Ski­ge­bie­te, kurz und knapp!

Von Adal­bert Qu­er­kopf

Adi hat da so sei­ne Zwei­fel, ob man über­haupt ei­ne Be­wer­tung für Ski­ge­bie­te auf­stel­len soll­te, wohl wis­send, dass ein über Os­tern un­über­trof­fe­nes Ski­ge­biet wie Zer­matt über Weih­nach­ten ggf. ent­täu­schend lang­wei­lig sein kann. Der ADAC-SkiAt­las mag das an­ders se­hen, aber da kann man schon für gu­te Knei­pen 5 Ster­ne be­kom­men! Wer die Trois Vallées und Oberst­dorf in ei­nem Atem­zug nennt, muss sich fra­gen las­sen, wel­ches Ziel er ver­folgt. Wer span­nen­de Pis­ten liebt wird viel­leicht nie mehr wie­der­keh­ren, wenn die­se aus Kos­ten­grün­den zeit­wei­se ge­schlos­sen oder nur «mit hal­ber Kraft» be­trie­ben wer­den.

Pa­ra­di­ski hat Sankt An­ton von Platz vier ver­drängt. Die Trois Vallées auch. Und Sankt Mo­ritz, ob­gleich viel klei­ner, steht bei uns we­gen sei­ner ab­wechs­lungs­rei­chen Pis­ten, Ski­rou­ten und Events mit den fran­zö­si­schen Ge­bie­ten et­wa auf glei­cher Stu­fe.

Zer­matt

Rich­tig gut nur mit Stock­horn!
Ak­tua­li­tät: 2017

Wei­te An­fahrt, nicht mit dem Au­to er­reich­bar, Bahn­ver­la­dung des Ge­päcks. Ho­he Park­ge­büh­ren, teue­re Un­ter­künf­te. Teu­ers­ter Ski­pass der Schweiz, zu­sam­men mit Cer­vi­nia schon un­ver­schämt! Stock­horn über Weih­nach­ten auch in schnee­rei­chen Jah­ren ge­schlos­sen. Lan­ger Schlep­per am Trift­ji. Höchs­te Prio­ri­tät ge­nießt das lang­wei­li­ge Ge­biet am Klein Mat­ter­horn, flach und stre­cken­wei­se öde. Des­sen schöns­te Pis­ten (Mo­matt und Tief­bach) sind oft ge­schlos­sen. Neue Ach­ter-Umlauf­gon­del gilt ab Fur­ri als win­d­emp­find­lich und ver­schan­delt durch ei­ne äu­ßerst un­ge­schick­te An­la­ge der Sta­ti­on Aro­leid das Land­schafts­bild am Mat­ter­horn.

Schö­ner Ort, kein klas­si­scher Au­to­ver­kehr, nur Elek­tro­wa­gen. Sehr gu­te Ga­stro­no­mie, güns­ti­ge Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten, gu­te Quar­tie­re. Sehr gu­ter In­ter­ne­t­auf­tritt. Schöns­tes Pa­n­ora­ma al­ler Ski­ge­bie­te. Für am­bi­tio­nier­te Ski­fah­rer ein Muss, ex­trem an­spruchs­voll und ab­wechs­lungs­reich. Das Lieb­lings­ski­ge­biet mei­ner Frau. Über­trifft Sankt An­ton hin­sicht­lich der Bu­ckel­pis­ten. Stock­horn: Ab­so­lu­ter Hö­he­punkt, tol­le Bu­ckel, ex­cel­len­tes Tief­schnee­re­vier weil ex­trem hoch ge­le­gen, auch in schwie­ri­gen Jah­ren über Os­tern schnee­si­cher, tol­le Ne­ben­stre­cken, Trift­ji bei Tief­schnee! Mit­tel­ritz: Be­lie­big ska­lier­ba­re Tou­ren­ab­fahrt. Traum­haf­te Rund­fahrt (über 60 nicht dop­pelt ge­fah­re­ne Pis­ten­ki­lo­me­ter, rund 12000 Hö­hen­me­ter) auch oh­ne Cer­vi­nia mög­lich. Vie­le lan­ge Pis­ten, be­nannt, nicht num­me­riert, schnel­le Be­för­de­rungs­an­la­gen, gut für 120 Pis­ten­ki­lo­me­ter am Tag. Tal­ab­fahr­ten auch Os­tern meist of­fen. Lan­ge Lauf­zei­ten der Lif­te im Früh­jahr. Kei­ne not­wen­di­gen Schlepp­lif­te. Kaum Ta­ge­stou­ris­ten. Längs­te prak­tisch stets of­fe­ne Tal­ab­fahrt der Al­pen, 2200 Hö­hen­me­ter, 14 Ki­lo­me­ter. Mon­te Ro­sa: Ei­ne der letz­ten Re­gio­nen für Heli-Ski­ing. Op­tio­nal: Ski­pass In­ter­na­tio­nal/Cer­vi­nia.

