GNavigia/Gina

Be­die­nung, Tracks, Fach­be­deu­tun­gen, Son­der­funk­tio­nen

An­sichtssa­che

Nun ha­ben Sie, wenn Sie chro­no­lo­gisch vor­ge­hen, die GPX-Datei­en für ei­nen Da­ten­im­port er­stellt. Wäh­len Sie nun im Me­nü «Da­tei/Neu». Es er­scheint ein Dia­log, der Ih­nen die Aus­wahl ei­ner Vor­la­ge (*.gtt) an­bie­tet. Die­ser Dia­log zeigt aber auch *.GTD-Datei­en an, die Sie zu­letzt be­ar­bei­tet ha­ben, denn GNavigia kann Vor­la­gen auch aus Da­ten­da­tei­en la­den. Für den Be­nut­zer dürf­te das dann wich­tig wer­den, wenn er in ei­ner Da­tei zahl­rei­che Sti­le und ei­ne Le­gen­de de­fi­niert hat. All das wird beim Neu­an­le­gen be­rück­sich­tigt. Ha­ben Sie in ei­nem Pro­jekt ei­ne Le­gen­de de­fi­niert, so er­scheint die­se an ih­rem ur­sprüng­li­chen Ort. Sie müs­sen sol­che Ob­jek­te neu po­si­tio­nie­ren. Die Le­gen­de kön­nen Sie aus dem Me­nü «her­an­ho­len». Sie er­scheint dann in der Mit­te des ak­tu­el­len Bild­aus­schnitts.
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Wäh­len Sie nun aus dem Me­nü «Da­tei/Im­por­tie­ren/Gar­min Ge­ko 201». Ge­ben Sie den Na­men der zu­vor ge­spei­cher­ten Da­tei der Track­punk­te an. Um die Weg­punk­te zu im­por­tie­ren wie­der­ho­len Sie den Da­ten­im­port für die Da­tei der Weg­punk­te. Sie soll­ten jetzt Tracks, Track­punk­te und Weg­punk­te se­hen so­wie ein Maß­stab­s­li­ne­al.
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Apro­pos «Se­hen»: Klap­pen sie zu­erst das Me­nü «An­sicht» auf. Es ent­hält al­le we­sent­li­chen Ein­stel­lun­gen für die Kon­fi­gu­ra­ti­on der An­zei­ge, wo­bei an­zu­mer­ken ist, dass die­se be­zo­gen auf den Be­nut­zer in der Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank ab­ge­legt wer­den, al­so beim An­le­gen ei­nes neu­en Fens­ters gel­ten. Beim Spei­chern wer­den die­se Da­ten dann in der Da­tei ab­ge­legt und über­schrei­ben beim La­den die glo­bal de­fi­nier­ten Da­ten. Pro­bie­ren Sie die ver­schie­de­nen Kom­bi­na­tio­nen aus. Sie wer­den (oder soll­ten) Fol­gen­des be­mer­ken:
  • Die An­zei­ge der Track­punk­te be­stimmt das Bild, wenn die An­zei­ge der Hö­hen ein­ge­schal­tet ist.
  • Die An­zei­ge der Weg­punk­te kann, so­fern Sie sol­che über­haupt de­fi­niert ha­ben, das Bild gleich­sam «zu­schüt­ten». Das liegt dar­an, dass oh­ne wei­te­re Be­ar­bei­tung al­le Weg­punk­te an­ge­zeigt wer­den. Für die Ver­mes­sung des Zer­mat­ter Ski­ge­biets im Jahr 2006 ha­ben wir 450 Weg­punk­te ge­setzt, al­so prak­tisch «an je­der Ecke ei­nen». Die­se Fül­le diente der Fest­stel­lung mar­kan­ter Punk­te, ist aber für ei­ne gra­fi­sche Dar­stel­lung fehl am Platz und an­ge­sichts der Ge­nau­ig­keit heu­ti­ger Emp­fän­ger auch nicht mehr nö­tig. Mit Hil­fe des Menü­punkts «Be­ar­bei­ten/Be­son­de­re Funk­tio­nen» kön­nen Sie die­se über­große An­zahl mit ei­nem Schlag re­du­zie­ren. Die Be­schrän­kung der An­zei­ge der Weg­punk­te auf «Haupt­weg­punk­te» ist The­ma der «Lay­out­de­fi­ni­ti­on». Wenn sie un­ter «An­sicht» die Weg­punk­te aus­schal­ten, se­hen sie fol­ge­rich­tig kei­nen ei­nen.
  • «Text frei­stel­len», so dach­te ich, sei der Menü­punkt mit dem viel­leicht höchs­ten Ein­fluss auf die Per­for­man­ce. Der bes­se­ren Les­bar­keit zu­lie­be wird Text ent­spre­chend der Op­ti­on «Text op­ti­mal frei­stel­len» ent­we­der ein­fach oder op­ti­mal frei­ge­stellt; Letz­te­res sorgt für ei­ne be­son­ders schö­ne Frei­stel­lung der Schrift, die im­mer zu­letzt dar­ge­stellt wird, ver­län­gert im Ge­gen­zug aber die Aus­füh­rungs­zeit für die Aus­ga­be der Be­schrif­tung ge­gen­über der ein­fa­chen Va­ri­an­te um den Fak­tor 1,8. Heu­te gilt aber: Ob Sie 100 oder 180 Mil­li­se­kun­den auf die Be­schrif­tung war­ten, ist eher für Eso­the­ri­ker von Be­deu­tung und da­her vor­ein­ge­stellt. Die fol­gen­de Gra­fik zeigt die mög­li­chen Frei­stel­lungs­stu­fen an ei­nem Bei­spiel im Ge­biet Zer­matt/Rif­fel­berg:

