Das Skigebiet von Flaine
Ein Panorama mit Mont Blanc und Pisten mit klingenden Namen
Das Skigebiet des Sektors Flaine zeichnet sich
dadurch aus, dass jede Form von Mittelstation fehlt. Hier fährt man ganz oder gar nicht,
insbesondere bei schlechtem Wetter. Dadurch erreichen die längsten Pisten einen
Höhenunterschied von etwa 900 m. Sie haben klingende Namen: Faust, Méphisto,
Belzebuth, Fred oder Agate, Améthyste oder Démon. Einen
Tag waren wir mangels Übergänge an den Talkessel mit 50% nutzbaren Pisten gebunden. Das geht.
Der Sektor Flaine wird auf der Hauptachse durch die DMC Grandes Plattières erschlossen.
Wegen der großen Abstände zwischen den Pfeilern ist es eine
für 16-Personen ausgelegte Umlaufgondel am Doppelseil im Rang
einer Luftseilbahn (Téléphérique, wie sie 1995
noch offiziell genannt wurde). Von der Bergstation kann man in die Diamant Noir einfahren, eine
schwarze Piste, die einen sehr steilen und leider manchmal auch
steinigen Abschnitt aufweist, den wir nur mit Mühe und
größter Vorsicht meistern. Großartig ist der Blick über die Klippen ins Tal.
Die Umlaufgondel Aup de Véran
erschließt zusammen mit dem Sessel Lindars Nord weitere 80
Höhenmeter gegenüber der Hauptgondel sowie eine schwarze
Piste. Diese und das 360° Panorama bleiben uns verwehrt. Um bei
mäßigen Schneeverhältnissen imTal auf großer
Höhe zu bleiben, stehen die Sessellifte Desert Blanc und
Diamant Noir zur Verfügung.
Der Sektor Gers, der für
Tiefschneeabfahrten bekannt sein soll, steht wie fast alle Schlepplifte in diesen Tagen.
Die beste Totale auf Flaine hat man am Schlepplift Aujon, der am Rande des Bergkessels
seinen Dienst versieht. Die Pisten hier sind sprichwörtlich
langweilig, aber wenn man schlechte Sicht auf großer Höhe
hat, kann man sich durchaus hier vergnügen. Die Besonderheit hier
sind die Bodenwellen in der Piste Calcédoine.
Wer nicht ins Fliegen kommen will, sollte die Wellen nicht senkrecht
ansteuern und die Geschwindigkeit drosseln. Eine witzige Abfahrt!