Sankt Mo­ritz

Ak­tua­li­tät: 2010

Wei­te An­fahrt mit gro­ßer Pass­hö­he (Ju­lier, 2280m) oder Bahn­ver­la­dung Ver­ei­na mit War­te­zei­ten. Ho­hes Preis­ni­veau im Ort und auf den Hüt­ten. Oft ex­trem teue­re Un­ter­künf­te. Ge­samts­ki­ge­biet ver­streut auf vier Teil­ge­bie­te (fünf in­kl. Zuoz), von de­nen je­weils zwei Ge­bie­te in ei­ner Rich­tung über schwe­re, stei­le Pis­ten ver­bun­den sind. Nur we­ni­ge mar­kier­te Ne­ben­stre­cken (Ski­rou­ten).

Hochtal­la­ge mit tie­fen Tem­pe­ra­tu­ren und meist pul­ver­tro­ckenem Schnee. Wun­der­schö­nes Pa­n­ora­ma, am Abend von Muot­tas Mu­ragl aus ge­nieß­bar. We­gen der gro­ßen, zu­ge­fro­re­nen Seen lie­gen die Ort­schaf­ten ma­le­risch am Ran­de rie­si­ger Frei­flä­chen. Da­her ein Ski­ge­biet oh­ne glei­chen für Grup­pen oder Paa­re, bei de­nen Lang­lauf und Ab­fahrt glei­cher­ma­ßen ge­fragt sind. Er­freu­lich an­spruchs­vol­les Ski­ge­biet mit vie­len lan­gen, zum Teil schwe­ren Pis­ten, bei ei­si­gen Ver­hält­nis­sen ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung. En­de Ja­nu­ar fast an­fän­ger­frei. Vie­le über­brei­te, ex­trem schnel­le aber lei­der auch ge­well­te, nicht im­mer gut ein­seh­ba­re Ge­nuss­pis­ten. Ex­trem frü­her Start der Lif­te auf Cor­vi­glia (7:45 Uhr), da­her En­de Ja­nu­ar traum­haf­te Ab­fahr­ten im Licht der auf­ge­hen­den Son­ne. 2010: Güns­ti­ges Früh­stück mit her­aus­ra­gen­der Aus­sicht auf Piz Nair. Be­ein­dru­cken­de Nach­t­ab­fahrt von 800 Hö­hen­me­tern auf be­leuch­te­ter Pis­te am Cor­vatsch (Je­den Frei­tag 19:00 Uhr). Glü­na Plai­na: Im ge­sam­ten Al­pen­raum ver­mut­lich ein­zi­ge, frei und mehr­fach be­fahr­ba­re Mond­schein­ab­fahrt (900 Hö­hen­me­ter). Sehr gu­te Bus- und Zug­ver­bin­dun­gen, für die man aber den über­sicht­li­chen Fahr­plan stets in der Ta­sche ha­ben soll­te. Güns­ti­ger Ski­pass für Fa­mi­li­en mit mehr als zwei Kin­dern.

Trois Vallées

Ak­tua­li­tät: 2014

Sehr wei­te An­fahrt. Teu­e­res Bier auf den Hüt­ten. Oft klei­ne und be­eng­te Un­ter­künf­te in für die Ge­gend un­pas­sen­den, häss­li­chen Be­ton­klöt­zen. Teu­er zur Haupt­rei­se­zeit, spek­ta­ku­lä­re Preis­un­ter­schie­de zur Ne­ben­sai­son. Ge­biet um Val Tho­rens gleicht Mond­land­schaft. Les Me­nu­i­res: Ei­nes der mie­ses­ten Bei­spie­le für Archi­tek­tur in den Ber­gen.

Mit wei­tem Ab­stand größ­tes zu­sam­men­hän­gen­des Ski­ge­biet der Al­pen. Unend­li­che An­zahl von Pis­ten, vie­le leich­te und mit­tel­schwe­re Ab­fahr­ten, sehr schnee­si­cher, hoch ge­le­gen, enor­me Be­för­de­rungs­ka­pa­zi­tä­ten, ex­zel­lent prä­pa­rier­te, brei­te, be­nann­te und we­gen der Skischau­kel auch ex­trem lan­ge Pis­ten. Schö­nes Pa­n­ora­ma, traum­haf­te Aus­sicht von der Cî­me de Caron. Je­des der drei Tä­ler ist ein über­großes Ski­ge­biet. Selbst bei bes­tem Wet­ter und mit ei­se­ner Dis­zi­plin in sechs Ta­gen kaum voll­stän­dig ab­fahr­bar. Red­un­dant aus­ge­leg­tes Pis­ten- und Lift­netz. Für Snow­boards bes­tens ge­eig­net, nur sehr we­ni­ge un­schö­ne Tra­ver­sen und Lauf­stre­cken. Mé­ri­bel: Für fran­zö­si­sche Ver­hält­nis­se ge­wach­se­ner Ort.