  • In die­sem Mo­ment ha­ben wir die Funk­tio­nen zum Än­dern der GPS-Ele­men­te in der Gra­fik noch nicht be­spro­chen. Da­her ist der Menü­punkt «An­sicht/Ge­lösch­te Ob­jek­te» zur­zeit noch oh­ne Be­deu­tung. Wenn Sie die­se Ak­tio­nen ken­nen, kön­nen Sie die Art der Dar­stel­lung der ge­lösch­ten GPS-Ele­men­te an die­sem Punkt be­ein­flus­sen.
In den fol­gen­den Ab­schnit­ten wer­den wir uns dem Än­dern von GPS-Ele­men­ten zu­wen­den. Erst wenn wir die ers­te Fach­be­deu­tung zu­ge­wie­sen ha­ben, wer­den wir dem Fest­le­gen von Lay­out­pa­ra­me­tern ei­nen ge­wich­ti­gen Blick zu­wer­fen, zu­vor aber schau­en wir auf ta­bel­la­risch da­her­kom­men­de Ein­ga­be­hil­fen, so­ge­nann­te «Ei­gen­schaf­ten­fens­ter».

Po­si­tio­nie­ren des Fens­ters

Der Be­nut­zer hat ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, das Fens­ter (al­so die ak­tu­el­le An­sicht) zu po­si­tio­nie­ren. Da­zu zäh­len na­tür­lich das Ankli­cken, fest­hal­ten und ver­schie­ben der Maus, aber auch so sub­ti­le For­men wie die An­ga­be von Koor­di­na­ten oder die Über­nah­me von ei­nem an­de­ren, ge­öff­ne­ten Fens­ter.
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Da­mit man geo­gra­fi­sche Da­ten ver­glei­chen kann, oh­ne die­se in das ak­tu­el­le Fens­ter la­den zu müs­sen, kann man ab Ver­sion 3.19 die An­sicht im ak­tu­el­len Fens­ter so po­si­tio­nie­ren, dass sie zu ei­nem an­de­ren Fes­ter passt. Da­zu müs­sen bei­de Fens­ter gleich ein­ge­stellt sein, was die An­zei­ge der Pro­fi­le und des Ver­wal­tungs­fens­ters be­trifft. Sind nur zwei Fens­ter ge­öff­net, über­nimmt das sicht­ba­re Fens­ter die Da­ten vom zur­zeit nicht sicht­ba­ren. Sind mehr als zwei Fens­ter ge­öff­net, er­scheint ein Dia­log, der die Über­schrif­ten der Fes­ter auf­lis­tet, so wie sie im Me­nü Fens­ter er­schei­nen. Bei zwei Fens­tern kann man mit Ctrl+F6 (auch Strg+F6) sehr be­quem zwi­schen den Fens­tern um­schal­ten.
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Ei­ne wei­te­re Va­ri­an­te ist An­sicht/Dar­stel­lungs­mit­tel­punkt ver­schie­ben/Koor­di­na­ten­ein­ga­be. Der Dia­log nimmt ver­schie­de­ne Ein­ga­ben ent­ge­gen, so Brei­te/Län­ge so­wie UTM- und OSM-Koor­di­na­ten.
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Viel­leicht ha­ben Sie sich be­reits die Sei­te über Zer­matt an­ge­schaut und die Dar­stel­lung ein­zel­ner Pis­ten be­trach­tet. Die Dar­stel­lung des Hub­schrau­ber­flugs liegt über ei­nem Hin­ter­grund­bild, das der Brow­ser nur ein ein­zi­ges Mal la­den muss, wenn man den GPS-Track pass­genau und trans­pa­rent auf das Bild legt. Fak­tisch lie­gen hier drei Bil­der über­ein­an­der, weil für den Flug und die Ab­fahrt zwei Bil­der exis­tie­ren.
Au­ßer der Funk­tio­na­li­tät An­sicht/An­zei­ge­op­tio­nen/Se­lek­tier­te Ele­men­te ex­klu­siv an­zei­gen be­nö­ti­gen Sie da­zu ei­ne re­prod­zier­ba­re Po­si­ti­on Ihres Fens­ters. Hier­für müs­sen Sie nicht nur Mit­tel­punkt und Maß­stab spei­chern, son­dern auch die Aus­ma­ße der Appli­ka­ti­on selbst. Be­nut­zen Sie da­zu den Menü­punkt An­sicht/Dar­stel­lung und Po­si­ti­on/Mit­tel­punkt und Ma­ße der Ge­samt­an­sicht/Spei­chern. La­den Sie die Po­si­ti­on auf die­sel­be Art und Wei­se. Die Da­tei en­det auf GTDP, falls Sie ein­mal da­nach su­chen soll­ten. (Das Me­nü ver­zweigt ziem­lich tief, aber Sie wer­den die­sen Punkt auch sel­ten brau­chen.)

