan­ge lo­cker und pulv­rig ...»
Wir ha­ben uns von der Rich­tig­keit der Aus­sa­ge selbst über­zeu­gen kön­nen und un­se­re Ein­drücke in ei­ner klei­nen Ge­schich­te fest­ge­hal­ten.

Sil­vret­ta No­va

Die Sil­vret­ta No­va ist un­trenn­bar mit den Na­men Ga­schurn, Par­te­nen, Gor­ti­pol und Schruns ver­bun­den. Von hier aus er­kun­det man das für den ge­mä­ßigt an­spruchs­vol­len Ski­fah­rer hin­rei­chend span­nen­de Ge­biet. Hier gibt es ei­ne der steils­ten prä­pa­rier­ten Pis­ten, aber auch die größ­te Hüt­te und die hef­tigs­te Stern­bar der Al­pen. Durch neue Lif­te wur­de das Ge­biet um­struk­tu­riert, die Pis­ten neu num­me­riert.

Wenn man die Trois Vallées als ein astro­no­mi­sches Ski­ge­biet be­zeich­net, so muss­te man die­ses aus dem süd­west­deut­schen Raum gut er­reich­ba­re und des­halb lei­der oft über­füll­te Ge­biet als ein ga­stro­no­mi­sches be­zeich­nen. Ob das heu­te noch so ist, müs­sen wir ir­gend­wann ein­mal über­prü­fen. Bei mei­nem letz­ten Be­such hat­te ich noch in Schil­ling be­zahlt.

Söl­den

SöldenDas Ski­ge­biet von Söl­den im Ötz­tal glie­dert sich in zwei Tei­le, von de­nen ei­ner in ei­nem Glet­schers­ki­ge­biet aus­läuft. Gi­gi­joch (mit Tie­fen­bach- und Ret­ten­bach­fer­ner) und Gais­lach­ko­gel hei­ßen die Ge­bie­te, die sich durch ex­trem lan­ge Tal­ab­fahr­ten aus­zeich­nen. Von den höchs­ten Hö­hen ge­nießt man bei gu­tem Wet­ter die Fern­sicht über den süd­li­chen Al­pen­kamm, u. a. auf die Wild­spit­ze. Zu­dem gibt es auf An­fra­ge ge­gen ei­nen Zu­schlag ei­nen Ski­pass, mit dem man, wenn man das weiß, ei­nen Tag in Ober-/Hoch­gurgl fah­ren kann. Le­sen Sie den Rei­se­be­richt.

Sport­welt Ama­dé

Kleinarl - Mooskopf, Blickrichtung Absolut ShuttleMit über 300 Pis­ten­ki­lo­me­tern war Ski Ama­dé 1994 ei­nes der größ­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen. Wer ein­mal die Ski­schau­kel zwi­schen Fla­chau und Al­pen­dorf ge­fah­ren ist, lernt die Wei­te des Ge­bie­tes ken­nen. Fly­ing Mo­zart, Six Pack und Ach­ter Jet hei­ßen die Lif­te hier. Und ob­gleich man sich auf Hö­hen un­ter 2000 m be­wegt, gibt es den­noch meist reich­lich Schnee. Mitt­ler­wei­le ist der Gül­tig­keits­be­reich des Ski­pass nach An­ga­ben der Be­trei­ber auf fast 700 weit ver­streu­te Pis­ten­ki­lo­me­ter an­ge­wach­sen. Man tut gut dar­an, mo­to­ri­siert zu sein. Nach 24 Jah­ren keh­ren wir an den Ort zu­rück, wo ich der­einst Ski­fah­ren ler­nen muss­te ...

Stu­bai­er Glet­scher

Som­merski? Nein, das ma­chen wir nicht! Aber Ski fah­ren ge­gen En­de No­vem­ber er­for­dert ei­ne be­son­de­re Stra­te­gie, weil die klas­si­schen Ski­ge­bie­te noch kei­nen Schnee ha­ben. Al­so darf man ge­trost ei­ne Aus­nah­me ma­chen, vor al­lem, weil die Glet­scher nicht so dumpf sein müs­sen, wie ihr Ruf. Für uns ist es zu­gleich die Hoch­zeits­rei­se. Wer sich für den durch­aus an­spruchs­vol­len Stu­bai­er Glet­scher in­ter­es­siert, fin­det hier ei­nen aus­führ­li­chen Rei­se­be­richt.