Pa­ra­di­ski: Les Arcs/­la Plagne

Ak­tua­li­tät: 2016

Als Ge­samts­ki­ge­biet teu­ers­ter Ski­pass der Al­pen (nach Zer­mat­t/Cer­vi­nia). Wei­te An­fahrt, 875 km von Bonn. Teu­e­res Bier auf den Hüt­ten. Oft klei­ne und be­eng­te Un­ter­künf­te in für die Ge­gend un­pas­sen­den, häss­li­chen Be­ton­klöt­zen. Teu­er zur Haupt­rei­se­zeit, spek­ta­ku­lä­re Preis­un­ter­schie­de zur Ne­ben­sai­son. Vie­le ver­al­te­te Lift­an­la­gen, trotz ex­po­nier­ter La­ge nicht mit Hau­ben aus­ge­rüs­tet. Les Arc: Auf­fahrt zur Ai­guil­le Rou­ge an schö­nen Ta­gen über­las­tet. La Plagne: Glet­scher nicht über­zeu­gend, vie­le Lauf­stre­cken und we­ni­ge Pis­ten­ki­lo­me­ter.

Traum­haf­tes Ski­ge­biet mit be­lie­big ska­lier­ba­rem Ski­pass (Vil­la­ge/Do­mai­ne/Dé­cou­ver­te/Pa­ra­di­ski), enor­me Be­för­de­rungs­ka­pa­zi­tä­ten, un­zäh­li­ge Pis­ten und Ge­nuss­pis­ten, be­nannt, nicht num­me­riert. Dich­tes, red­un­dant aus­ge­leg­tes Lift- und Pis­ten­netz, wei­te Fahr­we­ge auf gro­ßer Hö­he, ho­he Schnee­si­cher­heit, ab­wechs­lungs­rei­che Ab­fahr­ten, mar­kier­te Al­ter­na­ti­ven zu viel be­fah­re­nen Stre­cken­ab­schnit­ten, zahl­lo­se Ne­ben­stre­cken bei gu­ter Schnee­la­ge. Bei nor­ma­ler Schnee­la­ge Ab­fahr­ten bis zu 2000 Hö­hen­me­ter. Sehr jun­ges, freund­li­ches und hilfs­be­rei­tes Per­so­nal, in al­len wich­ti­gen Po­si­tio­nen eng­lisch spre­chend. Ent­spann­te At­mo­sphä­re, an­ge­neh­me, herz­li­che Gast­ge­ber. Vie­le Hüt­ten. Kei­ne Schnaps­lei­chen auf den Pis­ten. Sehr gu­ter In­ter­ne­t­auf­tritt.
Les Arcs: Spek­ta­ku­lä­re schwar­ze Pis­ten, be­sitzt mit dem «Sta­de KL» (ki­lomètre lan­cé, Hoch­ge­schwin­dig­keits­ab­fahrt) ei­ne ein­zig­ar­ti­ge Tem­po­mess­stre­cke, ge­gen Auf­preis be­fahr­bar. Groß­ar­ti­ges Pa­n­ora­ma. Ein­zig­ar­ti­ger Blick von der Ai­guil­le Rou­ge aus über die Al­pen mit Mont Blanc als be­herr­schen­dem Berg. La Plagne: Ge­wal­ti­ges, an­fän­ger­freund­li­ches Pis­ten­netz mit ei­ni­gen net­ten schwar­zen Ab­fahr­ten.

Sankt An­ton am Arl­berg mit Lech/Zürs

Ak­tua­li­tät: 2014

In Tei­len mo­der­nes Stadt­bild mit Zweck­bahn­hof, un­ro­man­tisch, ne­ben ei­nem durch­aus se­hens­wer­ten Orts­kern. Zeit­wei­se von Eng­län­dern über­lau­fen. Ein Ski­ge­biet mit zahl­rei­chen aber nicht sehr ge­müt­li­chen Hüt­ten. Teu­er. Ge­schwin­dig­keits­mess­stre­cke am Rendl mit ge­fähr­lich kur­z­em Aus­lauf. Ski­ge­biet fast völ­lig frei von Ge­nuss­pis­ten, vie­le stei­le Ab­fahr­ten, über Weih­nach­ten oft ver­eist. Val­luga-Bahn stets völ­lig über­las­tet.
Lech: Über­kan­di­delt. ver­s­nobbt. Ein leich­tes Ski­ge­biet ver­gli­chen mit St. An­ton. Fla­che Ge­schwin­dig­keits­mess­stre­cke am Wei­ber­mahd­lift.