Da­ten vi­sua­li­sie­ren

Ei­gen­schaf­ten­fens­ter prä­sen­tie­ren die At­tri­bu­te von GPS-Ele­men­ten in ei­nem zwei­spal­ti­gen Git­ter­netz, in dem links die (meist pro­gram­min­ter­ne) Be­zeich­nung des «At­tri­buts» und rechts der «Wert» an­ge­zeigt wird. Fett dar­ge­stell­te Wer­te sind än­der­bar, grau dar­ge­stell­te nicht. Än­de­run­gen wer­den voll­zo­gen, so­bald die Ein­ga­be­zel­le ver­las­sen oder die Ein­ga­be­tas­te be­tä­tigt wird. Ei­gen­schaf­ten­fens­ter sind mäch­ti­ge Werk­zeu­ge zur Be­ar­bei­tung von Da­ten, wo­bei je­de Än­de­rung so­fort, all­um­fas­send und ir­re­ver­si­bel in die Da­ten­ver­wal­tung über­nom­men wird.
Nicht än­der­ba­re Wer­te sind Ver­wal­tungs­da­ten, wie der Iden­ti­fi­ka­tor (ID), be­rech­ne­te (ab­ge­lei­te­te) Da­ten wie Stre­cken­län­gen oder Hö­hen­dif­fe­ren­zen oder ih­re Än­de­rung er­scheint un­ter «Ei­gen­schaf­ten» nicht sinn­voll. So kann z. B. die geo­gra­fi­sche La­ge ei­nes Track­punkts hier nicht ge­än­dert wer­den, in­dem man die Wer­te für Län­ge (Lon­gi­tu­de) oder Brei­te (La­ti­tu­de) von Hand ein­gibt, ob­gleich ei­ne Än­de­rung in der Gra­fik er­laubt ist. In die­sem spe­zi­el­len Fall liegt das an der ge­rin­gen Aus­sa­ge­kraft geo­gra­fi­scher Koor­di­na­ten.
Fach­be­deu­tun­gen kön­nen eben­falls nicht im Ei­gen­schaf­ten­fens­ter ge­än­dert wer­den. Die hier­zu er­for­der­li­che Aus­wahl aus ei­nem Dia­log, der die Da­tei der Fach­be­deu­tun­gen in­ter­pre­tiert, ist zur­zeit von hier aus nicht er­reich­bar. Öff­nen Sie da­zu den Rei­ter «Ob­jek­te».
Ei­ne Be­son­der­heit des Ei­gen­schaf­ten­fens­ters ist die An­zei­ge von Er­läu­te­run­gen in ei­nem da­für vor­ge­se­he­nen Ab­schnitt un­ter­halb des Git­ter­net­zes. GNavigia macht von Er­läu­te­run­gen kei­nen Ge­brauch, da­her ist die­ses Feld heu­te un­sicht­bar ge­schal­tet.
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Hin­weis: Durch fort­lau­fen­des Auf­klap­pen auf­ein­an­der ver­wei­sen­der GPS-Ele­men­te wie Track­punk­te und Tracks kann es zu der Si­tua­ti­on kom­men, dass ein Ele­ment mehr­fach in der Lis­te er­scheint. Wo es ge­än­dert wird, ist un­er­heb­lich, al­ler­dings kann es sein, dass die­se Än­de­rung nicht an al­len Stel­len zu­gleich an­ge­zeigt wird. Erst beim Ankli­cken die­ser Fel­der wird die Dar­stel­lung ak­tua­li­siert.