Vars/Ri­soul - La Forêt Blan­che

Wer in Deutsch­land das Ski­ge­biet Vars/Ri­soul kennt, kennt je­man­den, der lo­bend da­von ge­spro­chen hat. Zu weit ist die An­rei­se, fast 1100 km. Der ki­lo­mè­tre lan­cé von Vars ist die zur­zeit schnells­te Pis­te der Welt. 2020 liegt der Re­kord, der hier ge­fah­ren wur­de, bei 254 km/h.
Aber das Ski­ge­biet hält auch für den ge­wöhn­li­chen Ski­fah­rer ei­ni­ge span­nen­de Pis­ten vor. Die­je­ni­gen, die nach Neu­schnee nicht (so­fort) prä­pa­riert wer­den, sind im Lift­plan ge­kenn­zeich­net. Es gibt kei­ne Re­gi­on, die be­son­de­re Fahr­küns­te ver­langt, über­all gibt es min­des­tens ei­ne ro­te Pis­te als Al­ter­na­ti­ve zu schwar­zen, die selbst auch nur mä­ßig steil sind. Dass die Teil­ge­bie­te von Vars und Ri­soul ge­trenn­te Apps ha­ben, die zu­dem beim Zu­griff auf den Sta­tus der Pis­ten ver­sa­gen, ist nicht zeit­ge­mäß.

Warth/Schrö­cken

Das klei­ne, hin­ter mei­nen Er­war­tun­gen zu­rück­blei­ben­de Ski­ge­biet von Warth/Schrö­cken ist seit dem Win­ter 2013/14 durch ei­ne Um­lauf­gon­del mit Lech ver­bun­den. Da­durch dürf­te vor al­lem das Ski­ge­biet am Hoch­tann­berg­pass er­heb­lich an At­trak­ti­vi­tät ge­won­nen ha­ben, aber auch Gäs­te aus Lech und Sankt An­ton ge­win­nen bei die­ser Ver­bin­dung Raum. Die Zu­fahr­ten nach Warth und Schrö­cken sind nicht we­ni­ger auf­wän­dig als die in die be­rühm­ten Schwes­ter­or­te - und so dürf­te es wohl kaum zu ei­nem Run auf die Fe­ri­en­or­te kom­men, als neue Zu­we­gung zum Arl­berg. Ein Ta­ges­aus­flug von Sankt An­ton aus er­zählt die Ge­schich­te.

Wei­ßes Hoch­land

Das Wei­ße Hoch­land ist dem ge­neig­ten Ski­fah­rer, der ger­ne die Schweiz auf­sucht, si­cher­lich ein Be­griff. Aber wel­chen Na­men kennt man da schon? Les Dia­ble­rets (hier ein Blick über das Rhô­ne­tal hin­weg), Wi­spi­le oder Was­sern­grat? Viel­leicht ist ja Gstaad ein Be­griff für den Win­ter­sport der Schö­nen und Rei­chen? Oder kennt man so­gar Zwei­sim­men, den klei­nen Ort am En­de die­ses Ge­biets, das oh­ne je­de schwar­ze Pis­te et­wa 250 Pis­ten­ki­lo­me­ter aus­weist? Es hat mich beim ers­ten Be­such nicht über­zeu­gen kön­nen.

Ski­welt Wil­der Kai­ser GPS

März 2005: Al­lein un­ter­wegs star­re ich un­gläu­big auf das Deck­blatt des Lift­plans: «Aus­ge­zeich­net als bes­tes in­ter­na­tio­na­les Ski­ge­biet!». Las­sen wir die Kir­che im Dorf oder auch Bri­xen im T(h)ale. Im März 2015 fah­re ich mit mei­ner Frau er­neut in das Ge­biet, weil es zu­sam­men mit Kitz­bü­hel ein wirk­lich großes Are­al be­reit stellt; al­ler­dings woh­nen wir in Kirch­berg.

Ob die Ski­bus­se im Be­reich Söll/Schef­fau/Ell­mau dies­mal zahl­rei­cher fah­ren, ha­ben wir nicht ge­prüft. Al­ler­dings gibt es ei­ne sehr gu­te Ver­bin­dung von Wörgl nach Kitz­bü­hel, die die Or­te auf der Sei­te von Bri­xen be­dient und mit der wir an ei­nem Tag nach Kirch­berg zu­rück­fah­ren. Oh­ne Bus­se ist es nicht mög­lich, ins Ski­ge­biet ein­zu­stei­gen. Selbst die Rück­fahrt via Ki-West en­det im Nir­gend­wo. Und auch die Zen­tren von Bri­xen, Wes­ten­dorf, Hopf­gar­ten, Söll und Schef­fau sind nur über Bus­se an das Ski­ge­biet an­ge­schlos­sen.