Tra­di­ti­ons­rei­ches, ein­zig­ar­ti­ges Ski­ge­biet mit un­über­trof­fe­ner Schnee­si­cher­heit an Weih­nach­ten. Val­lu­ga: Bei Tief­schnee ein Traum, land­schaft­lich reiz­voll, zahl­lo­se, für gu­te Fah­rer mä­ßig ge­fähr­li­che Ne­ben­stre­cken, steil und auf­re­gend. Un­be­schreib­li­che Bu­ckel­pis­ten, schwie­ri­ge Ski­rou­ten und zahl­rei­che Tief­schnee­ab­fahr­ten. Mat­tun­kar nicht nur bei Firn­schnee ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung, ver­eis­te Bu­ckel im un­te­ren Drit­tel. Nur für Ge­üb­te, kein Scherz. Fast 1000 Hö­hen­me­ter Tou­ren­ab­fahrt. Zu­neh­men­de Mo­der­ni­sie­rung der Lif­te, neue, auch tech­nisch ein­drucks­vol­le Gal­zig­bahn. Kei­ne not­wen­di­gen Schlepp­lif­te. Sehr schnel­le Ab­fahr­ten.
Lech: Sehr schö­ne, wei­te Rund­fahrt mög­lich, wenn das Mad­loch-Joch of­fen ist (Wei­ßer Ring). Bei Tief­schnee traum­haft. Brei­te Car­ving- und vie­le Ge­nuss­pis­ten. Mit den Ski­rou­ten Lan­ger Zug und vor al­lem mit der un­prä­pa­rier­ba­ren Tan­negg hat das Ge­biet schwe­re, für gu­te Ski­fah­rer be­rau­schen­de Ab­fahr­ten. Kei­ne not­wen­di­gen Schlepp­lif­te. Seit 2017 Lift­ver­bin­dung mit Zürs.
Zürs: Zum Teil sehr an­spruchs­vol­le Ab­fahr­ten mit deut­li­chem Ge­fäl­le, die nur bei grif­fi­gem Schnee zu Ge­nuss­pis­ten wer­den. Pis­te vom Mug­gen­grat nach Zürs in schnee­ar­men Win­tern ggf. als Ski­rou­te be­fahr­bar. Schö­nes Pa­n­ora­ma.

Ver­bier - 4 Vallées

Ak­tua­li­tät: 2009

Ei­ni­ge der Or­te der 4 Vallées er­in­nern an fran­zö­si­sche Re­tor­ten­ort. In den Schul­fe­ri­en teue­re Un­ter­künf­te. Über Weih­nach­ten oft nur am Mont Fort (3330 m) schnee­si­cher, dann aber eher für gu­te Ski­fah­rer. Ski­bus­ver­bin­dun­gen von und in­ner­halb Nen­daz man­gel­haft, da­her oft wei­te Lauf­stre­cken. Un­be­frie­di­gen­de An­bin­dung des Sec­teur Bru­son (Stand 2009) mit­tels Bus.

Sehr großes Ski­ge­biet, heu­te noch mit kin­der­freund­li­cher Preis­staf­fel für Fa­mi­li­en. Ver­mut­lich das ein­zi­ge der Al­pen, wo we­sent­li­che Ver­bin­dun­gen durch oft be­ein­dru­ckend schwie­ri­ge Ski­rou­ten rea­li­siert wer­den. Ver­bier: Von Deutsch­land aus sehr gut er­reich­bar, teil­wei­se ge­büh­ren­freie Park­plät­ze. Ge­wach­se­nes Orts­bild. Auch bei schlech­ten Schnee­ver­hält­nis­sen noch span­nen­de Pis­ten. Schö­ne Tal­ab­fahrt, z. T. durch Wald. Sehr stei­le aber brei­te Bu­ckel­pis­ten am Mont Fort, ein­drucks­vol­le Tou­ren­ab­fahr­ten am Mont Gélé und nach Tor­tin. Ein­zig­ar­ti­ge Tou­ren­ab­fahrt über den Col des Mi­nes nach la Tzou­maz, un­ter ho­hen Fel­sen frei­ge­fräst (Stich­wort: Bob­bahn). Be­ein­dru­cken­de Tou­ren­ab­fahrt nach Nen­daz. Gro­ße Be­för­de­rungs­ka­pa­zi­tä­ten, traum­haf­te Ne­ben­stre­cken, ins­be­son­de­re bei Neuschnee. Schnel­le Ab­fahr­ten am At­te­las. Vie­le lan­ge Pis­ten, bei bes­ten Schnee­ver­hält­nis­sen ei­ne der längs­ten Ab­fahr­ten der Al­pen (2500 Hö­hen­me­ter) nach le Cha­ble, heißt es hier und da, im Lift­plan aber nicht ver­zeich­net. Ein Ski­ge­biet für Kön­ner.