Ver­grö­ßern, Ver­schie­ben und Fach­be­deu­tun­gen zu­wei­sen

An dem et­was ex­tre­men Bei­spiel von Zer­matt wer­den wir ler­nen, wie man die Da­ten mög­lichst ef­fi­zi­ent ver­ar­bei­tet:
Zu­nächst ha­ben wir nur die Tracks ge­la­den und da­bei war die An­zei­ge der Track­punk­te aus­ge­schal­tet. Im­por­tie­ren der Weg­punk­te, die dann na­tür­lich sicht­bar sein müs­sen, führt zur zwei­ten Gra­fik in un­se­rer Leis­te der Be­ar­bei­tungs­fort­schrit­te. Aber be­vor wir be­gin­nen, die­sen Punkt­sa­lat aus­zu­mis­ten, wer­den wir uns mit Grund­la­gen der Be­die­nung der Gra­fik­ein­heit be­schäf­ti­gen müs­sen.
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Der Maß­stab wird im Gra­fik­fens­ter ge­än­dert, in­dem die Dar­stel­lungs­flä­che an­geklickt und das Maus­rad ge­dreht wird, oh­ne da­bei ei­nen Track oder ei­nen Weg­punkt zu tref­fen. Die Maß­stabs­än­de­rung ge­schieht im Ver­hält­nis 0,8 : 1, so­dass sich fes­te Ab­stän­de bil­den. Ist kein Maus­rad vor­han­den oder ist die Maß­stab­szahl mit dem Maus­rad nicht hin­rei­chend ge­nau an­zunä­hern, so kann sie von Hand im «Ver­wal­tungs­fens­ter» ein­ge­tra­gen wer­den. Un­mit­tel­bar mit dem Maß­stab ver­bun­den ist der «Fan­kreis in Me­tern», der sich aus dem «Fang­kreis in Pi­xeln» er­gibt, wo­bei letz­te­rer un­ab­hän­gig ist und bei je­der Maß­stabs­än­de­rung in Me­ter um­ge­rech­net wird. Ein Fang­kreis fest­ge­legt nach Me­tern wä­re letzt­lich kon­tra­pro­duk­tiv, denn mit zu­neh­men­der Ver­grö­ße­rung soll der Fang­kreis zur bes­se­ren Dif­fe­ren­zie­rung ja ge­ra­de nicht mit an­wach­sen.
Beim Kli­cken in das Gra­fik­fens­ter darf im Rah­men des Fang­krei­ses kein Weg­punkt, Track oder Track­punkt ge­trof­fen wer­den, wenn der Maß­stab ge­än­dert oder das Bild ver­scho­ben wer­den soll, da die Se­lek­ti­on von GPS-Ele­men­ten, wie wir die Ge­samt­heit der ver­schie­de­nen Gra­fi­kob­jek­te nen­nen wer­den, Vor­rang vor der Maß­stabs­än­de­rung oder dem Ver­schie­ben hat. Wel­che GPS-Ele­men­te durch Ankli­cken aus­wähl­bar sind, wird über das Me­nü fest­ge­legt.
Die Ver­schie­bung des Bild­fel­des er­reicht man durch Kli­cken bei gleich­zei­ti­gem Fest­hal­ten der Maustas­te und Be­we­gen der Maus. Roll­bal­ken wer­den nicht an­ge­zeigt. Um die Ver­schie­bung den­noch zu be­schleu­ni­gen, exis­tiert ei­ne Sym­bol­schalt­flä­che, die es er­laubt, den Mit­tel­punkt der Dar­stel­lung neu zu set­zen. Seit ei­ni­ger Zeit reicht da­zu aber auch ein Dop­pelklick in die Kar­te! Her­aus­zoo­men, Mit­tel­punkt neu de­fi­nie­ren, her­ein­zoo­men soll­te nach kur­z­er Zeit zü­gig von der Hand ge­hen. Mit ge­drück­ter rech­ter Maustas­te ver­schie­ben Sie das Bild, oh­ne die ak­tu­el­le Se­lek­ti­on zu lö­schen. Und noch'n Satz: Wenn Sie das Bild mit ge­drück­ter rech­ter Maustas­te ver­schie­ben kön­nen, nicht aber mit ge­drück­ter lin­ker, dann kann es sein, dass Sie zu­vor den Kil­ler­knopf ge­drückt ha­ben. Falls Ih­nen die Rich­tung der Maß­stabs­än­de­rung nicht passt, kön­nen Sie die­se im Me­nü Ex­tras/Ein­stel­lun­gen um­keh­ren.
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Wir kli­cken in der Sym­bol­leis­te des Haupt­fens­ters auf das Kreuz («Neu­er Kar­ten­mit­tel­punkt») und da­nach in die Kar­ten­dar­stel­lung. Wir ver­grö­ßern den Maß­stab und ver­schie­ben den Mit­tel­punkt bis wir Weg­punk­te aus­ma­chen kön­nen, die von be­son­de­rer Be­deu­tung sind, in un­se­rem Fall sol­che an den Berg- und Tal­sta­tio­nen der Lift­an­la­gen. Wir wer­den sol­che Punk­te zu­nächst da­durch kenn­zeich­nen, dass wir ih­nen so­ge­nann­te «Fach­be­deu­tun­gen» zu­ord­nen.
Nach dem Ankli­cken ei­nes Weg­punk­tes wäh­len wir aus dem Me­nü den et­was lang­wie­ri­gen Pfad «Be­ar­bei­ten/Weg­punkt/Fach­be­deu­tung/Aus­wahl», der sich durch die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on «Alt»+«b», «w», «b», «a» re­la­tiv flott aus­füh­ren läßt. Der Dia­log «Wer­te­aus­wahl» er­laubt die Na­vi­ga­ti­on in ei­nem Baum, aus dem der ent­spre­chen­de, pas­sen­de Wert un­ter «Ski­ge­bie­te» er­mit­telt wird, z. B. «Ses­sel­lift». In­tern wird die da­vor­ste­hen­de Num­mer 3230 ver­merkt, wes­halb der Text in der Da­tei der ver­schlüs­sel­ten Wer­te auch nach­träg­lich sinn­be­wah­rend ge­än­dert wer­den kann, oh­ne frem­de Pro­jek­te zu zer­stö­ren. Die Schalt­flä­chen «Hin­zu­fü­gen» und «Er­set­zen» steu­ern, ob GPS-Ele­men­ten ei­ne oder meh­re­re Fach­be­deu­tun­gen zu­ge­wie­sen wer­den. Beim ers­ten Auf­ruf für ein GPS-Ele­ment sind die bei­den Schalt­flä­chen gleich­be­deu­tend. In un­se­rer Fort­schritts­gra­fik sind wir so­mit bei Schritt 4 an­ge­langt.
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Wer un­ver­dros­sen die vor­aus­ge­hen­den Schrit­te für al­le cha­rak­te­ris­ti­schen Weg­punk­te wie­der­holt, al­so für al­le, die spä­ter ein­mal in ei­ner Dar­stel­lung oder KML-Datei auf­tau­chen sol­len, kann ein au­to­ma­ti­sier­tes Ver­fah­ren zur Um­wand­lung der wei­ni­ger wich­ti­gen Weg­punk­te wäh­len ...