Zer­matt GPS

«Wenn wir ei­nen Ru­he­tag ma­chen wol­len, fah­ren wir Ski am Klein Mat­ter­horn!». Mit die­sen Wor­ten stei­gen wir in die letz­te Gon­del des Ta­ges zur Ro­ten Na­se, dem Zu­gang zum Stock­horn. Hier er­war­ten uns 1000 Hö­hen­me­ter Bu­ckel­pis­te und, an Os­tern, der bes­te Schnee der Al­pen, da­zu mit Blick auf Mon­te Ro­sa und das groß­ar­ti­ge Mat­ter­horn. Seit De­zem­ber 2006 rea­li­siert die Bahn von Fur­ri zum Rif­fel­berg die Ver­bin­dung Mat­ter­horn-Gor­ner­grat. Um 9 Uhr Speed-ski­ing am Pla­teau Ro­sa, um 10 Uhr in den Bu­ckeln des Stock­horns! Un­ser Auf­ruf: «Ret­tet das Stock­horn!» ist of­fen­sicht­lich nicht un­ge­hört ver­hallt. Ein Schlepp­lift er­setzt die al­te Gon­del. Kein an­de­res uns be­kann­tes Ski­ge­biet der Al­pen, von Cha­mo­nix und den 4 Vallées ein­mal ab­ge­se­hen, bie­tet solch ein Re­vier! Da­zu kom­men wun­der­schö­ne Ski­rou­ten am Rot­horn und spek­ta­ku­lä­re an Schwarz­see, al­len vor­an die un­te­re Aro­leid. Un­se­re Ski­ta­ge auf schwei­zer Sei­te sind prall, der teue­re Zu­schlag für Cer­vi­nia ist prak­tisch über­flüs­sig. Fol­gen Sie uns!

version française Zer­matt fait pen­ser à skier et la tra­di­ti­on de l'al­pi­nis­me. Pen­dant les va­can­ces de Pâques, Zer­matt nous pré­sen­te le meil­leur nei­ge que les al­pes peu­ve­nt nous offrir et ce sont les «off-slo­pe» pis­tes qui ren­dent Zer­matt si in­téressant. Ma fil­le a tra­duit l'hi­stoire en français.

english versionZer­matt is a syn­onym for ski­ing and tra­di­ti­on in moun­te­nee­ring. Du­ring eas­ter hol­li­days, Zer­matt pro­ba­b­ly of­fers the best snow of the al­ps and mar­vel­lous «off-slo­pe» ski­ing.

Zer­matt - He­lis­ki­ing am Mon­te Ro­sa

Zermatt - Heliskiing Monte RosaEs ist ei­ne Ge­schich­te für sich mit ei­nem ganz ei­ge­nen Cha­rak­ter und die Ab­fahrt ge­hört nur be­dingt zum Lift- und Pis­ten­plan von Zer­matt, auch wenn die Spur des Hub­schrau­ber­flugs über­aus ein­drucks­voll das hal­be Ski­ge­biet um­fasst. Auf dem Flug­platz, dem He­li­port der Air Zer­matt, herrscht an die­sem schö­nen Mor­gen re­ges Trei­ben. Au­ßer den Ski­fah­rern, die auf den Mon­te Ro­sa ge­bracht wer­den wol­len, sind auch noch zahl­rei­che Pas­sa­gie­re auf Rund­flü­ge ge­bucht. Wir se­hen Zer­matt ein­mal von ei­ner ganz an­de­ren Sei­te.

Su­per­ski­pass Zil­ler­tal

Nach un­se­rem viel ver­spre­chen­den aber auch lan­ge zu­rück­lie­gen­den Be­such auf dem groß­ar­ti­gen Hin­ter­tu­xer Glet­scher im Jah­re 1999 hat­te ich mir fest vor­ge­nom­men, die ver­schie­de­nen Ski­ge­bie­te des Zil­ler­ta­les ab­zu­fah­ren. Im Ja­nu­ar 2006 wä­re es fast so­weit ge­we­sen, dann aber ver­bat sich un­ser Sohn wei­te­re Teil­ge­bie­te zu be­su­chen, nach­dem ihm ein Tag in Hoch­zil­ler­tal/Hoch­fü­gen ge­reicht hat­te, weil lang­wei­lig, über­füllt und von An­fän­gern ge­prägt. So dau­ert es wei­te­re neun Jah­re, bis ich mich zu ei­nem Be­such in Mayr­ho­fen ent­schei­den kann, in des­sen Ver­lauf wir die Ta­ge gleich­mä­ßig zwi­schen Pen­ken und Ger­los auf­tei­len. Da wir in die­sem Win­ter ei­ni­ge sehr stei­le Pis­ten fah­ren, ist uns der Hy­pe um die Ha­ra­ki­ri nicht ge­heu­er.

Zei­che­n­er­klä­rung:

GPS Aus GPS Da­ten be­rech­ne­te Pis­ten­län­gen in ta­bel­la­ri­scher Form ver­füg­bar
Aus GPS Da­ten be­rech­ne­te Goo­gle-Earth Da­ten ver­füg­bar
Text nach er­neu­tem Be­such über­ar­bei­tet