l'es­pace kil­ly - Val d'Isère/Lac de Tig­nes

Ak­tua­li­tät: 2009

Wei­te An­rei­se, au­ßer Val d'Isè­re ha­ben die Or­te das Aus­se­hen und Flair fran­zö­si­scher Ski­sta­tio­nen. Teue­re Hüt­ten. Fu­ni­cu­laire: Mit der Un­glücks­bahn von Ka­prun prak­tisch bau­glei­che Stand­seil­bahn. Sehr ho­he Park­ge­büh­ren. Vie­le ver­al­te­te Lift­an­la­gen der Mar­ke Knie­keh­len­hau­er, kei­ne Hau­ben trotz lan­ger Fahr­zei­ten.

Woh­nen an der Pis­te, großes Ski­ge­biet mit al­len Schwie­rig­keits­gra­den. 300 zu­sam­men­hän­gen­de Pis­ten­ki­lo­me­ter. Mo­de­ra­te Ski­pass­prei­se. Sehr ho­he Lift­ka­pa­zi­tä­ten, kaum War­te­zei­ten. We­ni­ge wirk­lich auf­re­gen­de Pis­ten, dann aber zum Teil ex­trem schwie­rig. Sehr schö­ne Ab­fahrt von der Gran­de Mot­te, dem ein­drucks­vol­le­ren der zwei Glet­scher. Weit­läu­fig. Sehr lan­ge Ab­fahr­ten, schnee­si­cher auf gro­ßer Hö­he ge­le­gen. Neue, schnel­le Dop­pel­sei­l­um­lauf­gon­deln er­set­zen die al­te Luft­seil­bahn an der Bel­le­varde. Zu­letzt be­sucht: 2009.

Do­lo­mi­ti Su­perski

Ak­tua­li­tät: 2004

Kein be­son­ders auf­re­gen­des Ski­ge­biet, zer­fällt in vie­le Teil­ge­bie­te. Wei­te An­rei­se mit ho­hen Maut­ge­büh­ren. Hüt­ten zu teu­er. Schnee­si­cher­heit nur durch Kunst­schnee ge­ge­ben. Mä­ßi­ges Fahr­ver­mö­gen vie­ler Gäs­te und oft rück­sichts­lo­ses Fahr­ver­hal­ten. Ge­rin­ge fahr­tech­ni­sche An­for­de­run­gen. Vie­le kur­ze Pis­ten.

Gi­gan­ti­sches Ski­ge­biet mit sehr schö­nem, zu­sam­men­hän­gen­dem Kern um die Sella-Grup­pe (Sel­la Ron­da). Üp­pig aus­ge­bau­te Be­för­de­rungs­an­la­gen. Land­schaft­lich be­ein­dru­ckend und sehr ab­wechs­lungs­reich. Be­sitzt mit der Ab­fahrt vom La­ga­zu­oi nach Ar­men­ta­ro­la die schöns­te, oh­ne Füh­rer be­fahr­ba­re Pa­n­ora­ma­pis­te al­ler mir be­kann­ten Ski­ge­bie­te. Über­große An­zahl von Skihüt­ten. Freund­li­che At­mo­sphä­re. Im Tal nicht über­teu­ert.

Grin­del­wald

Rich­tig gut nur mit Lau­ber­hor­n­ab­fahrt und Black Rock!
Ak­tua­li­tät: 2010

Net­ter Ort aber sehr ver­streut, zu viel Au­to­ver­kehr. Männ­li­chen­bahn zu lang­sam. War­te­zei­ten durch Ein­hän­gen von VIP-Gon­deln. Schilt­horn: Von Grin­del­wald aus schwer­lich mit der Bahn zu er­rei­chen, eher lang­wei­li­ge Ab­fahr­ten, trägt we­nig zum Ge­samtspaß bei. Ski­pass in­kl. Schilt­horn zu teu­er.

Sehr ab­wechs­lungs­rei­ches Ski­ge­biet, auf­re­gen­de Ab­fahr­ten, lang und schnell. Schö­nes Ge­biet für An­fän­ger am First mit leich­ten Pis­ten. Lau­ber­hor­n­ab­fahrt: Start bis Ziel im Ori­gi­nal be­fahr­bar. Ras­sig. Mes­sung der Ge­schwin­dig­keit am Han­negg­schuss. Zahl­rei­che lan­ge Pis­ten für Ge­nie­ßer, reiz­voll. Ein­zig­ar­ti­ges Pa­n­ora­ma mit Jung­frau, Mönch und Ei­ger­nord­wand. Vie­le Gäs­te­bet­ten auf den Berg­hüt­ten, Zu­fahrt per Zahn­rad­bahn. Ho­he Dis­zi­plin an den Gon­deln, ex­zel­len­tes Fahr­ver­mö­gen, da­her ent­spann­te At­mo­sphä­re auf den Pis­ten und am Lift trotz teil­wei­se aus­ge­las­te­ter Ka­pa­zi­tä­ten.