Weg­punk­te kol­lek­tiv um­wid­men

Der Menü­punkt «Be­ar­bei­ten/Be­son­de­re Funk­tio­nen/Ma­che al­le Weg­punk­te zu/Ne­ben­punk­ten» bringt ei­nen Dia­log zu Ta­ge, der die Um­wand­lung von Weg­punk­ten in­iti­iert. Vor­ein­ge­stellt (mar­kiert) ist die Ra­dio­schalt­flä­che, die zum ge­ra­de aus­ge­wähl­ten Menü­punkt ge­hört. Zu­dem gibt es zwei wich­ti­ge Op­ti­ons­schalt­flä­chen, die Weg­punk­te von der Um­wand­lung aus­schlie­ßen kön­nen:
Hat der Be­nut­zer be­reits zu­vor die Na­men be­stimm­ter Weg­punk­te an­ge­passt, in­dem er die­se z. B. nach der La­ge be­nannt hat, sind die vom GPS Emp­fän­ger ver­ge­be­nen Num­mern durch die neu­en Na­men er­setzt. Die­se Weg­punk­te kön­nen als er­hal­tens­wert ein­ge­stuft wer­den. Sie wür­den nach den Stan­dar­de­in­stel­lun­gen nicht in Ne­ben­punk­te um­ge­wan­delt, da sie jetzt nicht­num­me­ri­sche An­ga­ben ent­hal­ten. Das glei­che gilt für Weg­punk­te, für die be­reits Fach­be­deu­tun­gen ver­ge­ben wur­den.
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Das Er­geb­nis der Um­wand­lung ist an den ver­klei­ner­ten Sym­bo­len der Ne­ben­punk­te zu er­ken­nen. Blen­det man die­se, wie spä­ter un­ter dem Stich­wort «Lay­out­de­fi­ni­ti­on» be­schrie­ben wer­den wird, aus der Dar­stel­lung aus, er­hält man ein Bild, wie es im Ab­schnitt über die Frei­stel­lung der Be­schrif­tung zu se­hen ist.
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Nach der Um­wand­lung der Weg­punk­te fehlt noch die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Lif­ten und Pis­ten, ein The­ma, das die Auf­spal­tung von Tracks er­for­dert. Wie aus dem Bild un­schwer zu er­ken­nen und leicht nach­zu­voll­zie­hen ist, ha­ben wir an ei­nem Tag Lif­te und Pis­ten zu ei­nem ein­zi­gen Track zu­sam­men­ge­fasst, der jetzt wie­der nach Fach­be­deu­tun­gen in ein­zel­ne Ab­schnit­te zer­legt wer­den muss. Un­ter «An­sicht» stel­len wir ein, dass Track­punk­te an­ge­zeigt wer­den, un­ter «Be­ar­bei­ten/aus­wähl­ba­re Ob­jektar­ten» schal­ten wir «Weg­punk­te» ab und kli­cken dann in der Gra­fik auf den Weg­punkt 416, der jetzt nicht mehr se­lek­tiert wird. Statt des­sen er­scheint der Track­punkt mar­kiert. Im Rei­ter «Dar­stel­lung» über­zeu­gen wird uns da­von, dass nur ein Track­punkt se­lek­tiert ist, schal­ten um auf den Rei­ter «Tracks» und kli­cken dort auf die Schalt­flä­che «Auf­spal­ten». Es er­scheint ein Dia­log, der in die­sem Fall ge­nau ei­nen Track­punkt an­zei­gen soll­te. Die Dar­stel­lung un­ter Track dient der Ori­en­tie­rung er­laubt zu­gleich das Edi­tie­ren des Tracks. Ins­be­son­de­re könn­ten Sie hier den Na­men än­dern.
Die Schalt­flä­che «Auf­spal­ten» prä­sen­tiert den Dia­log zur Er­fas­sung neu­er Na­men, in dem ein recht wahr­schein­li­cher Na­me vor­ein­ge­stellt ist. Track­na­men müs­sen nicht ein­deu­tig sein, wer­den an die­ser Stel­le aber auf Ein­deu­tig­keit ge­prüft und lie­fern ei­nen Hin­weis. Am En­de un­se­rer Ar­bei­ten wer­den die sie­ben ur­sprüng­li­chen Tracks in et­wa 150 Tracks zer­fal­len sein. Da das Pro­gramm GNavigia et­was lis­ten­las­tig ist, wer­den Sie froh sein, wenn Sie hier ein­deu­ti­ge Na­men ver­ge­ben ha­ben. Au­ßer­dem kön­nen Sie die Track­na­men an di­ver­sen Stel­len än­dern, so­dass kei­ne Not­wen­dig­keit be­steht, hier be­reits ur­auf­füh­rungs­rei­fe Na­men pa­rat zu ha­ben. Wenn Sie mehr als ei­nen Track­punkt er­wi­scht ha­ben ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass an die­ser Stel­le Tracks über­ein­an­der lie­gen. Im schlimms­ten Fall ha­ben Sie die GPX-Datei zwei­mal im­por­tiert, dann sind kei­ne Ab­wei­chun­gen zu er­ken­nen. In je­dem Fall kön­nen Sie die Tracks nach­ein­an­der auf­tren­nen. Der zu­letzt be­ar­bei­te­te Track­punkt wird aus der Lis­te ge­löscht.
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Dass das Auf­spal­ten des Tracks er­folg­reich war, kann man dar­an er­ken­nen, dass an der Stel­le des Track­punkts nun ein Qua­drat er­scheint - ein untrüg­li­ches Zei­chen da­für, dass hier ein Track be­ginnt. Der ak­tu­el­le Track­punkt ist du­pli­ziert wor­den. Der nach un­ten rechts ab­ge­hen­de Strich stellt tat­säch­lich ei­nen Lift dar (kon­kret den Sun­negga-Blau­herd Kom­bi­na­ti­ons­lift), so­dass wir hier be­reits ei­ne Fach­be­deu­tung ver­ge­ben kön­nen. Da­zu kli­cken wir im Rah­men des Fan­gra­di­us auf die Li­nie, die sich dar­auf­hin grün­lich ver­fär­ben soll­te. Mit dem Menü­punkt «Be­ar­bei­ten/Track/Fach­be­deu­tung fest­le­gen/Aus­wahl» (kurz «Strg»+«T») öff­net sich die be­reits be­kann­te Aus­wahl der Fach­be­deu­tung, aus der wir «Ses­sel/Um­lauf­gon­del Kom­bi­na­ti­ons­lift» aus­wäh­len und hin­zu­fü­gen. Mit der Kurz­form «Strg»+«Um­schalt»+«T» kön­nen Sie ei­nem se­lek­tier­ten Track die zu­letzt ver­ge­be­ne Fach­be­deu­tung zu­wei­sen, oh­ne den Um­weg über den Dia­log. Da es im Al­pen­raum zur­zeit nur ei­nen Ses­sel/Um­lauf­gon­del Kom­bi­na­ti­ons­lift pro Ski­ge­biet ge­ben dürf­te, kön­nen wir die ak­tu­el­le Aus­wahl al­ler­dings nicht noch ein­mal ver­wer­ten. Da­mit Sie se­hen, was Sie bis­her ge­tan ha­ben, müs­sen Sie al­ler­dings noch war­ten, bis wir ei­nen Ab­ste­cher in die Welt der Lay­out­de­fi­ni­ti­on ge­macht ha­ben.

