Flims Laax Fa­le­ra

Der Glet­scher am Vorab und die Ab­fahrt zur Alp Ru­schein

Flims Laax Falera
Glet­scher ha­ben et­was Selt­sa­mes an sich. Meist sind sie nur mä­ßig steil und eher zum Üben denn zum Fah­ren ge­eig­net. Und we­gen der ste­tig ab­neh­men­den Län­ge so­wie der oft un­ter­schätz­ten Spalt­en­ge­fahr ist die nutz­ba­re Flä­che be­grenzt. Glet­scher sind in Grö­ße und Nei­gung recht un­ter­schied­lich, ei­nes ha­ben aber al­le Glet­scher der Al­pen ge­mein: Wenn das Wet­ter schlech­ter wird, sind sie so­fort von Wol­ken ein­gehüllt. Da­her fah­ren wir be­reits am ers­ten Tag auf den Vorab!
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Die bei­den Pis­ten, die nicht nur im Lift­plan un­ter­schied­lich schwie­rig aus­ge­zeich­net sind son­dern auch so wir­ken, wenn man sie fährt, wer­den von zwei Schlep­pern be­dient, die ei­nen Hö­hen­un­ter­schied von 400 m über­win­den. Die stei­le­re obe­re Pas­sa­ge kann schnell zu Bu­ckeln aus­ge­fah­ren sein, da­nanch geht es sehr zü­gig zur Sa­che. Wer mor­gens als Ers­ter den rech­ten Schlep­per nimmt und ihn nach rechts aus­stei­gend ver­lässt, kann die Pis­te als ki­lomètre lan­cé be­nut­zen. We­gen des wei­ten Aus­laufs gibt es hier kei­nen Är­ger mit un­er­war­tet schar­fen Kur­ven am En­de der Schuss­fahrt.
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Nimmt man den lin­ken der bei­den Schlep­per, so er­reicht man oh­ne Que­rung der Lift­spur die Zu­fahrt zum Vorab Sat­tel, wo die Ab­fahrt zur Alp Ru­schein be­ginnt. Es ist wirk­lich ei­ne Pis­te und kei­ne Tou­ren­ab­fahrt, auch wenn ich das ger­ne an­ders se­hen wür­de und der Grad der Prä­pa­rie­rung oder de­ren ge­rin­ge Nach­hal­tig­keit den Fah­rer eher an ei­ne Bu­ckel­pis­te errin­nert. We­gen der La­ge gen Süd­os­ten ist es auch nur ei­ne Fra­ge der Zeit, wann die Pis­te an ei­nem son­ni­gen Tag auf­weicht.
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Ge­gen En­de gibt es dann drei be­mer­kens­wer­te Din­ge. Da ist zu­nächst zu er­wäh­nen, dass die Pis­te im­mer fla­cher wird und man sein Snow­board ei­ne Wei­le tra­gen muss. Dann kommt ei­ne groß­ar­ti­ge Rast­mög­lich­keit mit Grill und ab­lie­gen in der Son­ne und da­nach stol­pert man in den äl­tes­ten und lang­sams­ten Lift des gan­zen Ge­biets, so­dass, weil es noch ei­ne ein­fa­che­re Pis­te di­rekt vom Crap Ma­segn gibt, man bei großem An­drang bis zu ei­ner Stun­de braucht, um zu­rück zu fah­ren. An kei­ner der Luft­seil­bah­nen steht man län­ger an!