Avo­r­iaz - Les Por­tes du So­leil

Ak­tua­li­tät: 2012

Rie­si­ges Ski­ge­biet, aber nur bei gu­ten Wet­ter­ver­hält­nis­sen nutz­bar. Ver­teilt auf vie­le Ein­zel­ge­bie­te, nur mä­ßig zu­sam­men­hän­gend. Nied­ri­ge Hö­hen­la­ge. Nur von Mor­zi­ne und Avo­r­iaz aus bis auf Aus­nah­men be­fahr­bar. Vie­le lang­sa­me, ver­al­te­te Lif­te. Da­zu ei­ni­ge Or­te oh­ne Tal­ab­fahrt (nur Lift­trans­fer). Avo­r­iaz: Sehr selt­sa­me Archi­tek­tur auf 1800 m Hö­he. Un­ver­schäm­te Park­ge­büh­ren.

Re­la­tiv gut er­reich­bar, grenz­über­schrei­tend, auch von der Schweiz aus er­schlos­sen. Freund­li­che At­mo­sphä­re, in Châtel und Les Gets so­gar aus­ge­spro­chen net­te Be­bau­ung mit für fran­zö­si­sche Ver­halt­nis­se üp­pi­gem Platz­an­ge­bot. Ei­ner der größ­ten Lift­ver­bün­de der Al­pen. Zum Teil schwe­re, lan­ge und her­aus­for­dern­de Pis­ten (Cha­va­net­te). Gu­te Ski­bus­ver­bin­dun­gen. Aus­rei­chen­de Lift­ka­pa­zi­tä­ten. Ab­wechs­lungs­rei­che Ge­samt­an­la­ge.

Cha­mo­nix - Ai­guil­le du Mi­di

Ak­tua­li­tät: 2013

Mä­ßig großes Ski­ge­biet, ver­teilt auf vie­le Ein­zel­ge­bie­te. Bustrans­fer prak­tisch im­mer er­for­der­lich. Zur Haupt­sai­son ver­mut­lich über die Leis­tungs­gren­ze her­aus be­las­tet. Ge­duld er­for­der­lich. Vie­le lang­sa­me, ver­al­te­te Lif­te. Un­halt­ba­rer Zu­stand an der Grands Mon­tets.

Groß­ar­ti­ge Klein­stadt in den Ber­gen mit viel Flair. Für das ur­ba­ne Frank­reich ty­pi­sche Be­bau­ung. Sehr freund­li­che At­mo­sphä­re, gu­te Bus­ver­bin­dun­gen, at­trak­ti­ve Lauf­we­ge im Ort, vie­le Pis­ten für An­fän­ger und Fort­ge­schrit­te­ne. Ein­zig­ar­ti­ge, un­über­trof­fe­ne und ge­führ­te Ab­fahrt durch das Vallée Blan­che, der Glet­scher­welt des Mont Blanc. Bei gu­ten Ver­hält­nis­sen die mit 2800 Hö­hen­me­tern und knapp 20 km längs­te von uns ver­mes­se­ne Ab­fahrt der Al­pen. Sehr an­spruchs­voll! Über­wäl­ti­gen­des Pa­n­ora­ma von der Ai­guil­le du Mi­di.

Flai­ne

Ak­tua­li­tät: 2015

Ski­ge­biet mit ei­nem we­nig an­sehn­li­chen, in ei­nem Tal­kes­sel ge­le­ge­nen, zen­tra­len Ort. Von Be­ton do­mi­nier­te, prä­mi­er­te Re­tor­ten­stadt. Kaum Mit­tel­sta­tio­nen. Ne­ben­or­te auf nied­ri­ger Hö­he ge­le­gen. Zur Haupt­sai­son teu­er.

Zu­sam­men­hän­gen­des, re­la­tiv großes Ski­ge­biet. Aus­rei­chen­de Be­för­de­rungs­ka­pa­zi­tä­ten, Ab­fahr­ten um 900 Hö­hen­me­ter im Ort. Zu den Rand­orten hin be­steht ei­ne Skischau­kel mit zum Teil lan­gen, be­nann­ten Pis­ten. We­nig Lauf­stre­cken, da­her gut ge­eig­net für das Snow­board. Schö­nes Pa­n­ora­ma auf der Hö­he mit Mont Blanc als zen­tra­lem Berg. An­ge­mes­se­ne Be­bau­ung im Cha­let­stil an den Berg­flan­ken au­ßer­halb des Tal­kes­sels. Haup­tort auf­ge­lo­ckert mit mo­der­ner Kunst. Kei­ne Park­ge­büh­ren.