Ko­pie­ren und Ein­fü­gen von Tracks und Weg­punk­ten

Um Tracks und Weg­punk­te auf ein­fa­che Art und Wei­se zwi­schen den ak­tu­ell ge­la­de­nen Fens­tern aus­zut­au­schen, kann auf Ko­pie­ren und Ein­fü­gen zu­rück­ge­grif­fen wer­den. Dies ist be­son­ders dann von un­schätz­ba­rem Nut­zen, wenn man be­reits aus frü­he­ren Kam­pa­gnen vie­le Mess­wer­te hat und die der nach­fol­gen­den Tou­ren erst ein­mal sich­ten will. Mar­kie­ren Sie da­zu im Fens­ter Ih­rer Wahl ei­nen oder meh­re­re Tracks und/oder Weg­punk­te und be­nut­zen Sie Be­ar­bei­ten/Ko­pie­ren, um die Da­ten in die Zwi­schen­ab­la­ge zu ko­pie­ren. Wech­seln Sie in das Fens­ter, in das die Da­ten ein­ge­fügt wer­den sol­len und be­nut­zen Sie dort Be­ar­bei­ten/Ein­fü­gen. Die­se Ak­ti­on ist nicht Un­do/Redo-fähig! Be­ach­ten Sie fer­ner, dass es we­nig Sinn macht, Tracks wie Um­zugs­kar­tons über­ein­an­der zu sta­peln. Drücken Sie da­her nicht Ein­fü­gen im sel­ben Fens­ter in dem Sie ko­piert ha­ben!

Ex­por­tie­ren von Tracks

Soll­te Ih­nen das Miss­ge­schick wi­der­fah­ren sein, dass Sie mehr Tracks in das Do­ku­ment ge­la­den ha­ben als sie be­ar­bei­ten wol­len oder ha­ben Sie ei­nen be­son­ders schö­nen Track, den Sie an an­de­rer Stel­le noch wei­ter­be­ar­bei­ten wol­len, dann kann Ih­nen viel­leicht die Funk­tio­na­li­tät Da­tei/Ex­por­tie­ren/Tracks im GPX-For­mat nach Aus­wahl hel­fen. Frü­her war sie im Me­nü Ex­tras un­ter­ge­bracht, aber das er­scheint aus heu­ti­ger Sicht un­pas­send.
Das Ex­por­tie­ren von Tracks ge­schieht über ei­nen Aus­wahl­dia­log, der al­le Tracks prä­sen­tiert, die nicht auf un­sicht­bar (vi­si­ble=fal­se) ge­setzt wur­den, al­so auch sol­che, die nur aus ge­lösch­ten Track­punk­ten be­ste­hen. Die­se Tracks sind an der lee­ren Län­gen­an­ga­be in der Lis­te zu er­ken­nen. Die Aus­wahl­lis­te ist als Mehr­fach­s­e­lek­ti­on aus­ge­legt.
Über ei­ne Op­ti­ons­schalt­flä­che kann fest­ge­legt wer­den, dass auch ge­lösch­te Tracks ex­por­tiert wer­den. Dies ge­schieht in der Pra­xis aber nur, wenn zu­gleich die Op­ti­on «Ge­lösch­te Track­punk­te ex­por­tie­ren» aus­ge­wählt ist, da ei­ne Aus­ga­be für ei­nen Track nur zu­stan­de kommt, wenn min­des­tens zwei Track­punk­te ex­por­tiert wer­den kön­nen.
Das Ent­fer­nen von Tracks aus dem ak­tu­el­len Do­ku­ment ge­schieht durch Set­zen der Op­ti­on «Ex­por­tier­te Tracks end­gül­tig lö­schen». Nach er­folg­rei­cher Aus­ga­be der Da­tei wer­den al­le tat­säch­lich ex­por­tier­ten Tracks ent­fernt. Se­lek­tier­te Tracks, für die kei­ne Aus­ga­be zu­stan­de kommt, wer­den nicht ent­fernt. Weil der Ex­port von Tracks oh­ne ge­lösch­te Track­punk­te we­ni­ger Da­ten spei­chert als im Ori­gi­nal vor­han­den, kann der Ex­port nicht als Si­che­rung des Tracks be­trach­tet wer­den. Ei­ne Si­cher­heits­ab­fra­ge, die die An­zahl der be­trof­fe­nen Tracks aus­gibt, schützt zu­sätz­lich vor de­ren un­be­ab­sich­tig­tem Lö­schen.
Ein ein­zel­ner, se­lek­tier­ter Track kann oh­ne das gan­ze Brim­bo­ri­um aus dem Pro­jekt ent­fernt wer­den. Da­zu wählt man im Me­nü Be­ar­bei­ten/Track/Aus dem Pro­jekt ent­fer­nen.