Klos­ter­s/Da­vos

Ak­tua­li­tät: 2002/2017 (Parsenn)

Da­vos: We­nig schö­ne Stadt in den Ber­gen. Mo­dern. Orts­bus nicht im Ski­pass ent­hal­ten. Klos­ters: An­bin­dung an Par­senn mit­tels Luft­seil­bahn, da­her lan­ge War­te­zei­ten an schö­nen Ta­gen. Kein be­son­ders auf­re­gen­des Ski­ge­biet, zer­fällt in vie­le klei­ne Teil­ge­bie­te. An­geb­lich 300 Pis­ten­ki­lo­me­ter, ein un­re­a­lis­ti­scher Wert. Vie­le km ver­ber­gen sich hin­ter Pis­ten, die in Vor­or­ten oder an Bahn­sta­ti­o­nen en­den. Par­senn: Ei­ni­ge Lauf­stre­cken für Snow­boar­der. Be­kannt­heits­grad des Ge­biets ist hö­her als der Spaß­fak­tor.

Auch über Weih­nach­ten schnee­si­che­res Ski­ge­biet mit vie­len lan­gen Pis­ten. Bahn­fahr­ten im Ge­ne­rals­ki­pass ent­hal­ten. Prei­se eher mo­de­rat. Brei­te Car­ving­pisten an Par­senn, ras­si­ge Ab­fahr­ten vom Weiss­fluh­gip­fel. Von dort groß­ar­ti­ge Ab­fahrt nach Küb­lis (14 km, zur Bahn). Sehr schö­ne und lan­ge Tal­ab­fahrt nach Klos­ters, 1650 Hö­hen­me­ter und mehr als 11 km lang. Klos­ters: Ge­wach­se­ner Ort mit ei­ge­nem klei­nen Ski­ge­biet (Ma­dri­sa). Ei­ni­ge an­re­gen­de Tou­ren­ab­fahr­ten.

Flims/Laax

Ak­tua­li­tät: 2017

Weit­läu­fi­ges Ski­ge­biet mit re­la­tiv we­nig auf­re­gen­den Pis­ten, in grö­ße­rer Hö­he sehr wet­ter­ab­hän­gig. Vie­le Pis­ten mit ge­rin­gen Schwie­rig­keits­gra­den. Für Snow­boar­der vie­le Lauf­stre­cken mit am Hang un­an­ge­neh­mer Qu­er­nei­gung. Que­run­gen mit zu ge­rin­gem Ge­fäl­le. Wei­te An­fahr­ten mit lan­gen Be­för­de­rungs­an­la­gen. Theo­re­tisch mög­li­che Tal­ab­fahrt vom Glet­scher nach Flims (13 km) we­nig auf­re­gend. Re­ger Durch­gangs­ver­kehr in den Ort­schaf­ten. Hang zu über­höh­ten Prei­sen. Das En­de der Cas­sons­bahn hat dem Ge­biet ech­te High­lights (Stein­bö­cke, Tou­ren­ab­fahr­ten) ge­raubt!

Aus­ge­spro­chen freund­li­ches Ski­ge­biet, Au­to­bahn bis kurz vor dem Ziel, da­her schnel­le An­fahrt. Sehr schnee­si­cher. Vie­le Stre­cken ober­halb von 2000 m. Glet­scher mit kur­zen aber er­freu­lich stei­len Pis­ten. Schnel­le Lif­te. Ex­trem weit­läu­fig. Ma­le­ri­sche Ab­fahrt hin­un­ter zur Alp Ru­schein. Be­lie­big ska­lier­ba­re Ski­rou­ten am Cas­sons­grat, er­schlos­sen durch ei­ne klei­ne aber groß­ar­ti­ge Gon­del. Lan­ge Pis­ten und ex­trem lan­ge Tal­ab­fahrt (1700 Hö­hen­me­ter) von Si­a­la nach Flims. Un­zäh­li­ge Tou­ren­ab­fahr­ten, je nach Schnee­ver­hält­nis­sen schwie­rig. Or­dent­li­che Ga­stro­no­mie im Ge­biet und im Tal.

Lenzerheide/Arosa

Ak­tua­li­tät: 2017

Gro­ßes Dop­pel­ski­ge­biet, das nicht wirk­lich in Er­in­ne­rung bleibt. Auch hier vie­le Pis­ten mit ge­rin­gen Schwie­rig­keits­gra­den. Für Snow­boar­der ei­ni­ge un­an­ge­neh­me Que­run­gen mit ge­rin­gem Ge­fäl­le. Aro­sa mit kaum 50 nutz­ba­ren Pis­ten­ki­lo­me­tern sehr klein!

Freund­li­ches Ski­ge­biet, gut von Chur aus zu er­rei­chen. Klug an­ge­leg­te, gro­ße und schnel­le Luft­seil­bahn am Ur­den­fürgg­li ver­bin­det die Teil­ge­bie­te zu ei­nem run­den Fahr­er­leb­nis. Ein­drucks­vol­ler Tal­schluss bei Arosa. Flot­te, brei­te Pis­ten, gu­te Be­för­de­rungs­an­la­gen, an­ge­neh­mes Preis/Leis­tungs­ver­hält­nis auf den Hüt­ten. Net­te, fla­che Ski­rou­ten, aber eher für An­fän­ger ge­eig­net. Len­zer­hei­de: Ei­nige lan­ge Ab­fahr­ten und sehr schö­ne Car­ving­pis­ten am Stät­zer­horn. Ei­ni­ge Pis­ten un­ter­halb der Baum­gren­ze, da­her auch bei schlech­ter Sicht fahr­bar. Kei­ne Sau­fe­rei auf den Pis­ten.

Isch­gl/Samnaun

Ak­tua­li­tät: 2014

Größ­tes zu­sam­men­hän­gen­des Après-Ski­ge­biet der Al­pen. Pro­ble­me mit Al­ko­hol auf den Pis­ten, nach Hoch­zil­ler­tal/Hoch­fü­gen schlech­tes­tes durch­schnitt­li­ches Fahr­ver­mö­gen al­ler mir be­kann­ten Ski­ge­bie­te. Mä­ßig ge­neig­te Hän­ge ver­füh­ren zu über­schnel­ler Fahr­wei­se. Ge­fähr­lich! Hüt­ten zu teu­er, lau­war­mes, über­teu­er­tes Bier auf der Idalp. Lang­wei­li­ge Pis­ten an der Al­pe Tri­da. Teue­re Un­ter­künf­te. We­nig auf­re­gen­de Orts­bil­der. Für An­fän­ger in Tei­len schwie­ri­ge Tal­ab­fahrt.

Gro­ßes Ski­ge­biet mit vie­len Hüt­ten, ei­ni­ge auf­re­gen­de Ab­fahr­ten am Ran­de des Ge­biets. Lan­ge Pis­ten. Meist gu­ter Schnee auf gro­ßer Hö­he. Mo­der­ne Be­för­de­rungs­an­la­gen. Zahl­lo­se Ne­ben­stre­cken bei Tief­schnee. Ei­ni­ge be­ein­dru­ckend stei­le, schwar­ze Pis­ten!

Saas Fee

Ak­tua­li­tät: 1999

Wei­te An­fahrt. Sehr schlech­tes Preis/Leis­tungs­ver­hält­nis, im di­rek­ten Ver­gleich mit Zer­matt in al­len Be­lan­gen un­ter­le­gen, den­noch (au­ßer im Ski­pass) teue­rer. Re­la­tiv klei­nes Ski­ge­biet, sehr wet­ter­ab­hän­gig. Pis­ten mit nur ge­rin­gen Schwie­rig­keits­gra­den. Ho­he Park­ge­büh­ren.

Kein klas­si­scher Au­to­ver­kehr. Schö­ne Tals­schluss­la­ge. Sehr schnee­si­cher. Ma­le­ri­sche Glet­scher. Ne­ben­stre­cken reiz­voll. Dreh­re­stau­rant auf dem Al­la­lin­sat­tel. Sehr lan­ge Tal­ab­fahrt (über 1700 Hö­hen­me­ter).

Sil­vret­ta No­va

Ak­tua­li­tät: 2002

Mit­tel­großes Ski­ge­biet mit vie­len kur­zen Pis­ten, Tal­ab­fahrt nach Ga­schurn sel­ten be­fahr­bar. An Weih­nach­ten bei gu­tem Wet­ter oft über­lau­fen, vie­le Ta­ge­stou­ris­ten, ver­eis­te Pis­ten. Vie­le An­fän­ger, ein Après-Ski­ge­biet.

Schö­ne Hüt­ten, zum Teil rie­sig aber ge­müt­lich, ge­schmack­voll und in­di­vi­du­ell ein­ge­rich­tet, mo­de­ra­te Prei­se vor der Euro-Umstel­lung. Zwei ein­drucks­vol­le Ski­rou­ten, Zig­jam und Ab­hen­ki­na, kurz aber hef­tig. Da­zu kur­ze aber schwie­ri­ge Bu­ckel­pis­ten. Schwar­ze 44 (frü­her 20): Ei­ne der steils­ten prä­pa­rier­ten Pis­ten der Al­pen.