Hö­hen- und Ge­schwin­dig­keitspro­fi­le

Die Dar­stel­lung um­fasst ein zu­schalt­ba­res Fens­ter, das wahl­wei­se das Hö­hen- und/oder das Ge­schwin­dig­keitspro­fil des zu­letzt se­lek­tier­ten Tracks aus­ge­ben kann (Me­nü An­sicht).

Klickt man in die Gra­fik, so wird die Dar­stel­lung im Haupt­fens­ter auf den nächst­ge­le­ge­nen Track­punkt zen­triert. Der Maß­stab wird eben­falls an­ge­passt, so­fern der ak­tu­el­le Maß­stab klei­ner ist als der Maß­stab der De­tail­an­zei­ge. Er wird dann auf den Wert des De­tail­maß­stabs ge­setzt. Hat der Be­nut­zer be­reits ei­nen noch grö­ße­ren Maß­stab ein­ge­stellt, so er­folgt nur ei­ne Zen­trie­rung und kei­ne Maß­stabs­än­de­rung.
Zur­zeit ist die Pro­fil­fens­ter­grö­ße auf 30% der Ge­samt­hö­he der Dar­stel­lungs­flä­che be­schränkt, ma­xi­mal je­doch 200 Pi­xel. Die Ska­lie­rung in der Län­ge er­folgt in Ab­stän­den von et­wa 100 Pi­xel. Das Bild zeigt (oben) das Ski­ge­biet von Grin­del­wald/Wen­gen (Männ­li­chen) oh­ne Weg­punk­te, das Pro­fil­fens­ter den obe­ren Teil der FIS Lau­ber­hor­n­ab­fahrt.
Ei­ne Gren­ze von in­iti­al 100 km/h be­grenzt die An­zei­ge. Kli­cken Sie auf den Feh­ler­text, dies in­itia­li­siert die Be­ar­bei­tung und zen­triert die An­zei­ge auf den feh­ler­haf­ten Punkt. Lö­schen Sie den Punkt oder ei­nen Punkt aus dem Um­feld, bis die An­zei­ge wie­der er­scheint. Lö­schen hilft nicht, wenn Sie im Rei­ter «Tracks» die Op­ti­on «er­lau­be ge­lösch­te Punk­te» ein­ge­schal­tet ha­ben, da die­se Ein­stel­lung bei der Be­rech­nung der Gra­fik her­an­ge­zo­gen wird.
Die Pro­fi­le wer­den in der Rei­hen­fol­ge Hö­hen, Ge­schwin­dig­keit, Hö­hen­un­ter­schie­de und Cli­ent-Pro­fi­le an­ge­zeigt, wo­bei das ers­te Pro­fil links be­schrif­tet wird, al­le an­de­ren rechts. Bei vier Li­ni­en wird es knapp!
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Es exis­tiert dar­über hin­aus un­ter dem Menü­punkt Be­ar­bei­ten/Track/Hö­hen/In­ter­po­lie­ren ei­ne Funk­ti­on zur au­to­ma­ti­sche Hö­hen­in­ter­po­la­ti­on für Track­punk­te mit Hö­he Null. Sie kön­nen die­se Metho­de da­zu ein­set­zen, feh­len­de Hö­hen grob zu in­ter­po­lie­ren. Dies kann not­wen­dig wer­den, wenn die Da­ten kei­ne oder falsche Hö­hen­an­ga­ben ent­hal­ten, wie z.B. die Da­tei­en des Rad­we­ge­net­zes NRW. Auch KML-Datei­en, die in Goo­gle-Earth di­gi­ta­li­siert wur­den, tra­gen nach dem Im­port Hö­hen mit dem Wert 0. Ver­ge­ben Sie für den ers­ten und letz­ten Track­punkt ma­nu­ell Hö­hen­wer­te, da­mit die Zwi­schen­punk­te in­ter­po­liert wer­den kön­nen. Wei­te­re Hö­hen­punk­te wer­den be­rück­sich­tigt.
Hö­hen wer­den nur dann er­setzt, wenn der Ziel­punkt die Hö­he Null be­sitzt. Um ei­nen Track neu in­ter­po­lie­ren zu kön­nen, kann ein gan­zer Track auf Hö­he Null ge­setzt wer­den. Set­zen Sie an­de­re Punk­te als den ers­ten und letz­ten auf von Null ver­schie­de­ne Wer­te, so wer­den die­se Wer­te bis zum An­fang bzw. En­de über­tra­gen.
Hö­hen wer­den grund­sätz­lich nur mit Me­ter­ge­nau­ig­keit in­ter­po­liert. Die In­ter­po­la­ti­on von Ge­schwin­dig­kei­ten ist nicht mög­lich.

Hö­hen­dif­fe­renz­pro­fi­le und Stre­cken­feh­ler

GNavigia kennt zwei Ar­ten von Hö­hen­dif­fe­renz­pro­fi­len oder auch Stei­gungs­pro­fi­len, die al­ter­na­tiv zu­ge­schal­tet wer­den kön­nen, ei­nes für ab­so­lu­te Wer­te (stets po­si­ti­ve Ska­lie­rung) und ei­nes für die An­zei­ge auf­ein­an­der­fol­gen­der Dif­fe­ren­zen, das re­la­ti­ve Stei­gungs­pro­fil. So soll­te auf ei­ner Ski­ab­fahrt das re­la­ti­ve Stei­gungs­pro­fil kei­ne po­si­ti­ven Wer­te auf­wei­sen. Bei­de An­zei­gen de­cken über­große Hö­hen­un­ter­schie­de auf. Die fol­gen­den Gra­fi­ken zei­gen zu­gleich den Ein­fluss grob falscher Hö­hen auf die Stre­cken­län­ge - und wie sich die­ser Ein­fluss mit Hil­fe der Stei­gungs­pro­fi­le auf­de­cken lässt.
Die obe­re Gra­fik zeigt das Hö­hen­pro­fil mit zwei gro­ßen Hö­hen­feh­lern bei Ki­lo­me­ter 0,92 und 1,38 so­wie ei­nem klei­ne­ren bei Ki­lo­me­ter 0,21. In der un­te­ren Gra­fik sind al­le drei Feh­ler durch In­ter­po­la­ti­on be­rich­tigt wor­den. Wel­che Beo­b­ach­tun­gen er­lau­ben uns die bei­den Gra­fi­ken?
Zu­nächst fällt auf, dass die be­rich­tig­te Stre­cke um 66 Me­ter kür­zer ist als das Ori­gi­nal. Zu­dem ist die Ska­lie­rung der Ge­schwin­dig­keit von ma­xi­mal 55 auf 25 km/h zu­rück­ge­gan­gen. Das ist nicht ver­wun­der­lich, da ei­ne über­große Stre­cke bei sonst glei­chen Mess- und Zeit­wer­ten ei­ne über­ho­he Ge­schwin­dig­keit vor­gau­kelt. Der mit Pfeil mar­kier­te, schwar­ze Bal­ken be­zeich­net den ak­tu­ell se­lek­tier­ten Track­punkt im Stre­cken­ver­lauf, der in der Kar­te grün dar­ge­stellt wird. Beim ers­ten gro­ßen Hö­hen­feh­ler ist leicht er­sicht­lich, dass ein Hö­hen­un­ter­schied von 73 Me­tern ei­nem Punktab­stand von et­wa 25 Me­tern ge­gen­über­steht. Daraus er­gibt sich für die Län­ge der schrä­gen Stre­cke ein Wert von 77 m so­wie für die Hang­nei­gung ein Win­kel von 71° (335%). Wenn Sie ei­ne Pis­te mit die­sem Nei­gungs­win­kel ken­nen, las­sen Sie es mich wis­sen!
Wie sich die Ver­hält­nis­se und da­mit die Stre­cken­län­gen än­dern, wenn die Hang­nei­gung stär­ker wird, kann man der un­te­ren Gra­fik ent­neh­men. Bei 100% Ge­fäl­le oder 45° Nei­gung ist die Schräg­stre­cke be­reits um den Fak­tor Wur­zel aus 2 län­ger als die ho­ri­zon­ta­le Stre­cke.
Wie wer­den die Hö­hen nun zweck­mä­ßig und zü­gig zu null ge­setzt, da­mit die In­ter­po­la­ti­on, die ja al­lein die Punk­te mit Hö­he Null be­rück­sich­tigt, an­ge­wor­fen wer­den kann? Nun, kli­cken Sie ein­fach auf den Bal­ken im Hö­hen­pro­fil, mit dem der über­große An­stieg des Gra­fen be­ginnt. Da­durch wird die Kar­te auf den Punkt zen­triert. Se­lek­tie­ren Sie den­je­ni­gen Punkt, der die ers­te Null­hö­he er­hal­ten soll. Be­tä­ti­gen Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on, die im Me­nü un­ter Be­ar­bei­ten/Track­punkt/Hö­he zu 0.00 set­zen aus­ge­wie­sen ist. Mit ei­ner ver­gleich­ba­ren Tas­ten­kom­bi­na­ti­on lässt sich auch für den nach­fol­gen­den Punkt die Hö­he zu Null set­zen. Zur­zeit sind das die Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen «Strg»+«0» und «Strg»+«1». Da­nach wird über Be­ar­bei­ten/Track/Hö­hen in­ter­po­lie­ren die In­ter­po­la­ti­on durch­ge­führt.
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Ab Ver­sion 3.4 kann man nicht nur ei­nen Punkt im Pro­fil ankli­cken und da­durch die Dar­stel­lung auf die­sen Punkt zen­trie­ren. Man kann auch mit den Pfeil­tas­ten (links/rechts) den vor­aus­ge­hen­den oder den nach­fol­gen­den Punkt an­steu­ern. Wenn man ei­nes der bei­den Stei­gungs­pro­fi­le ein­ge­schal­tet hat, kann man mit­tels Con­trol (Strg) und Pfeil­tas­ten das Ma­xi­mum des Stei­gungs­pro­fils an­steu­ern, was die Be­rich­ti­gung gro­ber Feh­ler er­leich­tert. Da­zu muss der Fo­kus auf dem Pro­fil­fens­ter ste­hen, was man an ei­nem schwach ge­stri­chel­ten in­ne­ren Rah­men er­ken­nen kann. Be­nutzt man zur Hö­hen­kor­rek­tur die Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen «Strg»+«0» und «Strg»+«i», so bleibt der Fo­kus auf dem Pro­fil­fens­ter er­hal­ten.